Tatort des Monats April

Im Universum gibt es ja bekanntlich keinen Pol ohne Gegenpol. Ergo ist es also irgendwie nur natürlich, dass auf Socken (siehe Tatort März) Schuhe folgen. Wobei zum einen der Tatbestand Schuhe diskutierbar wäre und zum anderen, ob diese Art Schuhe überhaupt Socken benötigt, was im Hinblick sowohl auf Funktion als auch Ästhetik zu betrachten wäre. Wie gesagt, das Universum verlangt immer nach einem Ausgleich der Kräfte.

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Tatbestand: Allroundschlappen

Tatortsäuberung: Tja, da lässt sich nichts mehr retten. Nach zwölf Jahren bleiben nur die schönen Erinnerungen unzähliger Hüttenwanderungen zurück, bei denen Sie als Hüttenschuhe und an Ruhetagen zum Einsatz kamen. Doch letztendlich war es die Gartenarbeit, die den Tretern den Gar ausgemacht hat. Schade, dabei hatte ich sie schon für meine nächste Wanderung eingeplant. Nun muss Ersatz her. Nicht zuletzt, um auch einen Ausgleich bei der anstehenden Schuhinventur zu schaffen. Bleibt nur die Frage: In welchen Wertstoffkreislauf muss ich die Schuhe entsorgen, um im Universum keine Kettenreaktion aufgrund einer Unausgeglichenheit zu sorgen?

Spieglein, Spieglein an der Wand

Bei Schminke&Co. muss ich zugeben, dass ich noch nicht so ganz da bin, wo ich hinmöchte. Liegt wohl auch daran, dass dies eines der letzten Bereiche in meinem Schönheitslabor ist, über das ich mir Gedanken gemacht habe.

Und obwohl ich nahezu nie ungeschminkt aus dem Haus gehe, halten die Vorräte oft sehr lange. Das mag der Grund sein, weshalb ich noch keinen allzu großen Handlungsbedarf gesehen habe.  Zudem gehören manche Hilfsmittel nicht in mein Arsenal. Lippenstift und Kajal zum Beispiel. Nagellack auch nur immer Sommer für die Zehen. Wegen der schönen Schuhe.

Mascara und Abdeckstift sind schon einige Zeit erfolgreich im Einsatz. Einziger Nachteil beim Mascara ist, dass es nicht wasserfest ist. Gut, erleichtert das Abschminken. Da aber meine Augen dazu neigen, zu tränen, wenn es kalt und/oder windig ist, wäre mir eines mit etwas mehr Haftung lieber.

Nahezu alle Produkte kommen in Plastik über den Ladentisch. Wahrscheinlich schwierig, dies anders zu lösen. Einzig manche Make-up Mousse Varianten werden im Glastiegel mit Plastikdeckel verkauft. Dahingehend muss ich meine Suche wohl noch ein bisschen ausdehnen. Ein kleine Versuchswerkstatt ist jedenfalls schon eingerichtet.

Kosmetik

Manche Artikel riechen, ich will nicht sagen unangenehm, aber auch nicht wirklich lecker. Unsere Nasen sind eben auch schon an die ganze Chemie gewöhnt.

Apropos Nase: Die Autorinnen von „Besser leben ohne Plastik“ empfehlen Spenderboxen anstelle von Taschentüchern. Schon ganz gut, kann ich aber noch toppen. Ist aber Glücksache. Denn in der Erbmasse meiner Großtante befanden sich absolut niedliche Taschentücher mit Häkelspitze. Selbstgemacht. Die lagen lange Zeit in meiner Schublade, weil ich es nicht übers Herz gebracht habe, mich von Ihnen zu trennen. Tja, und nun sind sie Bestandteil meiner Handtaschensammelsuriums.
Was meint Ihr? Hat was, oder? Vor allem Stil, wenn man diese an die tränenüberflutete Freundin reichen kann.

Taschentücher

Und wo wir beim Thema Zellstoffverbrauch sind, noch ein paar Sätze zum stillen Örtchen: Den Jahresbedarf an Toilettenpapier kann man in Einzelblattpackungen anliefern lassen. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Abnahmemenge kennt und dann auch die Lagerkapazitäten hat. Finde ich an sich aber eine interessante Idee. Laut oben genanntem Buch soll der Verbrauch so um 40% gegenüber Rollennutzung sinken. Kommt natürlich auch darauf an, wie viele Blätter man so von der Rolle reißt, würde ich sagen.

Ein unglaublich großer Posten bei der Müllproduktion entfällt auf Handtuchrollen. Inzwischen gibt es ja schon viele Toiletten, in denen Stoffrollen durchlaufen oder Gebläse die Hände trocken föhnen, aber genauso oft findet man auch Einmaltücher. Vor ein oder zwei Jahren ging bei mir in der Firma dazu ein Video rum, wie man den Verbrauch reduzieren kann, das möchte ich Euch nicht vorenthalten. Und es ist tatsächlich so, dass man beim nächsten Gang daran denkt und es ausprobiert. Was soll ich sagen, es funktioniert.

Zum Abschluss des Kapitels Kosmetik und Hygiene folgt morgen noch eine kurze Zusammenfassung. Wenn jemand noch einen Wunsch zu dem Thema hat, gerne schreiben, dann baue ich das noch mit ein.

