Tatort des Monats April

Trotz nasskalter Temperaturen und Minusgraden – ok zumindest gefühlt – musste die Wintergarderobe den Gang in den Schrank antreten. Mit den Sommersachen kam auch ein Teil zum Vorschein, dass schon ziemlich abgewetzt ist und die besten Tage wohl hinter sich hat.

Tatort: Schrank

Tatbestand: Hose

Tatortsäuberung: So ganz habe ich mich noch nicht entschieden, wie ich das abgetragene Stück Stoff entsorgen werde. Im Moment tendiere ich zum schonungslosen Wegwerfen, da ich mir eine Wiederverwertung nur schwerlich vorstellen kann. Ich denke nach zehn Jahren treuer Dienste ist das durchaus legitim. Ob es für Kleidung wohl so etwas wie ein Mindesthaltbarkeitsdatum gibt? Nun ja, jedenfalls erinnert mich das daran, dass ich im letzten Jahr ja das Projekt „Verzicht kostet“ gestartet und meinen Lesern damals ein Review versprochen hatte. Ich bin dran, kann ich sagen und die Ergebnisse sind dann demnächst auf meinen Alltagseinsichten zu lesen.

Tatort des Monats Januar

2017_01

Sozusagen auf den letzten Drücker noch ein Tatort für diesen Monat.

Tatort: Schreibtisch.

Tatbestand: Laptop.

 

 

Tatortsäuberung: Wie schon gesagt, auf den letzten Drücker bzw. das letzte Drücken wurde der alte Laptop nun endlich platt gemacht und für die nächste Entsorgungstour vorgemerkt. Nach bald zehn Jahren Betriebszeit war aus der Kiste einfach nicht mehr viel rauszuholen und der Betreiber des Betriebssystems hat bereits vor knapp zwei Jahren den Support eingestellt. Insofern wurde jeder Klick im Internet zur potentiellen Viren-/Trojaner- usw.-Falle. Nun darf der Neue sich als Platzhirsch fühlen und sitzt so richtig und hundert Prozent am Drücker.

Draußen nur Kännchen

Kaffeezeit

Das waren noch Zeiten. Nein, früher war nicht alles besser. Aber in gewissen Dingen vielleicht entspannter. Wir alle laufen ständig der Zeit hinterher. Das ist doch komisch, findet Ihr nicht? Wir haben zig Geräte, die uns Arbeit abnehmen und entlasten: Waschmaschine, Geschirrspüler, Akkuschrauber, Rasenmähroboter, Navi, Computer. Die Maschinen übernehmen immer mehr von dem, was der Mensch früher selbst gemacht hat. Das würde ja eigentlich bedeuten, dass wir um Längen mehr Zeit haben müssten, als die Generation vor uns. Und? Wer von Euch hat mehr Zeit?

Ich nehme mal stark an, mit dem Paradoxon bin ich nicht so ganz allein. Die Krux an der Sache ist die, dass wir immerzu neue Dinge erschaffen, die wir vorher nicht hatten und auch irgendwie gar nicht brauchten. Und dann müssen neue Programme her, um wieder Zeit zu sparen. Wir sind umgeben von „Energiesklaven“, sagt Nico Paech.

Ein Beispiel aus meinem Arbeitsalltag: Ganz früher hat man Briefe geschrieben. Der ging an eine Person. Das war weit vor meiner Zeit im Berufsalltag, weil so alt bin ich nun auch wieder nicht. Dann kamen Rundschreiben, die wurden von Büro zu Büro weitergereicht. An so was kann ich mich noch vage erinnern. Anschließend gab es Faxe. Die konnte man schon an mehrere, nicht unbedingt gleichzeitig, aber nacheinander verschicken. Die Ära habe ich in ihrer Blütezeit erlebt.

Tja, und heute gibt es E-Mail. Ein Mail kann man an hundert und mehr Personen gleichzeitig senden. Ich habe das für 2015 mal dokumentiert: Da habe ich über 13.000 E-Mails in der Arbeit verschickt. Nur verschickt, wohlgemerkt. Und die hatten teilweise tatsächlich hundert und mehr Empfänger. Irre. Das macht über 1.000 Mails pro Monat. Und wenn man von 20 Arbeitstagen ausgeht, sind das in etwa 50 Mails pro Tag, 6 pro Stunde, alle 10 Minuten eine Mail. Und noch mal: Das waren nur die Mails, die ich verschickt habe. Da wundert mich es nicht im Geringsten, dass die wirkliche Arbeit zur Nebensache wird.

