Tatort des Monats April

Im Universum gibt es ja bekanntlich keinen Pol ohne Gegenpol. Ergo ist es also irgendwie nur natürlich, dass auf Socken (siehe Tatort März) Schuhe folgen. Wobei zum einen der Tatbestand Schuhe diskutierbar wäre und zum anderen, ob diese Art Schuhe überhaupt Socken benötigt, was im Hinblick sowohl auf Funktion als auch Ästhetik zu betrachten wäre. Wie gesagt, das Universum verlangt immer nach einem Ausgleich der Kräfte.

Tatort: Schuhschrank20180423_155536.jpg

Tatbestand: Allroundschlappen

Tatortsäuberung: Tja, da lässt sich nichts mehr retten. Nach zwölf Jahren bleiben nur die schönen Erinnerungen unzähliger Hüttenwanderungen zurück, bei denen Sie als Hüttenschuhe und an Ruhetagen zum Einsatz kamen. Doch letztendlich war es die Gartenarbeit, die den Tretern den Gar ausgemacht hat. Schade, dabei hatte ich sie schon für meine nächste Wanderung eingeplant. Nun muss Ersatz her. Nicht zuletzt, um auch einen Ausgleich bei der anstehenden Schuhinventur zu schaffen. Bleibt nur die Frage: In welchen Wertstoffkreislauf muss ich die Schuhe entsorgen, um im Universum keine Kettenreaktion aufgrund einer Unausgeglichenheit zu sorgen?

Tatort des Monats August

Am besten lassen sich doch Tatorte reinigen, bei denen man nicht persönlich befangen, sprich betroffen, ist. Anderer Leute Probleme löst man bekanntlich schließlich auch viel besser und schneller als die eigenen. Also bin ich diesmal fremdgegangen. Wenn auch nur in einem anderen Zimmer…äh Universum, denn der Tatort befindet sich in der Hand des jugendlichen Mitbewohners. Es ist also Vorsicht geboten.

Tatort: Kinderzimmer

Tatbestand: Kleidung aller Art

Tatortsäuberung: Leichter als erwartet. Offenbar entwickelt man/frau den Hang zum Sammeln und Horten erst in einem späteren Lebensstadium. Obwohl es nach diversen Diskussionen, „das passt Dir doch aber noch“, eher eine Geschmacksfrage zu sein scheint und dieser ändert sich beim Nachwuchs öfter mal aus nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen. Insofern war die Ausbeute vor allem reichhaltiger als erwartet – siehe das einsame, einzelne T-Shirt, welches noch ein Bleiberecht ergattern konnte (es sind natürlich mehr T-Shirts noch im Fundus, allerdings in der Wäsche, denn der Wäschekorb liegt, egal wo er steht, immer näher als der Schrank, was einen wundert, aber nicht so ganz hierher gehört). Es sei der Jugend vergönnt, sich kleidertechnisch auszutoben und einen eigenen Stil zu finden.

Aber gut, beide Akteure sind ohne bleibende Schäden und Blessuren davon gekommen und die bevorstehende Zimmerrenovierung hat beim Bewohner für die nötige Motivation gesorgt. Wobei allerdings eher die Aussicht auf die Einnahmen aus dem Secondhand-Verkauf der Grund für die Großzügigkeit waren. Na, wenn sich da mal nicht jemand bei der Beweisaufnahme verrechnet hat.

Tatort des Monats Juli

Eigentlich ist es ein Tat- und Fundort gleichzeitig, nur an verschiedenen Stellen.

Tatort: Küche

Tatbestand: Kaffeemühle

 Tatortsäuberung: In meinem Beitrag „umgedacht und aufgestellt“ hatte ich die Tat schon angekündigt. Nun wurde der Energiesklave gegen ein handbetriebenes Modell, welches auf dem Flohmarkt erspäht und in der zweiten Verhandlungsrunde erstanden wurde, vorsätzlich ausgetauscht. Und nachdem die Reinigung mit Reis und die Überprüfung der Funktionstauglichkeit einen erfolgreichen Abschluss gefunden hat, darf die elektrische Schwester in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Nun heißt es Bewährungsprobe für die Nachfolgerin und bis zur Entscheidung über das weitere Verfahren darf die Kaffeemühle vorerst im Keller stehen bleiben.

 P.S.: Als stolzer neuer Besitzer einer handbetriebenen Maschine diesmal ein Bild des Fundstücks.

Tatort des Monats Oktober

BuchgesellschaftIm digitalen Zeitalter vielleicht gar nicht so abwegig: Ein virtueller Tatort.

 Tatort: Internet, genauer gesagt WordPress.

 Tatbestand: Blog der Buchgesellschaft.

 

Tatortsäuberung: Aufgrund persönlicher Befangenheit, zieht sich der Prozess in die Länge, aber mein bzw. unser Blog „Die Buchgesellschaft“ wird die nächsten Tage abgeschaltet. Die Gesellschafter werden selbstverständlich weiterhin lesen und vor allem leben.

Tatort des Monats September

Ich glaube, das ist eine Premiere: Ein ungeplanter, unfreiwilliger Tatort.2016_09

 Tatort: Irgendwo auf dem Weg zwischen Büro und Bahnhof.

 Tatbestand: Schal (leider nur ein Tatortfoto verfügbar)

Tatortsäuberung: Erübrigt sich sozusagen. Leider. Da ich den Zug erreichen musste und mal wieder auf den letzten Drücker (das mache ich noch schnell fertig) aus dem Büro gestürmt bin, wurde bei gefühltem Tempo 50km/h mit dem Fahrrad die Verspätung wett gemacht. Ohne Rücksicht auf Verluste, wie ich am Bahnhof feststellen musste. Natürlich blieb keine Zeit mehr, um zurück zu fahren. Und wie erwartet blieb auch die spätere Inspektion nach der Rückkehr erfolglos. Sehr schade und traurig. Der Schal war wirklich schön und kuschelig. Warum es immer die Lieblingsdinge sind, die man verliert, ist mir ein Rätsel. Nun wird der Staffelstab eben an einen anderen Schal weitergegeben. Sind ja noch genug da, wie ich beim Blick in die Schublade feststellen konnte.

 

 

 

Tatort des Monats März

Die Zeiten der kalten Buffets und Häppchen mit Eivariationen sind (glücklicherweise) vorbei – mindestens seit den späten 70er Jahren – und Eier koche ich grundsätzlich schon immer nach Gefühl. Wie Berta eben. Ihr kennt Berta nicht? Dann am Ende auf den Link klicken. Viel Spaß!

Tatort: Küche.

Tatbestand: Eieruhr und Eierschneider.20160222_153200.jpg20160312_135202.jpg

Tatortsäuberung:

Die Eieruhr ist ja eigentlich eine Haarfärbeuhr. Ist aber auch egal, da sie weder zum einen noch zum anderen taugt. Ist nämlich kaputt. Also hinfort damit.

Tja, und was den Eierschneider betrifft. Keine Ahnung, warum ich den jemals in mein Haus gelassen habe. Nun ist jedenfalls die Aufenthaltsgenehmigung aufgrund unzureichendem Einsatz abgelaufen und er muss sich eine andere Bleibe suchen. Bei Interesse bitte melden. Ansonsten wird er den Weg in den Wertstoffhof antreten.

 

Und hier kommt Berta, ihr Mann und das Frühstücksei.