Tatort des Monats November

Der Winter ist nun doch nicht mehr zu verleugnen. Zeit für eine Bestandsaufnahme im Kleiderschrank. Wie es ausgegangen ist, kann man unten nachlesen.

Tatort: KleiderschrankSchal

Tatbestand: Schals (Achtung: Mehrzahl)

Tatortsäuberung: Letztes Wochenende waren der jugendliche Mitbewohner und meine Wenigkeit shoppen. Also, eigentlich hat er geshoppt, während ich mit Bezahlen beschäftigt war. Am Ende war das Budget nahezu und die Mama vollends erschöpft, so dass als Belohnung für den Geldgeber nur noch ein Schal rausgesprungen ist. Allerdings dieser auch nur unter dem Zugeständnis an den Partner, der aufgrund einer Fußballübertragung – wenigstens wurde die Kreditkarte geschont – befreit war, dass ich einen dafür abgebe. Fairplay einmal anders. Gesagt, getan. Sogar mehr als das. Ich würde fast so weit gehen und behaupten, die Weihnachtsgeschenke sind damit auch schon abgedeckt.

Tag 29: Richtungsänderung

Tag 29Nachdem ich nun den ganzen Tag über der Aufgabe gebrütet habe und mir auf Teufel komm raus, keine fünf Dinge eingefallen sind, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich lieber klein anfange und mich auf das konzentriere, was mir am wichtigsten ist. Wobei wichtig so nicht ganz stimmt. Vielleicht sollte ich eher von einer wesentlichen Sache reden. Und eine Sache liegt mir dabei ganz besonders am Herzen: Männer. Oder viel mehr gesagt, die falschen Männer.

Erfahrungsgemäß sucht man/frau sich ja immer den gleichen Typ aus. Dabei ist es oft völlig gleichgültig, welche äußeren Merkmale auf einen anziehend wirken. Wenn ich da meine Historie so anschaue, dann war da so ziemlich alles dabei: Groß/klein, blond/braun. Doch vom Typ her immer so ziemlich gleich. Ob das nun ein Vater-/Mutterkomplex ist oder sonst wie genetisch vorbestimmt ist, will ich hier gar nicht weiter ausführen. Ich denke, da macht so jeder seine eigenen, immer wiederkehrenden Erfahrungen. Und das will ich eigentlich wirklich nicht mehr.

Zwar war ich immer in der Lage, noch den Absprung zu schaffen, bevor es zum Absturz kam, aber bis dahin sind viele unschöne Dinge passiert und jede Menge Tränen geflossen. Ich will nicht sagen, ich hatte sie alle, aber die Bandbreite der Dinge, die sich Menschen einander antun können, ist schon recht groß. Ich kann ohne schlechtes Gewissen sagen: Danke, das hatte ich schon. Muss ich nicht wieder haben.

Nie wieder möchte ich die Leidtragende sein. Das habe ich mir schon oft geschworen, um dann doch wieder ins Verderben zu laufen. So einfach lässt sich das Beuteschema eben nicht umpolen. Liegt vielleicht auch daran, dass man sich dann selbst erst mal ändern muss, um bei der Partnerwahl einen anderen Deckel auszuprobieren. Keine leichte Aufgabe, die Richtung zu ändern. Und deswegen bleibt es bei dem einen Punkt.

 

Na, dann bis morgen, Kerstin