Tatort des Monats Juli

Die WM ist vorbei. Auf zu neuen Ufern. Und weg mit den WM-Fanartikeln und Werbematerialien.2014_07

Tatort: Wohnung

Tatbestand: WM-Spielplan (hier nur ein Ausschnitt). Werbeartikel, bei dem man Fußballtrikots der einzelnen Länder immer ja nach Weiterkommen neu stecken kann. Bis zum Finale.

Tatortsäuberung: Nachdem es wohl wieder 24 Jahren dauern wird, bis Deutschland wieder die WM gewinnt, sollte ich es eigentlich aufheben. Wer weiß, ob ich dann noch in der Lage bin, einer spannenden Partie zu folgen. Aber nachdem ich nun nicht zu den großen Fußballfans dieser Welt gehöre, ab zum Altpapier. Adios, Brazil! Schön war’s!

Tatort Schreibtisch, Tag 24

Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Insofern müssen Musikpräferenzen nicht unbedingt etwas über den Menschen aussagen. Können sie aber.

Tatort: Schreibtisch, Schublade.24 Tag

Tatbestand: Eintrittskarten zu verschiedenen Konzerten und anderen musikalischen Veranstaltungen. Eine ziemlich wilde Mischung, würde ich sagen.

Tatortsäuberung: Kurzzeitige Überlegung, ob als Lesezeichen verwendbar, wurde verworfen, da auch bei den Lesezeichen Überfluss besteht. Also ab ins Altpapier. Das nächste Konzert kommt bestimmt bald.

Tatort Kleiderschrank, Tag 17

Da so ein Kleiderschrank oft einer kleineren Boutique ähnelt, habe ich mich entschlossen, alles in einem Aufwasch aus zu sortieren. So eine Reduzierung fühlt sich gut an. Hat Claudia Dahinden in ihrem Beitrag „Reduce to the max – warum es cool ist, ein Minimalist zu sein“ schon erkannt. Deswegen stellvertretend für alles, was ich bei meiner Aktion mal-sehen-wann-der-Kleidercontainer-seinen-Geist-aufgibt-weil-voll“ zur Weiterverwertung gebracht habe.17 Tag

Tatort: Schlafzimmer, Kleiderschrank.

Tatbestand: Matrosenschal. Wie sollte es anders sein: So gut wie neu, da nahezu nie getragen.

Tatortsäuberung: Auch wenn es heißt, Streifen gehen immer, bin ich bei der Kombination mit gestreiftem Schal schlichtweg überfordert. Zusammen mit allen anderen Stücken große Fuhre zur Altkleidersammlung unternommen.

Tatort Abstellraum, Tag 11

Heute ist die Partykiste dran. Hört sich spektakulärer an als es ist. Eigentlich ein Sammelsurium an saisonalen Partyartikeln wie Luftballons, Luftschlangen, Leuchtstäben, Lampions usw.. Stammt aus Zeiten, als man den Gästen sein gutes Geschirr nicht so ohne Weiteres anvertrauen wollte bzw. es sich nicht leisten konnte, im Falle eines Zubruchgehens für Ersatz zu sorgen. Vielleicht waren die Partys auch schon mal wilder.11 Tag

Tatort: Abstellraum, Partykiste.

Tatbestand: Bunte Plastikbecher.

Tatortsäuberung: Da die Becher eckig sind, kann man nur 100% nüchtern daraus trinken und selbst dann ist die Flüssigkeitsaufnahme ein heikles Unterfangen. Der Designer läuft mir also besser nicht über den Weg. Die beiden blauen Becher hebe ich auf. Als Zahnputzbecker und als Stiftköcher. Für die süßen, rosa Selbst-Bekleckerungsbehälter und türkisen Brüder heißt es Abschied nehmen.

Und siehe da: Doppeljackpot11_II Tag

Noch mehr Plastikbecker. Diesmal allerdings Einweg.

Tatortsäuberung: Wird ab sofort das Glas auf dem Esstisch ersetzen, bis keines mehr übrig ist. Und schon sind sie weg. So einfach geht das.

Tatort Abstellraum, Tag 10

Vorweg ein Geständnis: In einem anderen Leben war ich Hexe. Damals habe ich allerlei „Hilfsmittel“ zum Beschwören der Geister hergestellt und mit abstrusen Ritualen meine Umwelt zu beeinflussen versucht. Heute mache ich das direkt und ohne Umschweife. Funktioniert auch nicht besser oder schlechter als die Sache mit der Zauberei.10 Tag

Tatort: Abstellraum, Dekokiste.

Tatbestand: Selbst geflochtenes Stoffband.

Tatortsäuberung: Am besten wäre, theatralisch verbrennen, auf einem Scheiterhaufen. Leider wird das meinen Nachbarn wohl eher weniger gefallen. Käme noch ein angemessenes Begräbnis in Frage, wenn nicht der Boden gefroren wäre. Wird daher in das, was es einmal war, zurück verwandelt. Bunte Geschenkbänder. Glücklicherweise ist demnächst Weihnachten und somit perfekt weiter verwertet.