Eine Frage der Definition

Seit ein paar Jahren versuche ich ja für mich einen Weg zu finden, umweltverträglicher zu leben. Die Betonung liegt auf versuchen, denn wenn man jahre-, ach was, jahrzehntelang in der Konsumwarenwelt der Industrieländer verbracht hat, dann ist eine Umerziehung – selbst, wenn diese eigenständig und vernünftig ist – gar nicht so einfach, wo doch das Angebot an allem bei weitem größer ist als die Nachfrage jemals sein könnte. Insofern bin ich mal mehr, mal weniger inkonsequent konsequent und das entweder aus, ich muss es leider zugeben, Bequemlichkeit oder Nachlässigkeit.

Wer schon länger auf meinem Blog dabei ist, erinnert sich vielleicht an diverse Beiträge zu dem Thema, die hier auch nachzulesen sind. Als Resümee der letzten zwölf Monate kann ich sagen, dass sich eindeutig zu viele Neukäufe in meinem Kleiderschrank befinden. Die Strategie von Robert Wringham „Kaufen Sie nichts, was man nicht essen kann“ (Buch: Ich bin raus) bete ich mir zwar mantramäßig immer wieder vor, aber eben nur mit mäßigem Erfolg und mit dem Beten tue ich mich als bekennender Atheist ja ohnehin sehr schwer. Zum Ausgleich des schlechten Gewissens wurden und werden immer zwei Teile aus dem Bestand genommen, um dann verkauft und/oder verschenkt zu werden. So reduziert sich wenigstens auch gleich der Gesamtbestand der Besitztümer.

Als Schuldigen, wenn man so will, wurde mein Frustlevel identifiziert. Wir kennen das ja irgendwie alle auf die eine oder andere Weise: Man ist unglücklich, mit den Nerven am Ende, eben frustriert und gönnt sich dann etwas, meist irgendetwas ohne große Vor- und Nachgedanken als Entschädigung. Sozusagen die berühmte „Chicken Soup for the Soul“, denn bei körperlichen Krankheiten wird ja gern Hühnersuppe als Allheilmittel eingesetzt und warum sollte es solch ein Pendant nicht auch für das Gemüt geben. So war die Hühnersuppe für die Seele nach dem gleichnamigen englischen Buch also in meinem Fall wider besseres Wissen ein erhöhtes Kaufverhalten im Textilhandel. In Zeiten der persönlichen Krise und des Umbruchs neige ich gern mal dazu, meinen Kummer damit zu zudecken. Nun gilt es Schadensbegrenzung zu betreiben und einen Kurswechsel zu vollziehen.

Die guten Nachrichten bzw. Fortschritte: Die sogenannten Wisch- und Wegtücher sind zu 99% aus meinem Haushalt sozusagen weggewischt worden. Lediglich der Nachwuchs darf eines für seinen proteinhaltigen Pausensnack mitnehmen und bei Überschwemmungsgefahr im Kinderzimmer zum Einmalhandtuch greifen. Ansonsten sind inzwischen alte Küchentücher zum Zelltuchersatz umfunktioniert worden. Ebenso ausgemustert wurde die Nuss-Nougat-Creme (Stichwort Palmöl). Manche Gewohnheiten aus Kindheitstagen sollten durchaus hin und wieder überdacht werden und ich stelle mir die Frage, ob auch schon in den 70er und 80er Jahren das Rezept derart umweltunverträglich war.

Neulich meinte mein Professor, man könne ja eh nichts ändern, wohingegen ich dem ganz klar widersprechen muss: Klar, ich allein kann das Verhalten der Menschen im Umgang mit der Natur und den Ressourcen natürlich nicht ändern, aber ich kann mein Verhalten ändern und auch wenn es nur der Tropfen auf den heißen Stein ist, so ist es vielleicht am Ende derjenige, der das Fass nicht zum Überlaufen bringt. Und hin und wieder muss man mit gutem Beispiel voran gehen. Selbst der jugendliche Mitbewohner hat begriffen, dass Wasser trinkfertig aus dem Wasserhahn kommt und man es nicht abgefüllt (plus Anlieferung) aus dem Regal nach Hause und wieder zum Laden zurück karren muss. Gut, das mag, wenn es mit der Wasserverschmutzung so weitergeht, bald ein Gesundheitsrisiko sein, aber dann ist eben wieder ein Kurswechsel angesagt.

