Lage(r)gespräche reloaded

Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Unaufhaltsam und gleichzeitig verständlicherweise.

„Mami, können wir bitte die Schuhe bestellen? Ich weiß, die sind teuer, aber das ist eine limited Edition.“
Ich entscheide mich, ein Ablenkungsmanöver zu starten und rede von irgendetwas anderem und davon, dass es jetzt wirtschaftlich ziemlich schwierig werden könnte und überhaupt. Dann der Klassiker unter den Fragen des Nachwuchses.
„Warum?“
„Also, ich mache mir hin und wieder schon Gedanken wegen des Darlehens. Weil, mal angenommen, wenn ich meinen Job verliere, dann wird die Bank ganz schnell auf der Matte stehen…“
„Weil Ihr auch alle so deutsche Kartoffeln seid.“
Hm, komischer Vergleich, aber mal sehen, wohin das führt, wenn jemand, der mit Hilfe von Taschengeld, Oma und ein bißchen Hausaufgabennachhilfe einen auf dicke Hose macht und in einer ähnlichen Diskussion meinte, dass Sparen Unsinn sei, weil, das Geld müsse unter die Leute.
„Es gibt für mich nur drei Formen von Schulden. Erstens: Schulden, weil man kein Geld hat (Anm.: d.R.: um sich etwas zu kaufen). Zweitens: Schulden, weil man nicht genug Geld hat (Anm: d.R.: um etwas direkt und ganz zu bezahlen).“
Ich finde ja, da ist irgendwie kein großer Unterschied, halte aber lieber mal den Mund. Kartoffeln sind ja eh eher nicht so die Quasselstrippen und stecken gerade in der Krise, weil die Leute nicht genug Pommes essen.
„Wenn also nun nach der Krise das Geld nichts mehr wert ist, dann sind die Schulden ja auch weniger.“
„???“
„Deswegen: Können wir bitte die Schuhe kaufen, weil die steigen im Wert.“
„???“

Ich frage mich immer noch, was die Jugend heutzutage eigentlich in der Schule so lernt. Wobei, wenn der Unterricht nur virtuell bis gar nicht stattfindet, dann macht die Argumentationskette natürlich Sinn. Irgendwie. Schade nur, dass ich wohl nie erfahren werde, was die dritte Form der Schulden ist.

***

„Mami, wie ist das eigentlich, wenn man in einem Kampfjet fliegt? Hört man da ständig den Knall, wenn man die Schallmauer durchbricht? Und die eigene Stimme? Und ist es da nicht irre laut?“
„Keine Ahnung. Kann ich nur aus meiner Warte als Konsument von Top Gun beurteilen und da gab es kein Rauschen oder andere Störgeräuche im Cockpit. Mal abgesehen von Tom Cruise. Von daher eigentlich eher nicht, denke ich.“
„Ich glaube, das könnte ich mir auch gut vorstellen, so als Beruf.“
„Kampfjetpilot? Oder Schauspieler?“
„Ja.“
„???“

Schon klar, ist ja auch total naheliegend und vor allem von der Ausblidung und den Anforderungen her fast identisch.

***

„Mami, ich habe so einen Online-Test gemacht.“
„Aha.“
„Ja, weil ich ja schon so darüber nachdenke, was ich mal machen soll.“
„Sehr schön. Und? Was ist dabei rausgekommen?“
„Ich bei ein Debateur.“
Wow, die künstliche Intelligenz ist genauso schlau wie ich.
„Aber…manches passt voll und bei anderen Punkten sehe ich das anders.“

Debateur. 120%. Deutelt sogar an der Auswertung der eigenen Antworten rum.

***

„So, jetzt ist es amtlich: Maskenpflicht. Kannst Dich schon mal drauf einstellen.“
„Echt jetzt?“
„Ja, im öffentlichen Nahverkehr und in den Geschäften. Du kannst auch Dein Bandana nehmen, es muss keine Maske sein.“
„Hey, kann ich so eine Sturmmaske haben?“

Meine Assozation mit der Terroranschlagstheorie aus Lage(r)gespräche 2.0 plus der Kampfjetpilotberufswunsch hiermit in den Zusammenhang zu setzen, ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber beunruhigend ist es doch irgendwie. Aber auf die Diskussion lasse ich mich besser nicht ein. Schon gar nicht mit einem, der sich als Debateur Karriere machen will.

