Vier plus eins – eine Fortsetzung

Der eine oder andere, der meine Reihe „Bilder eines Sommers“ verfolgt hat, ist eventuell über die vier Elemente gestolpert und hat sich dann gefragt, was wohl mit dem fünften Element ist. Ich nehme mal an, jeder kennt den gleichnamigen Film.

Und irgendwie kam es auch mir so vor, als ob da noch das gewisse Extra fehlen würde. Ein Abschluss, etwas Wesentliches. Und irgendwie sind Bilder ohne Worte doch auch nicht ganz mein Ding. Also habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht.

Die Lehre der vier Elemente besagt, dass alles Sein aus einem Mischverhältnis zwischen Erde, Wasser, Luft und Feuer besteht. Es gibt Darstellungen mit Pfeilen, in Kreisform, sie werden Göttern und Geistern zugeordnet und nicht zuletzt den Aggregatszuständen. Während der Anfänge, die den Philosophen gebühren, gab es immer wieder andere Theorien, welches denn der Urstoff sei. Auf der Suche danach kamen die Philosophen auf den Äther und bezeichneten ihn als Quintessenz. Oder anders rum. Da komme ich an meine Grenzen, was die Philosophie betrifft und in Naturwissenschaften bin ich eh bereits beim kleinen Einmaleins ausgestiegen.

Quintessenz kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „fünftes Seiendes“ und ist so etwas wie eine ewige Substanz, die jenseits der irdischen Elemente existiert. Zeitlos und unveränderlich. Ein schöner Gedanken in einer Welt, die sich gefühlt im Sekundentakt neu erfindet und wandelt. Da kommt einem dann auch ganz von allein wieder der schon angesprochene Film und die Liebe als fünftes Element in den Sinn. Diese möchte man ja gern auch als etwas Außerirdisches, von immerwährender Dauer wissen. Und das, wissen wir alle, ist eine Wunschvorstellung.

Wenn es nun fünf Elemente sind, dann wird sich nie ein Gleichgewicht einstellen. Im Gegensteil, man ist ständig mit dem Ausbalancieren der Gewichte beschäftigt. Was eigentlich auch ganz gut so ist. Auf diese Weise ist man auch gezwungen, sich immer mal wieder seiner Grenzen bewusst zu werden, sich zu erden, nicht abzuheben, gegen den Strom zu schwimmen und gleichzeitig sich nicht verheizen zu lassen. Und so ganz nebenbei entdeckt man das Wesentliche, das fünfte Element.

Element

Wie heißt es in dem Roman „Mechanik des Herzens“ von Mathias Malzieu so schön: „Jedesmal gibt es diesen absurden und gleichzeitig wunderschönen Moment, in dem ich an das Unmögliche glaube.“

 

Eure Kerstin

Projektabschluss

Herzlich willkommen, neuer Erdenbürger! Schön, dass Du da bist, denn Deine Eltern habe sehr lange auf Dich gewartet.

projekt

Lass‘ Dir ein paar Worte mit auf den Weg geben:
Sage Deinen Eltern immer die Wahrheit! Glaub‘ mir, sie verkraften es.
Frag‘ Ihnen Löcher in den Bauch und hör‘ Dir ihre Geschichten an, denn nichts ist spannender als das Leben.
Lass‘ Dir die Welt von Deinen Eltern erklären und dann zieh‘ los und schau‘ sie Dir mit Deinen eigenen Augen an!
Mach‘ sie glücklich, indem Du Deinen Weg findest und gehst!

Ach ja, und treibe Sie ruhig zur Weißglut. Denn wer von Dir als Projekt „Franz-Josef V.“ spricht, während Du noch auf dem Ultraschallbild zu sehen bist, der unterschätzt Dich und Deine Wirkung!

Den Eltern lege ich den Spruch von Johann Wolfgang von Goethe ans Herz: „Kinder sollen von ihren Eltern zwei Dinge erhalten: Wurzeln und Flügel!“
Herzlichen Glückwunsch zum Projektabschluss. Und wie Ihr wisst, beginnt jetzt die Nachhaltigkeit. Kein Projekt ohne Review!

Eure Kerstin