Beim Thema Ernährung dachte ich ja immer, ich wäre schon ziemlich gut, doch wenn ich mir ernsthaft die Frage stelle, ob ich ein Tier, das ich esse, auch töten würde, dann kommen mir sehr, sehr starke Bedenken und ich zweifele an meiner bisherigen Einstellung, dass biologisch und regional genug ist. Im Grunde müsste ich also nicht nur Vegetarier, sondern sogar Veganer werden, wenn ich es so betrachte.

Es ist sicher keine Entschuldigung, aber als Familienmitglied einer fleischlastigen Wohngemeinschaft ist das schier unmöglich und unter Umständen auch ökologisch und ökonomisch gar nicht so sinnvoll – von wegen, doppelt kochen, Resteverwertung usw. Ohnehin stellt sich ja immer auch die Frage, bis zu welchem Punkt man sich selbst optimieren möchte. Schließlich definiert mich auch mein, wenn man so will, Fehlverhalten als Mensch und ist Teil meiner natürlichen Intelligenz. Aber zumindest einen Schritt weiter geht es immer und so steht für mich ab sofort Fleisch in Reinform nur noch einmal in der Woche auf dem Speiseplan. Das mag keine Wahnsinnsverbesserung meines ökologischen Fußabdruckes sein, aber es geht ja wie gesagt auch um den steten Tropfen und da gehen wir Menschen wie alles auf Erden den Weg des geringsten Widerstandes.

Darüber hinaus meinte der Kollege meines Professors, er würde den Begriff der Nachhaltigkeit durch Verantwortung ersetzen. Zu schwammig und diffus sei dieser und man würde allzu gern dazu tendieren, eine romantische Vorstellung der schönen, geordneten Welt damit zu verbinden. Während hingegen Verantwortung immer eine Entscheidung eines Einzelnen ist, die er/sie nicht abgeben kann und von daher selbst tragen muss. Ja, da bin ich absolut d’accord. Neben der Ansicht ist eben vieles eine Frage der Definition.

Schlussendlich danken möchte ich meinem Professor doch auch: Für die aktuellen und interessanten Vorlesungen zur Umweltethik und die Empfehlung zahlreicher Bücher zum Thema Umwelt, Ethik und Nachhaltigkeit, die ich gern an meine Leserschaft weiterreiche.

Buchliste

Einen neuen Beitrag wird es dann spätestens in 2019 geben. Eure Kerstin

Was von der elften Rauhnacht (4. Januar) übrigbleibt – November 2017

Manchmal muss man auch einfach das Gegenteil tun, um zum Ziel zu kommen. Ich bin da ein Spezialist. Manch einer tituliert mich dann gerne als Dickschädel und Sturrkopf. So als Tier mit zwei ziemlich imposanten Hörnern ist das für mich kein Problem. Solche Aussagen spornen mich dann nur noch mehr an, die Richtung beizubehalten.

Motto der elften Rauhnacht ist Dankbarkeit, die im Zuge der sich einstellenden Ruhe entsteht. So als Feuerzeichen ist Ruhe ja von Haus aus etwas schwer zu Bewerkstelligendes. Vielleicht liegt es auch an meinem trotzigen Wesen, dass ich mal ein bisschen aus der Routine ausgebrochen bin und eben einfach das Gegenteil von Ruhe gesucht habe.

Also raus aus dem Trott und Dinge auf den Kopf stellen. Auch meine entsprechende Tarotkarte, Mäßigkeit, passt da wieder hervorragend: „Sich so annehmen, wie man ist. Frieden mit sich schließen.“ Erst dann kehrt auch Ruhe, innere Ruhe, ein.