***

„Mami, ich habe für morgen kein T-Shirt mehr zum Anziehen.“
„Ich hatte Dir auch gesagt, dass Du den Wäschekorb zur Waschmaschine bringen sollst und sortieren. Jetzt steht er immer noch hier, mitten im Gang. Das ist doch echt nicht zuviel verlangt.“
„Ja, aber das ist lohnt sich doch nicht, da kommt immer wieder Wäsche dazu.“

Willkommen in meinem Leben kann ich da nur sagen.

***

„Mami, muss ich jetzt, wenn ich in die Bank gehe, auch eine Maske tragen?“
„In der Theorie ja, aber ich weiß nicht so genau, ob das nicht auch eventuell missverstanden werden könnte? Vielleicht keine wirklich optimale Idee.“
„Können wir bitte eine Sturmmaske kaufen?“
„Wie wäre es, Du gehst erst nach Schalterschluß in die Bank, um Geld am Automaten zu holen.“

Langsam überkommt mich doch ein leicht mulmiges Gefühl. Irgendwas ist da in der Erziehung nicht ganz rund gelaufen. Ich hoffe, im Fall der Fälle können wir auf mildernde Umstände und Jugendstrafe plädieren.

***

„Mami, Du musst Dir das Video von dem Typen anschauen. Ich schmeiß mich weg. Auf die Frage, ob die Erde rund oder flach ist, sagt er ‚weder noch‘.“
Gesagt, getan. Es ist wirklich haarsträubend bizarr.
„Na ja, vielleicht ist die Erde ja wirklich eine Scheibe.“, erlaube ich mir zu bemerken.
„Nein, weil wenn man in die Sonne schaut, dann sieht man, dass es eine Kugel ist.“
„Also, wenn man in die Sonne schaut, sieht man erst mal gar nichts und dann ist man blind. Nehmen wir den Mond. Wenn ich nun so den Mond anschaue, dann sehe ich eine Scheibe, ganz ehrlich, keine Kugel.“
„Ja, aber wie soll denn dann sich alles um die Sonne drehen?“
„Vielleicht stimmt das ja gar nicht und es dreht sich doch alles um die Erde. Oder alles steht still und jeden Abend und Morgen lässt jemand die Rolläden runter und wieder hoch. Et voilá, die Sonne scheint.“
„…“

Jackpot, der Debateur ist sprachlos. 1:0 für mich. Wer braucht da noch die Bundesliga? Die spannendsten Partien finden in diesen Tagen am Küchentisch statt.

Licht am Ende

Und damit soll der Ausflug ins Lager enden, schließlich ist Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Ziemlich schummrig, aber immerhin.

Lage(r)gespräche 2.0

Inzwischen ist die Lage im heimischen Lager bisweilen doch recht angespannt und zuweilen kurz vor der Eskalation, denn sowohl meine Nerven als auch Zurechnungsfähigkeit schwinden so nach und nach.

Lagergespräche

Wir erinnern uns, in den Lage(r)gesprächen wurde beschlossen, dass nur noch einmal die Woche eingekauft wird und auch nur das, was auf dem Zettel steht. Schnitzel waren gewünscht.
„Morgen gibt es Schnitzel. Alles klar?“
„Mmph“
Einen Tag später
„Mami, was gibt es zu essen?“
„Schnitzel, habe ich Dir doch gestern schon gesagt.“
„Ach ja. Lecker.“
Etwa eine halbe Stunde später
„Mami, was gibt es eigentlich heute zum Essen?“
„Das gleiche wie vor einer halben Stunde: Immer noch Schnitzel.“
„Stimmt. Manchmal erschreckt es mich schon, wie wenig ich Dir zuhöre.“

Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Man muss nur daran glauben.