Mein Chef erzählt in dem Zusammenhang immer gern die Story von einem seiner ehemaligen Chefs, der oft stöhnte: „Heute habe ich schon wieder fünf Faxe bekommen.“ Also, ich find’s lustig. Und gleichzeitig fehlen mir die Worte, weil es schon fast makaber ist.

Heute muss alles sofort, wie der jugendliche Mitbewohner sagt „instant“, passieren. Das trifft auch auf unsere Nahrungsaufnahme zu. An jeder Ecke kann man Essen und Trinken im Schnelldurchgang seinem durchgetakteten Körper zuführen. Wer sich in den bekannten Coffee-Shops einen Kaffee zum „Hiertrinken“ – ist schon bezeichnend, dass es nicht mal einen wirklich passenden Ausdruck dafür gibt – bestellt, ist nicht mehr up-to-date. Im Grunde lädt der ganze Laden auch nicht zum Verweilen ein. Die wenigsten haben eine Toilette, also ist ein zweites Getränk ein no go. Die klassische Im-Biss-Bude ist heute ein Foodtruck und es gibt food on the go. Dabei sind sowohl der Coffee als auch das Food oft sehr, sehr lecker. Daran liegt es also nicht, dass man es sich so schnell mal eben einverleibt.

Ich muss gestehen, ich nehme nach meinem Wocheneinkauf am Samstag auch einen Coffee to go mit. Der ist zum einen meine persönliche Belohnung – es gibt immer einen Grund – und zum anderen so was wie ein Frühstücksersatz. Und mit dem armen, unter Luftnot leidenden toten Fisch (siehe Beitrag dazu: Konflikte und Kompromisse) kann man sich eben nicht noch gemütlich für eine halbe Stunde an die Kaffeebar setzen. Selbst die Nicht-Bio-Pizza fände das, glaube ich, nicht so prickelnd.

Also kommt hier der Becher aus der Vorbereitung zum Einsatz. Der ist aus Porzellan und führt auch hier zur gewohnten Diskussion an der Theke. „Können Sie den Latte bitte in den Becher füllen?“ „Das geht nicht.“ „Wieso?“ „Weil da viel mehr reingeht, als in die normalen Becher.“ „?“ Kurzer Blick meinerseits in den mitgebrachten Becher. „Also, die Kollegin macht das sonst immer.“ „Die Kollegin.“ Bedrohlicher Blick. „Das würde ich ja gerne mal wissen, wer die Kollegin ist.“ „Hm, also ich glaube ja nicht, dass da mehr reingeht.“ Der Barista will es genau wissen und füllt einen Pappbecher mit Wasser bis ca. 2 cm unter den Rand. Dann schüttet der den Inhalt in meinen Becher. Randvoll. Aha. „Ja, ok, das geht.“ „Da bin ich aber froh, dass die Kollegin jetzt nicht in Schwierigkeiten steckt.“ Darüber, dass in meinen Becher im Grunde weniger reingeht, hat er dann kein Wort mehr verloren. Am Preis ändert sich logischerweise auch nichts, aber mein Gewissen ist mal wieder um 2 cm gewachsen.

Hier ein schöner Artikel von utopia zum Thema Pappbecher: https://utopia.de/0/magazin/kaffee-coffee-to-go-becher-muell-umwelt-recycling-1

Oder ein Video von PULS für diejenigen, die es eilig haben (Zeitbedarf 1.30 Minuten – schneller als ein Kaffee zum Mitnehmen):

Noch ein, zwei Sätze zu Getränken für unterwegs: Auch die lassen sich ohne Weiteres in wiederverwendbare Behältnisse füllen.

Trinkflaschen Meine Thermoskanne mit Tee steht zum Beispiel auf dem Schreibtisch, wenn sie nicht im Rucksack auf die Berge gewandert wird und die Aluflasche ist nur unwesentlich schwerer als PET-/PEW-Flaschen. Dafür unkaputtbar und einfacher zu reinigen. Die Ausnahme wird wieder mal dem jugendlichen Mitbewohner für das Schulgetränk zugestanden. Aber das ist okay, denn Getränkeflaschen haben die paranormale Angewohnheit, vom Schulgelände oder auf dem Weg dahin/zurück, manchmal weiß man das nicht so genau, weggebeamt zu werden. Das sind im schlimmsten Fall €0,25 Verlust und nicht €10+ für die wiederbefüllbare Alternative.