Und so schließt sich der Kreis. „Halten Sie inne und zählen Sie 21 Gründe für Dankbarkeit auf“. So steht es im Buch über die elfte Rauhnacht bzw. den November. Na bitte:

  1. Ein Zuhause haben
  2. Genug zu essen haben
  3. In Frieden leben
  4. Geliebt zu werden
  5. Zu lieben
  6. Freunde
  7. Treffen der Buchgesellschaft
  8. Abendessen mit Freunden
  9. Diskussionen mit dem jugendlichen Mitbewohner
  10. Der erste Schnee
  11. Arztbesuch ohne Befund
  12. Keller nahezu entrümpelt
  13. Ein paar extra Groschen verdient
  14. Träume von Reisezielen für 2018
  15. Apfelbäume gepflanzt
  16. Winterwanderung
  17. Kreativkurs mit vielen Ideen
  18. Aufgeschobene Bürokratie erledigt
  19. Schneewanderung
  20. Freude auf die kommenden Rauhnächte
  21. Gesund sein

Bleibt noch eine Rauhnacht. Ein Monat in 2017. Das Finale sozusagen, bevor ein neuer Kreislauf beginnt.

 

Eure Kerstin

„These boots are made for walking“ – von Märchen und Prinzen

Leseecke“Welches sind Ihre Lieblingsschuhe und wohin sind Sie mit diesen gegangen?“

Um hier gleich ein typisches Vorurteil zu bestätigen: Diese Frage lässt sich nicht einfach so beantworten. Frauen haben nicht nur ein Paar Lieblingsschuhe. Viel mehr ist eher so, dass alle Schuhe Lieblingsstücke sind. Und nie hat frau die passenden Treter zum Outfit. Das ist fast so wie mit Vasen. Egal, wie viele man hat, es ist nie die Richtige dabei. Hinzu zu fügen ist auch, dass die wenigsten Frauenschuhe zum (längeren) Gehen geeignet sind.

Ich erinnere mich da einen Theaterbesuch vor ein paar Jahren, bei dem ich Schuhe anhatte, die sich nur im stehenden und sitzenden Zustand tragen ließen, so dermaßen hoch waren die. Damit ich ohne gebrochene Gliedmaßen den Weg von und nach Hause überstehen würde, hatte mir extra ein zweites Paar Ballerinas eingepackt. Meine Füße schmerzten trotzdem höllisch am Ende des Abends. Da fragt Mann sich zu Recht, warum Frau sich so etwas antut. Zumal ich mir ziemlich sicher bin, dass es nicht wirklich elegant aussah, wie ich mit zusammen gebissenen Zähnen und wie auf Eiern gehend, ein Glas in der Hand balancierend, durch das Foyer tapste. Da hilft es auch nichts, wenn es sich dabei um sündhaft teure, spitzenbespannte Seiden-Peeptoes handelt. Was ich damit sagen will: Frauen – ich – lieben Schuhe auch deswegen, weil es zu jedem Paar eine Geschichte gibt und bei jedem Schuhkauf hat man ein bestimmtes Outfit im Kopf, zu welchem der Fund perfekt passt. Manchmal ist auch der Schuh, der einfach die Stimmung perfekt wiedergibt.

Bei einem gemeinsamen Einkaufsbummel mit meinem späteren Ex zu einer Zeit, als schon nichts mehr zu retten war, standen wir in einem Schuhladen und ich habe dieses etwas schrille Paar Riemchenpumps gesehen. Meine Begleitung schien sichtlich überrascht, dass ich etwas derart Ausgefallenes in Erwägung zog. „So was hätte ich Dir früher gern gekauft.“ Da wusste ich, dass ich nicht ohne aus dem Geschäft gehen konnte. Von daher sind Schuhe auch so etwas wie Lebensabschnittsgefährten, die wir oftmals viel länger pflegen als deren menschliche Namenspaten. Selbst Nancy Sinatra nutzte ihre Stiefel, um den Besungenen für seine Untreue und Lügen zu strafen, und mit eben diesen irgendwann über ihn hinweg zu laufen.

