Ankerplatz

Auftakt: Eine Sechs-Wort-Geschichte:

Ich bin die Hoffnung. Ich lebe.

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Vor Anker gehen. Kein Hafen in Sicht. Angreifbar sein. Ohne den schützenden Rückhalt einer Kaimauer. Ein Hafen hingegen lässt nur eine Option zur Flucht offen.

Vor Anker gehen. Das bedeutet aber auch: Ungetrübter Blick. Nach allen Richtungen offen sein, bereit für Neues, für Unerwartetes und gleichzeitig doch einen festen Halt zu haben, verbunden mit der Erde.

In den Hafen einlaufen. Zurückkehren. Schutz und Rückzugsort. Heimat. Zur Ruhe kommen. Innehalten. Verbundenheit und Vertrautheit, die das Leben unbeschwert machen. Eine andere Art von Freiheit.

Du, der Du der Anker für mein Herz bist. Du, der Du der Hafen für meine Seele bist.

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Schlusswort: Eine Sechs-Wort-Geschichte:

Liebe mich. Ich bin die Hoffnung.