Morgen geht es um eine ganz besondere Beziehung, die man zu selbst angebauten Nahrungsmittel entwickelt.

 Also dann, action!
Eure Kerstin

 P.S.: In den späten 90ern gab es in einer großen, politischen Wochenzeitung einen Bericht, in dem Politiker und Prominente befragt wurden, was sie Besuchern, die kein Deutsch sprechen, als Erstes beibringen würden. Damals sagte einer: „Draußen nur Kännchen“. Mich würde wirklich interessieren, wie heute die Antwort ausfallen würde.

Der Müllschlucker

Einkaufen ist nervig und stressig. Das finde ich jedenfalls. Von daher praktiziere ich bereits seit geraumer Zeit ein recht strenges Programm. Und wenn ich mal davon abweichen muss, weil irgendwas dazwischen kommt, dann passieren prompt so ärgerliche Dinge wie, dass ich den Bon für zurückgegebenes Leergut im Automaten stecken lassen. So wie vorletzte Woche. Nervig.

Ich gehe grundsätzlich nur einmal pro Woche einkaufen. Samstag. Ich hasse das. Es ist voll, weil alle am Samstag einkaufen. Deswegen bin ich schon kurz nach Ladenöffnung um 8 Uhr da. Das hat sich inzwischen so eingebürgert, da ich auf dem Weg zum Supermarkt noch den Werkstoffhof ansteuere und den Müll der letzten Woche entsorge.

Die Deutschen sind Weltmeister im Müllsortieren. Allerdings auch im Wegwerfen. Dem versuche ich so gut und rigoros es geht, entgegen zu wirken. Wer das „Glück“ hat, in einer bayerischen, mittelgroßen Stadt zu wohnen, der darf sich tagtäglich mit der Frage, welcher Abfall in welche Müllkategorie gehört, beschäftigen.

Anderenorts gibt es den gelben Sack, da wirft man einfach alles rein, was ein entsprechendes Symbol -den grünen Punkt – trägt. Nicht so bei mir. Neben dem „regulären“ selbst zu entsorgenden Müll wie Papier/Karton, Weißblech, Glas (weiß, braun, grün), gibt es Tetrapack, Alu, Verbunde, Mischkunststoffe, Becher, PET, Kunststoffflaschen, Folien/Tüten über A4, Styropor aus Verpackungen und wahrscheinlich noch mehr, was mir gerade nicht einfällt. Das sollte zuhause vorsortiert werden. Und da habe ich solche Sachen wie Kerzenreste, CDs, Batterien usw. noch gar nicht mitgerechnet. Klar, weil wir alle in übergroßen Wohnungen/Häusern leben, um das Zeug zwischenzulagern. Hier gibt’s mal wieder einen interessanten Beitrag von x:enius

Aber gut, ich bin ja ein ordentliches Mitglied der Gesellschaft, halte mich an die Regeln und will ja auch, dass mit den Rohstoffen sorgsam und verantwortungsbewusst umgegangen wird. Deswegen mache ich das ganz gewissenhaft. Und damit auch die Handelsmärkte sich Gedanken machen, gebe ich meinen, also ihren Müll, gleich an Ort und Stelle ab. Noch besser, ich nehme ihn gar nicht erst an.

Und das geht mit Vorbereitung und einem Plan. Zur Vorbereitung gehören Korb, Beutel, alte Papiertüten, Transportboxen und ein Becher. Und dann geht es los:

Vorbereitung

Obst, Gemüse und der dergleichen wandern lose in den Einkaufswagen. Brotwaren lasse ich mir in einen Stoffbeutel legen, Fisch in eine mitgebrachte Box. Ich schaue immer auf Bio-Produkte. Ob bei Essig, Öl, Zucker, Reis, Nudeln, Butter, Milch, Joghurt, Eier usw. Noch besser als Bio ist regionales Bio. Denn nachhaltige Produkte sind nicht per se besser. Wenn ich zum Beispiel Bio-Kartoffeln aus Ägypten kaufe, dann ist das nicht nachhaltig, sondern unsinnig. Kartoffeln wachsen in Deutschland, sogar im eigenen Garten. Selbst auf dem Balkon kann man sich über eine bescheidene Ernte freuen.