Zum Beispiel geht nichts über echte Lederschuhe mit gleicher Sohle. In meinem Besitz befindet sich ein Paar schwarze Loafers, die ich schon diverse Male habe besohlen lassen und unzählige Male neue Absätze verpasst habe. Aber sie sehen immer noch tadellos aus und tragen sich wunderbar. Wahre Galoschen des Glücks. Wobei diese ihren Trägern bekanntlich kein Glück gebracht haben. Was mich zu der Überlegung bringt, ob mir Schuhe schon jemals Glück gebracht haben. So wie bei Aschenputtel, die der Prinz an Hand des verlorenen Schuhs findet. Ok, ich habe noch nie nur einen Schuh verloren. Ist also fraglich, ob es dann mit dem Prinzen klappt. Und ich frage mich auch immer, wenn ich denn mal ein verlassenes Exemplar an zum Teil recht ungewöhnlichen Orten entdecke, wie man nur einen Schuh verlieren kann. Hat vielleicht mit dem gleichen Phänomen wie die Sache von dem einen Socken, der in den Tiefen der Waschmaschine verschwindet, zu tun. Gut, manche Dinge muss man einfach nehmen, wie sie sind.

Bei Schuhen ist das anders. Diese müssen dem Fuß schmeicheln und die Persönlichkeit des Trägers wiederspiegeln. Ich mag Schuhe, die bis zu einem gewissen Grad auffallen. Gern trage ich zu einem schlichten grauen Anzug rote Lackschuhe. Oder silberne Sandalen zum luftigen Sommerkleid. Oder pink-orange Pantoletten zur Jeans. Zum ausgeprägten Schuhtick fehlen mir allerdings das nötige Kleingeld und die richtige Schuhgröße. Bei einer 35 beschränkt sich das Angebot in einem normalen deutschen Schuhladen auf die Kinderabteilung. Bleibt also noch die Designerecke oder der Shoppingtrip in südlichere Länder, in denen Frauen mit dieser Größe offensichtlich zum Durchschnitt gehören. Noch spannender ist es, Schuhe im Internet zu kaufen.

Obwohl. Zu Beginn des Winters 2006 habe ich einmal Stiefel in meiner Größe dort erworben. Bis dato habe ich mich immer damit begnügt, eine 36 zu kaufen und Sohlen einzulegen. Ist im Winter und wenn man so wie ich immer schnell friert, nicht das Schlechteste. Sieht man ja auch nicht, anders als in Sandalen zum Beispiel. Die müssen eben passen. Die besagten Stiefel waren perfekt und sind es noch immer – sechs Winter später. Und demnächst werde ich sie aus ihrem Sommerlager hervor holen und mich daran erinnern, wie ich damals mit nigel-nagel-neuen Stiefeln nach New York zum Christmas Shopping geflogen bin und keine einzige Blase das Vergnügen geschmählert hat.

In die gleiche Kategorie fallen auch meine Wanderschuhe. Wahrhafte Namensvertreter, die ihren Zweck, nämlich Gehen, vollends erfüllen. Echte Siebenmeilenstiefel, gemacht, um die Welt zu erforschen. Vielleicht nicht so schicksalhaft, dafür annähernd so mühelos. Bergauf, bergab. Nur barfuss Laufen ist schöner. Überhaupt geht nichts über das Laufen mit bloßen Füßen. Sommers wie Winters fröne ich diesem, wenn ich zuhause bin. Hier und da gibt es auch Barfusspfade, bei denen die verschiedenen Untergründe ergangen werden können. In Schuhen selbst bin ich auch gerne barfuss. Daher zählen meine Uggs ebenso zum Kreis der Lieblingsschuhe wie Flip Flops. Beides keine Schuhe, die den Füßen wirklich schmeicheln, wenn wir mal ehrlich sind. Es ist also gar nicht so einfach, die perfekten Lieblingsschuhe zu finden. Genauso wie den perfekten Prinzen. Frau muss lange Suche. Von daher komme ich hierfür auf den namensgebenden Song zurück: “Are you ready boots? Start walkin’!”