***

„Mami, morgen gehe ich beim B. Basketball spielen.“
„Du weißt schon, dass Basketball jetzt nicht gerade ideal ist, so von wegen Abstandsregel und Kontakt nur mit Menschen aus demselben Haushalt und so. Nicht, dass es da Ärger mit den Nachbarn gibt, weil als Bruder gehst Du ja jetzt nicht durch.“
„Dann sage ich einfach, ich bin der Cousin. Aus Italien.“
„Super Idee, aber wenn das GSG9 Team bei mir anruft, werde ich jeglichen Verwandtschaftsgrad abstreiten.“

***

„Mami, Du musst mir helfen. Der Lehrer für mein Seminar will morgen einen Videocall machen. Ich brauche eine Ausrede, warum ich nicht teilnehmen kann.“
„Wieso?“
„Na, weil ich nichts getan habe und es nicht kann.“
„Ja, und jetzt?“
„Brauche ich eine Ausrede, sonst würde ich Dich ja nicht fragen.“
„Sag ihm die Wahrheit.“
„Ich kann sagen, dass ich keine Kamera habe.“
„Ja, genau, der ist doch nicht doof. Ihr habt alle ein Handy mit Kamera.“
„Ich kann sagen, dass die kaputt ist.“
„Das ist aber doch gelogen und dann darfst Du die nächsten Tage/Wochen aber auch die nicht benutzen. Und am Ende kommt sowas immer raus. Das ist doch Mist. Seit Wochen sage ich immer wieder…“ (Alle Eltern wissen, wie der Satz weitergeht)
„Dann hole ich jetzt den Hammer und mache die Kamera kaputt. Dann ist es nicht gelogen.“
„Du willst ein €800,00 Handy kaputt machen, nur damit Du eine Ausrede hast?“
„Ja. Was soll ich denn sonst machen?“
„Die Wahrheit sagen!“

Die Diskussion war natürlich sehr viel länger und intensiver als sich das hier wiedergeben lässt. Letzten Endes hat der jugendliche Mitbewohner noch so viel Restverstand besessen, das Richtige zu tun, wofür ich wirklich dankbar bin, weil so langsam auch meine Denkfabrik den Geist aufgibt.

***

„Mami, haben wir noch Eis da?“
„Nein, aber ich hatte Dir vorhin ja vorgeschlagen, dass wir mal vor die Tür gehen könnten und dann ein Eis essen gehen?
„Ja, ich wollte ja auch ein Eis.“
„Nein, Du wolltest, dass ich Dir eins mitbringe.“
„Ich konnte nicht mit, ich habe keine Socken mehr.“
„…“

Hilfe, ich bin eine Mutter, bitte holt mich hier raus!

***

Und noch ein Wiederholungstäter aus der Erstfassung der Lage(r)gespräche:
„Mami, ich bin mir sicher, dass Augustiner irgendwas aus China bekommt.“
Oh bitte, das ist ja wie bei ‚Täglich grüßt das Murmeltier‘. „Kronkorken vielleicht. Oder Hefe…“, schlage ich unbedacht vor.

Ja, genau, das ist es, deswegen herrscht hier Notstand, weil die ganzen Brauereien die deutsche Hefe weghamstern. Ihr könnt das lassen, das Oktoberfest fällt eh dieses Jahr aus.

P.S.: Das war vor der offiziellen Verkündung. Super, jetzt kann ich auch noch Hellsehen.

***

„Mami, eigentlich wäre es doch jetzt ganz einfach, einen Terroranschlag zu verüben.“
Hust, also am liebsten würde ich das Gespräch gleich hier und jetzt beenden und Hausarrest für die nächsten Wochen verordnen (halt, den haben wir ja schon), aber als verantwortungsvoller Erziehungsberechtigter komme ich dem Bildungsauftrag natürlich nach.
„Also, wenn man es auf eine Einzelperson abgesehen hat, ja, dann wäre die aktuelle Situation vielleicht von Vorteil. Ansonsten macht es ja wohl wenig Sinn, weil an prominenten Plätzen niemand ist und es keine Großveranstaltungen gibt. Da käme dann nur ein Supermarkt in Frage.“
„Supermarkt passt doch. Stell Dir mal die Schlagzeile vor: ‚5000 Rollen Klopapier und 3 Kunden in die Luft gesprengt‘.“

Ja, ich kann das tatsächlich vor mir sehen. Schrecklich, was mit dem Verstand nach fünf Wochen Kontaktverbot und Abstandsregeln und überhaupt passiert. Ich glaube, ich gehe jetzt erst mal Klopapier einkaufen. Und einen Kasten Bier, bei dem ich die Hefe extrahiere. Vielleicht lässt sich auf diesem Wege auch ein Flaschengeist finden, der mir drei Wünsche erfüllt. Ach was, einer würde mir schon reichen. Also ein Wunsch, der Flaschengeist ist ja quasi die Grundvoraussetzung. Ok, beenden wir das lieber, bevor wir wirklich noch staatlichen Besuch (tragen die eigentlich auch Mund- und Nasenschutz unter ihrer Vermummung?) bekommen.