Hinzu kommt noch der Faktor Saison. Ja, noch gibt es sie. Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Und Erdbeeren im Winter, egal wie und wo angebaut, können nie und nimmer umweltverträglich auf unserem Tisch landen. Bei www.regional-saisonal.de gibt es einen Kalender und auch saisonale Rezepte, falls jemand Bedarf hat.

Nach dem Einkauf, folgt die Kasse und nachdem ich bezahlt habe, werden sämtliche Umverpackungen in die Behälter des Marktes entsorgt. Losen Salat, den es nur abgepackt gab und ich trotzdem nicht verzichten wollte, fülle ich in eine mitgebrachte Papiertüte um. Obst und Gemüse werden auch in einem Stoffbeutel verstaut. Sämtliche Kartons und Folien bleiben auch da. Pizza, Müsli und so was. Genau. Und jetzt sehe ich es schon vor meinem Auge, die gerunzelte Stirn und das Fragezeichen auf der Stirn. Pizza? Wieso kauft sie Pizza, wenn sie so auf Bio und Nachhaltigkeit und so aus ist? Wieso geht sie eigentlich nicht auf dem Markt einkaufen oder in einem der Läden, in denen alles lose verpackt ist?

Womit wir beim nächsten Kapitel wären und den Konflikten, die sich im Bereich Lebensmittel einem so in den Weg stellen (können). Darum und um den Plan geht es morgen.

 

Also dann, action!
Eure Kerstin

P.S.: Ach ja, der Becher. Wer sich fragt, wozu ich den brauche. Das wäre mein persönlicher Luxus: Ein Coffee to go nach dem Einkauf. Dazu schreibe ich aber auch noch später etwas.

Die zweite Chance

Wir alle haben hin und wieder eine zweite Chance verdient. Warum also nicht auch Kleidungsstücke? Bisweilen ist es uns vielleicht einfach nicht möglich, manche Sachen los zu lassen, obwohl sie uns nicht stehen, nicht passen oder zum Beispiel ein Loch haben. Das kann ganz verschiedene Gründe haben. In den meisten Fällen ist entweder der Geldwert eines Stückes oder es besitzt einen sentimentalen. Was für Möglichkeiten gibt es da?
Für mich kommen hier zwei in Betracht:

  1. Reparieren
  2. Umwandeln

Reparieren ist natürlich zum einen nur bedingt möglich, denn nicht alles lässt sich so ohne weiteres flicken. Ich besaß bis vor gar nicht allzu langer Zeit eine Seidenbluse, die ich sehr mochte. Eines Tages tat es beim Ausziehen einen lauten „ratsch“ (nein, ich habe nicht zugenommen, die Bluse hatte einfach schon ein paar Jahre auf dem Buckel  – nämlich meinem – und viele Wäschen hinter sich) und an der Ärmelnaht prangte ein langer Riss. Nun bin ich handwerklich nicht ganz ungeschickt und dachte: „Das nähst Du einfach wieder zusammen.“ Leider funktionierte es nicht, da der Riss so ungünstig verlief, dass ich dann meinen einen Arm nicht mehr hätte bewegen können, ohne weitere Schäden zu provozieren.

Was mir fehlte, war ein Stück Stoff, dass ich natürlich nicht hatte. „Also gut, dann eben Ärmel ab und als Nachtshirt nutzen“, war meine Idee. Gesagt, getan. Tja, angezogen habe ich es dann nicht wirklich, sondern mich jedes mal beim Blick in die Schublade geärgert, dass die schöne Bluse kaputt ist. Wir erinnern uns: Kleidung zweiter Klasse und Stil? Eben,+. Darum ist Downgrading keine Alternative. Für mich jedenfalls. Und wenn es ganz ungünstig läuft, dann geht es uns so, wie Roe Rainrunner in ihrem Beitrag „Textiles Recycling

Der andere Punkt, der Leser ahnt es schon, ist, dass man ein bisschen was vom Flicken verstehen sollte. Oder man kennt jemanden, der davon Ahnung hat. Das geht natürlich immer. Vielleicht belegt man auch einen Volkshochschulkurs. Ich weiß, jetzt kommt wieder der Einwand mit der Zeit. Aber wir werden später sehen, dass das so nicht stimmt.

