Ankerplatz

Auftakt: Eine Sechs-Wort-Geschichte:

Ich bin die Hoffnung. Ich lebe.

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Vor Anker gehen. Kein Hafen in Sicht. Angreifbar sein. Ohne den schützenden Rückhalt einer Kaimauer. Ein Hafen hingegen lässt nur eine Option zur Flucht offen.

Vor Anker gehen. Das bedeutet aber auch: Ungetrübter Blick. Nach allen Richtungen offen sein, bereit für Neues, für Unerwartetes und gleichzeitig doch einen festen Halt zu haben, verbunden mit der Erde.

In den Hafen einlaufen. Zurückkehren. Schutz und Rückzugsort. Heimat. Zur Ruhe kommen. Innehalten. Verbundenheit und Vertrautheit, die das Leben unbeschwert machen. Eine andere Art von Freiheit.

Du, der Du der Anker für mein Herz bist. Du, der Du der Hafen für meine Seele bist.

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Schlusswort: Eine Sechs-Wort-Geschichte:

Liebe mich. Ich bin die Hoffnung.

Sechs Wörter für die Zukunft

Leseecke

Schreibe eine sechs-Wort-Geschichte, von der Du denkst, dass Sie Deine Zukunft beschreibt.

Der Sache mit der Zukunft hatte ich mich ja schon mal in meinem Beitrag „Lebenslinien“ genähert. Und nun also der nächste Versuch, es von einer anderen Warte zu betrachten.

Das Leben, respektive die Zukunft in sechs Wörtern einfangen – keine leichte Aufgabe. Schließlich wollen wir alle ein reichhaltiges, abwechslungsreiches, spannendes und einzigartiges Leben. Und da sollen sechs Wörter diesen Kosmos an Möglichkeiten und Unwahrscheinlichkeiten abdecken?

Nun, es ist eigentlich gar nicht so schwer und manchmal lassen sich sogar ganze Geschichten damit erzählen.

Anschluss verpasst. Seelenanker gesucht. Ausgang ungewiss.

Probiert es ruhig selbst einmal. Selbst Hemingway schrieb einmal eine solche: „For sale: baby shoes. Never worn.“ Diese Übung wird im Übrigen immer wieder gern als Schreibaufgabe eingesetzt. Wobei es hauptsächlich eine Hirnaufgabe ist. Hirngespinste eben. Und es erstaunt mich ebenso immer wieder, wieviel man mit nur sechs Wörtern aussagen und ausdrücken kann.

Eure Kerstin

P.S.: Die Leseecke verdankt ihren Ursprung den Schreibaufgaben/Übungen im „The Daily Post“. Info für alle, denen „The Daily Post“ kein Begriff ist: Hierbei handelt es sich um eine Website von wordpress.com (wo auch mein Blog registriert ist), auf der täglich Themen, Fragen und Aufgaben an alle Nutzer verteilt werden, die man dann über den eigenen Blog verarbeiten kann.