Eure Kerstin

„Rolling Stone“ – der Stein des Anstoßes

Leseecke„Wenn Du ein Nomadenleben führen könntest, würdest Du es tun? Wohin würdest Du gehen? Wie würdest Du entscheiden? Wie würde Dein Leben ohne ‚Heimanthafen’ aussehen?“

Anfangs wollte ich es kurz und schlüssig machen: Ja. Wohin es mich gerade zieht. Hauptsache Berge. Perfekt. Und alle, die mich zumindestens ein bisschen kennen, würden dem zustimmen und sagen: „Das ist doch genau das, was Du willst.“

Aber dann kamen mir Zweifel, ob es tatsächlich so einfach zu beantworten ist und ob es tatsächlich so perfekt wäre. Würde ich nicht den Bezug zur Realität verlieren, wenn ich mich einfach so treiben lasse? Von Ort zu Ort ohne Anfang und ohne Ende. Immer irgendwo ankommen, mit dem Wissen, dass ein Weiterziehen bevorsteht. Keine Begegnung wäre von Dauer. Könnte ich überhaupt irgendeine Art von Bindung aufbauen? Hätte ich noch Interesse, die Menschen, denen ich begegne, kennen zu lernen? Mit wem würde ich meine Erlebnisse und Eindrücke teilen? Jedes mal würde ich bei null anfangen. Am Ende wäre mein Nomadendasein eine rastlose Hetze. Von einem lustigen Zigeunerleben keine Rede.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Eckpfeiler, auf denen unser Leben ruht: Essen, Schlafen/Wohnen, Arbeit und letztendlich das liebe Geld. Schließlich ist das Leben kein Film, bei dem die Darsteller irgendwie immer Geld zu haben scheinen, fast nie arbeiten und sich selten mit den alltäglich anfallenden Arbeiten plagen. Im wahren Leben finge so ein Unternehmen wohl erst mal mit der Frage an: Kann ich es mir leisten bzw. wie kann ich es mir leisten? Ziehe ich einen Ort, arbeite dort und lebe dann von dem Ersparten, um dann zum nächsten Ort zu ziehen usw.? Suche ich mir jedes Mal eine Unterkunft, oder habe ich ein mobiles Zuhause? Und wenn ich mein Hab und Gut immer mit mir mitschleppe, wie flexibel bin ich dann in Bezug auf die Wahl meines nächsten Zieles? Alles in allem steckt jede Menge Organisation und Planung dahinter, damit am Ende aus dem Traum nicht ein Albtraum wird und man ständig ums Überleben kämpfen muss. Die Alternative, völlig autark und unabhängig zu leben, ist bestimmt machbar, aber in Kombination mit einem Wanderleben scheint es mir eher wie ein Rückschritt ins Mittelalter. Vielleicht mag das bei diversen Urvölkern und in einsamen Gegenden noch praktikabel sein. Aber auch die leben in einer Gemeinschaft, deren Regeln sie befolgen. Als Einzelgänger stößt man da recht schnell an seine Grenzen. Vor allem in unserer westlichen Leistungsgesellschaft, wäre ich sicher ein Stein des Anstoßes. Würde man mich wie einen Exoten behandeln? Gar mit Misstrauen begegnen? Es ist doch vielmehr so, dass wir jedem skeptisch gegenüber treten, der sich nicht der Norm entsprechend verhält. Mit so jemandem stimmt doch etwas nicht. Hat vielleicht sogar Dreck am Stecken. Ein Zigeuner, Träumer und Tagedieb.

Letztendlich denke ich, dass das Leben auf Reisen voll gespickt ist mit der Vorstellung von Romantik und Abenteuer, aber es ist wohl eher harte Arbeit. Und doch ist es ein Traum und manchmal braucht es eben nur einen Stein, der alles ins Rollen bringt. In diesem Sinne mache ich in den nächsten 3 Wochen erst mal einen zeitlich recht begrenzten und überschaubaren Selbstversuch und wandere von Ort zu Ort.

Eure Kerstin