Bleibt noch Umwandeln. Ich sage ganz bewusst nicht Recycling, da es sich hier ja eher um ein Downcycling handelt. Klingt aber nicht schön. Deswegen Umwandeln. Das ist vor allem für sentimentale Textilien eine Möglichkeit, diese nach wie vor um sich zu haben. Man kann natürlich aus einem Kleid einen Rock machen, auch aus einer Hose lässt sich ein Rock machen und aus einer Jacke eine Weste usw., aber nach meiner Erfahrung ist das Ergebnis eher wie bei meiner Bluse.

Eine Ausnahme habe ich trotzdem: In meinem Post „Lebensmuster“ habe ich aus einem aufgeribbelten Pulli eine Short gemacht. Die ziehe ich tatsächlich an. Letztes Jahr beim Baden meinte Cousin zu seiner Frau, sie solle sich auch so eine machen, früher hätte es auch schon solche gegeben. Gut, könnte jetzt auch ironisch gemeint sein. Ich weiß das manchmal nicht so genau.

Daher vielleicht doch lieber in etwas Anderes, Neues verwandeln. Hier ein paar Beispiele:
Eines meiner T-Shirt bzw. ein Teil davon ist nun ein Bild. Unschwer zu erkennen, warum ich es nicht weggeben konnte.

Bildershirt

Ein anderer Pulli wurde zur Tasche und begleitet mich jede Woche zum Einkaufen. Das Leder stammt im Übrigen von Resten aus der Automobilbranche.

Pullitasche

Und ein Vorhang wurde in einem Quilt – hauptsächlich auf der Rückseite zu sehen – verarbeitet. Ganz nebenbei: Kaputte Hemden eignen sich für Quilts, die gerade ja sehr in Mode sind, ungemein.

Quilt

Sicherlich fallen Euch noch ganz andere Sachen ein, oder?

Morgen, manch einer wartet schon darauf: Schuhe.

 

Also dann, action!
Eure Kerstin

Tatort des Monats Februar

Nach dem Umzug erinnert der Keller eher an eine Rumpelkammer. Es wird mir immer verborgen bleiben, warum Keller grundsätzlich voll sind, obwohl man die Dinge, die dort lagern, fast nie braucht (Küchenmaschine) bzw. auch nicht vermisst (künstliche Kerzen mit Farbwechsel und Fernbedienung). Wenn ich also ohne diese Stücke am Leben bleibe, dann wäre der Umkehrschluss somit, dass ich sie tatsächlich nicht brauche. Werde also demnächst dort Tabula Rasa machen. Hier schon mal der erste Fund, denn Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Und den will ich ja loswerden.

Tatort: Keller, Werkzeugkiste.2014_02

Tatbestand: Allerlei Möbelaufbauhilfen, die sich im Laufe der Jahre beim Shoppen im blau-gelben Einrichtungshaus angesammelt haben.

Tatortsäuberung: Wurden schön säuberlich gesammelt: Könnte man ja noch mal benötigen. Wozu allerdings der berühmte Imbusschlüssel in der Einheitsgröße in zigfacher Ausfertigung gut sein soll, bleibt mir bis dato verschlossen. Noch habe ich nur zwei Hände. Vielleicht wäre eine Art Auf-/Abbauparty mit Freunden denkbar. Hm, schade, bin ja gerade erst umgezogen. Also, weg damit in den Metallschrottcontainer. Schließlich weiß ich ja, wo es Nachschub gibt, sollte besagte Party doch noch irgendwann stattfinden.

Tatort Schreibtisch, Tag 22

Hin und wieder frage ich mich bei meinen Ermittlungen, ob manche meiner Entdeckungen nicht schon einen gewissen Altertumswert und/oder Seltenheitswert erreicht haben.

Tatort: Schreibtisch, Schublade.22 Tag

Tatbestand: Autoschlüssel. Gehörten zu meinem allerersten Auto – ein Seat Marbella. Wahnsinn: Drei Schlüssel für eine Seifenkiste (Tür, Zündschlüssel und Tank).

Tatortsäuberung: Tja, das Auto endete schon vor Urzeiten in der Schrottpresse. Die Schlüssel folgen nun per Metallschrott in die Wiederverwertung. Allerdings möchte ich noch hinzufügen, dass mir die kleine Rennsemmel bei vielen Fahrten treue Dienste geleistet hat und sogar zwei Umzüge darin Platz gefunden haben.