Also dann, action!
Eure Kerstin

Haut wie Samt und Seide

Cremes und Lotionen sollen in erster Linie die Haut schützen und nicht zukleistern. Wobei das ja vor allem in der dekorativen Kosmetik bei vielen eher eine Gefahr darstellt. Hier soll es nun aber um Cremes für Körper, Gesicht und Hände sowie Deodorants gehen.

Angefangen hatte es bei mir ja mit dem Deo, worüber ich in meinem Beitrag „Die Sache mit der Handcreme“ schon mal geschrieben hatte. Vor etwa vier Jahren waren die Regale bei weitem noch nicht mit einer solchen Auswahl an aluminiumfreien Deos bestückt, wie das inzwischen der Fall ist. Meine Freundin und ich haben damals eine Menge probiert und waren oft sehr unzufrieden.

Hauptkritikpunkt – auch nach wie vor – ist, dass diese Deos eben nicht trocken halten und wenn es stressig wird, empfinde ich es nicht so angenehm, mich mit nassen Achseln und Flecken unter den Armen in der Öffentlichkeit zu präsentieren.  Damals bin ich bei Sophia über das „Rezept“ für ein Luxus-Creme-Deo zum Selbermachen gestolpert. Das Ergebnis ist im Grunde ganz gut. Vom Duft (Salbei) bin ich jetzt nicht so begeistert und auch die Tatsache, dass es einen weißen Film auf Haut und Kleidern hinterlässt, finde ich nicht so ganz optimal. Aber es geht und ich benutze es auch weiterhin.

Warum ich kein begeisterter Anhänger der Selbstherstellung bin? Nun, irgendwoher muss man die Zutaten ja auch besorgen. Manches führen Reformhäuser und Apotheken. Aber es gibt Dinge, die muss man online bestellen. Dann gibt es wieder Versandkosten (ärgerlich, wenn die teurer sind als der Inhalt) oder einen Mindestbestellwert (verleitet zum ungenutzten Mehrkauf). Ihr wisst schon, worauf ich hinaus will. Dinge, die vor Ort nicht verfügbar sind, gibt es mit Sicherheit woanders. Mit dem Internet holt man sich seine Bedürfnisse in die eigenen vier Wände.

Zudem produzieren alle Varianten wiederum zusätzlichen Verpackungsmüll. Das Pulver kommt in der Plastiktüte, das Öl gibt es im Fläschchen und so weiter. Und wenn es ganz dumm läuft hat man Reste. Schließlich kann man in der Apotheke nicht sagen: „Ich hätte gern einen Teelöffel davon und zwei Esslöffel davon.“ Das nur so nebenbei.

Nach den ersten Deoversuchen, wurde ich dann in der Apotheke bei der Marke Nuxe fündig. Vom Geruch und auch sonst gefällt mir dies im Grunde für mich am besten. Allerdings ist es wieder eine Plastikverpackung. Nun suche ich also mal wieder ein bisschen rum. Man muss eben ausprobieren. Wie sagte ich schon mal in „Hautnahe Einblicke“: Fertig ist man ja irgendwie nie so ganz.

Bei Gesichtscremes stehen inzwischen auch meine Favoriten fest.

Cremes

Leider ist das von Lavera in einem Plastiktiegel und enthält Palmöl. Da orientiere ich mich also höchstwahrscheinlich noch mal um.
Für den Körper und die Hände habe ich leider auch noch keine plastikfreie Sorte für mich entdeckt. In fast allen ist auch Palmöl enthalten, was wirklich oft nicht zu erkennen ist bzw. wähnt man sich „sicher“, wenn man die Qualitätsgarantien so liest.

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Wäre schön, wenn die Hersteller hier, ähnlich wie bei der Aluminiumangabe in Deos nachziehen und auch das entsprechend bewerben. Das Thema Nachhaltigkeit, Bio und Umwelt ist eben immer auch eine Entwicklung durch Tun. Man testet, verwirft, fängt neu an. Darauf muss sich einstellen.

In dem Buch „Besser leben ohne Plastik“ steht, dass Kokosöl universell einsetzbar ist. Als Deo, Haarspülung, Rasierschaumersatz, Make-up Entferner und es kann auch in einer Bodylotion mitverarbeitet werden. Darüber hinaus ist es antibakteriell, hilft bei Sonnenbrand, sprödem Haar, Herpes, ist gut gegen Stechmücken und Zecken. Ich bin versucht, das tatsächlich auszuprobieren. Dazu noch der Hinweis der Autorinnen, dass man auf Bioqualität und den Verzicht von Emulgatoren und Konservierungsstoffen achten soll.

In besagtem Buch stehen im Übrigen auch eine Vielzahl an gut klingenden Ideen zum Selbermachen drin. Wäre also doch einen Versuch wert, wenn ich es so recht nachdenke.
Schön, dann bleibt noch die dekorative Kosmetik. Die gibt es morgen.

Also dann, action!
Eure Kerstin

P.S.: Bei Oliveda ist, soweit ich das beurteilen kann, alles in Glasflaschen. Das hat seinen Preis. Wobei hier mit prominenter Unterstützung geworben wird. Das kostet eben. Tja, und Palmöl ist auch drin. Da hilft dann auch die schöne Verpackung nichts.