abgeschminkt und eingeseift – die Kosmetikfrage

Nach einem Jahr bin ich in punkto Kosmetik im Grunde soweit mit allem da, wo ich hinwollte. Es gab ein paar Rückschrittentscheidungen und eine steht auch noch aus.

Die Reinigung von Haut und Haaren übernimmt inzwischen die Seifenfraktion komplett. Die Haarseife von Lush hatte ich ja schon letztes Jahr positiv erwähnt („Rapunzel“ und „An meine Haut …„) und sie ist inzwischen mein Favorit. Ansonsten gehe ich auch gern auf die Suche nach schönen Seifen. Sind bei weitem dekorativer und schöner als Flaschen, Tuben, Spender, Tiegel, Dosen und dergleichen. Zudem kommt das kompakte Stück ohne Verpackung daher und kann bis auf den letzten Krümel aufgebraucht werden. Ein Einkauf in Maßen macht Sinn wohlgemerkt, denn so ein Stück Seife hält bis zu einem halben Jahr.

Ansonsten komme ich bei der Haarpflege mit Bürste und hin und wieder ein paar Tropfen Haaröl prima durch den Alltag und auch sonst. Und ich liebe die Bürstenmassage bei meinem Naturfriseur. Da kann ich richtig abschalten und loslassen. So herrlich kriege ich das zu Hause leider nicht hin, aber auf diese Weise freue ich mich dann immer umso mehr auf den Besuch.

Die App Code-Check nutze ich auch noch gerne, um die Inhaltsstoffe festzustellen. Allerdings bin ich derzeit nicht mehr so groß auf der Suche und habe weitestgehend die Produkte gefunden, die mir und meinem grünen Gewissen gefallen.

Einzig bei Make-up und Mascara konnte ich mich noch nicht für eine Bio-Variante entscheiden. Beim Mascara muss es einfach ein wasserfestes sein. Ich hatte seinerzeit ja schon angedeutet, dass alle anderen verlaufen und dahingehend für mich im Arbeitsalltag nicht praktikabel sind. Schade, aber da baue ich mal auf die Zukunft und den Erfindergeist der Kosmetikfirmen. Auch alle getesteten Schminken waren nicht so der Hit. Nun werde ich mal den Sektor der hochpreisigen Produkte ansteuern, in der Hoffnung, dass sich doch noch eine Alternative für mein hormon- und palmölhaltiges Make-up finden lässt.

Bei der Zahnpflege muss ich zugegeben, dass ich da größtenteils wieder auf die konventionellen Produkte zurück geschwenkt bin. Die Bambuszahnbürsten hatten mir damals aufgrund der Verpackung schon nicht gefallen – zu viel Plastik um Umverpackung. Hinzukam, dass der Verschleiß im Vergleich zur klassischen Zahnbürste um einiges höher ausgefallen ist und somit auf Dauer einfach auch sehr teuer. Auch ergonomisch haben mich die Bio-Bürsten nicht überzeugt.

Das Putzergebnis mit den biologischen Pasten ist gut, allerdings vermisse ich ein bisschen das „saubere, frische“ Gefühl der herkömmlichen Zahnreinigungsprodukte, was sicherlich letztendlich auch mehr Einbildung und somit Gewöhnungssache ist. Der Zahnarzt hat jedenfalls bis dato keinerlei Beanstandungen gehabt. Getestet wurde auch Zahnpulver von Lush (gibt mit Sicherheit noch weitere Firmen). Ebenfalls gut, aber könnte gleichfalls etwas frischer sein. Dafür ist es sehr ergiebig. Der weitere Vorteil hier ist, dass man die leere Dose wieder zum Händler zurückbringen kann. Leere Tuben – egal ob Bio oder Klassisch – nicht. Nun kombiniere ich meist alle drei Produkte und fahre ganz gut damit.

Das mit dem Backpulver als Scheuermittel für die Zähne funktioniert bei mir nur selten. Ich kriege bei zu häufigem Gebrauch (1x/Woche) Blasen an der Zunge und/oder Lippe. War einen Versuch wert. Biologische Zahnseide gibt es tatsächlich, war mir aber zu dick. Und ob nun Naturseide nachhaltiger ist erscheint mir fraglich.

Mein Resüme: Das größte Verbesserungspotential ist da bei mir die Vorratshaltung. Ich kaufe eindeutig zu viel auf Vorrat, was dann Stauraum kostet beziehungsweise für volle Badezimmerschränke sorgt und mich beim Öffnen dieser überfordert (oje, das muss alles noch verbraucht werden). Da muss ich noch an der Einstellung und meinem Kaufverhalten arbeiten. Ansonsten habe ich viel ausprobiert und experimentiert. Der Faktor Spaß ist damit vollends erfüllt.

Nächstes Thema im Rückblick: Lebensmittel. Also dann, action!
Eure Kerstin

„Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können“

Fast scheint es, als wäre ich irgendwann in meinem Leben zu viel Werbung ausgesetzt gewesen, aber bei Zähnen musste ich sofort an den Apfel und die dazugehörige Zahnpasta denken, die ich inzwischen auch schon aus dem Badezimmer verbannt habe. Also, nicht Zahnpasta an sich, nur von der Marke ist hier die Rede. Lediglich als Reisegröße warten noch ein paar Proben darauf, aufgebraucht zu werden.

Natürliche Zusatzstoffe bahnen sich nun also auch bei der Zahnpflege ihren Weg. Zahncreme, Mundspülung finden sich in den Regalen. Alternativ gibt es auch ein Zahnputzpulver von Lush, welches ich derzeit teste und gar nicht so schlecht finde. Etwas gewöhnungsbedürftig stelle ich mir hingegen Backpulver oder Schlämmkreide als Bleichmittel für weiße Zähne vor. Aber, wie sagt Nico Paech so schön: „Souverän ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht“. Die Veränderung des Lebensstils beginnt wie vieles immer im Kopf.

Was ich auch entdeckt habe, sind Zahnbürsten aus Bambus. Die Borsten sind ebenfalls biologisch abbaubar. Leider ist die Umverpackung (Plastik und dann noch Karton) nicht gerade nachhaltig. Kann sich noch ändern und sicherlich gibt es auch neben ecobamboo weitere Hersteller.

Zahnfplege

Elektrische Zahnbürsten zählen mit zu den großen Energiefressern im Haushalt. Dem kann man entgegenwirken, wenn man diese nur dann in die Station stellt, wenn sie wirklich alle sind. Die Akkulebensdauer erhöht sich dadurch ebenfalls, da der sogenannte Memory Effekt ausgehebelt wird. Ach ja, die Station natürlich von der Steckdose abziehen, wenn die Zahnbürste geladen ist.

Zahnseide ist weiterhin nur konventionell zu haben, bzw. konnte ich bisweilen keine Alternative ausfindig machen. Mal sehen, ob da noch was kommt. Neben all dem mittlerweile doch umfangreichen Angebot an biologischer Ware, gehört selbstverständlich der regelmäßige Zahnarztbesuch und die professionelle Zahnreinigung zur Pflege dazu. Dann steht dem ungetrübten Biss in den Apfel nichts mehr im Wege.

Bleibt noch die Haarpflege in der Sparte Reinigung. Damit beschäftigen wir uns morgen.

 Also dann, action!
Eure Kerstin

P.S.: Gerade das Backpulver probiert. Es bitzelt etwas auf der Zunge, Geschmack so na ja. Mal sehen, ob nach ein oder zwei Wochen ein Unterschied zu sehen ist.