Sieben auf einen Streich – Die Herausforderung

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Vor einiger Zeit wurde ich nominiert. Im Grunde ist es aber schon deutlich mehr als einige Zeit her. Meine Freundin und Mitbuchgesellschafterin Ines war bei der Bücherhallenge „Sieben Lieblingsbücher in sieben Tagen“ dabei und hat dann den Staffelstab an mich übergeben. Nun möchte man meinen, dass es kein allzu großes Problem sein sollte, die eigenen Lieblingsbücher auszuwählen, besonders wenn man zur Gattung der Leseratten gehört.

Aber genau da liegt die Krux begraben, denn plötzlich wurde der Stapel der Favoriten immer größer. Nahezu überlebensgroß. Die Auswahl der glorreichen Sieben schien ein echtes Hindernis zu sein. Warum sieben? Warum nicht drei? Oder zehn? Die Entscheidung wurde mit Woche zu Woche schwerer.

Das Gute daran war, dass ich unzählige Werke, nach zum Teil langer Zeit, wieder einmal gelesen habe. Ich glaube, der zwischenzeitliche Rekord lag bei drei Büchern pro Woche. Der Nachteil: Oftmals war ich enttäuscht und überrascht, da ich das eine oder andere Werk weitaus besser in Erinnerung hatte. Wie sich Geschmäcker doch verändern und das Gedächtnis die eigene Erinnerung manipuliert.

Schließlich mein Versuch, diverse Kriterien einzubauen: Verschiedene Jahre (Erscheinung/Lesen), unterschiedliche Genre, in Verbindung mit bestimmten Ereignissen. Das Ergebnis war eher unbefriedigend.

Irgendwann war die Auswahl eingegrenzt und ich musste feststellen, dass ich doch im Grunde ein ziemlicher Mitläufer bin, wenn es um Lieblingsbücher geht. Irgendwie unterscheide ich mich da gar nicht so sehr von der breiten Masse. Und noch eine Erkenntnis: Klassiker sind nicht umsonst zu diesen geworden.

Danke, liebe Ines, für diese wirklich nicht leichte Aufgabe, welche ich nun nach sieben Monaten endlich zu Papier bringe.

Vorhang auf für meine Sieben. Und alle auf einen Streich.