***

Hinweis zum Bild: Es frage mich bitte niemand, wie man a) auf das Wort „Müdigkeitserscheinung“ kommt und b) woran man diese erkennt, wenn der Verfasser schläft. Ich war/bin schon ohnedies völlig von den Socken (also da sind die abgeblieben), dass die Worte „bitte“ und „danke“ Verwendung gefunden haben, was aber vielleicht auch als Bestechung gelten kann, wenn man den Nachsatz bezüglich Frühstück liest.

Lage(r)gespräche

Lagerkoller

Der jugendliche Mitbewohner, ein sonst der Gattung des Homo Sapiens zugehöriges Wesen, entwickelt sich mit fortschreitender Schulschließung und Ausgangsbeschränkung zum Homo ohne die dazugehörige Weisheit, wie die Dialoge der letzten Wochen aus dem Basislager vermuten lassen:

„Mami, Du musst Vorräte kaufen.“
„Nein, wir haben genüg für mindestens zwei Wochen.“
„Mami, Du musst Wasser kaufen.“
„Warum sollte ich Wasser kaufen? Wasser kommt aus dem Wasserhahn. Außer ich habe da was nicht mitbekommen und der Virus ist auch einer, der die Stromnetze angreift.“ Marc Elsberg und ‚Black Out‘ lassen grüßen. Ok, vielleicht kaufe ich doch ein paar Getränke und Lebensmittel.

***

„Mami, das ist voll gefährlich, man kann sich immer wieder anstecken.“
„Ja, Grippe und Husten und Schnupfen kann ich auch immer wieder kriegen, aber nur, wenn es ein anderer Erreger ist. Das ist ein Virus, kein Bakterium. Ergo, ist man dann erst mal immun. So lange, bis er mutiert.“

***

„Mami, weißt du, dass das Augustiner Bier auch in China produziert wird?“
„…“ Herr, lass Hirn vom Himmel fallen.

***

„Mami, …“
„Nein, bitte keine neuen Verschwörungstheorien mehr. Ihr müsst wirklich nicht jeden Mist glauben, der im Internet steht. Hast Du eigentlich mal Deine Schulsachen gemacht?“
„Nein, die Website geht doch nicht.“
„Hast Du es denn mal probiert heute?“
„Nein.“
„…“ Ich glaube, das mit dem Bier stimmt und der Nachwuchs hat einfach zu viel davon getrunken und sich mit weiß Gott was infiziert.

***

Mami, die schieben alle voll‘ Panik.“
„Also, das ist eine bessere Lungenentzündung. Vor allem für Leute in Deinem Alter.“
„Aber eins sag‘ ich Dir, Du stirbst zuerst.“
„Jaaa, wenn es nach der Ordnung der Dinge geht, sterbe ich vor Dir. Davon gehe jetzt mal ich aus.“ Gut, ich kann für nichts garantieren. Die Rate der häuslichen Gewalt soll ja steigen, so die Prognosen. Außerdem ändert sich heutzutage ja nahezu täglich etwas und die Dinge geraten zusehends in Unordnung.

***

„Mami, es ist nichts zu essen da.“
„Oh bitte, ich habe extra mehr eingekauft. Wir kommen mindestens vier Wochen ohne Einkaufen aus. Es ist dann am Ende vielleicht nicht mehr Witzigmann, aber verhungern tun wir nicht.“
„Es sind aber keine Süßigkeiten mehr da.“
„Ja, dann musst Du Dir das eben besser einteilen. Ich gehe nur noch einmal die Woche einkaufen. Und was nicht auf der Liste steht, kaufe ich nicht.“
„Kann ich dann die Anzahl dahinter schreiben?“
„…“
„Echt jetzt, im Kühlschrank sehe ich sonst nur Salat.“ Irgendwie scheint der fehlende Sauerstoff und Vitamin D Mangel den Sehnerv anzugreifen. Oder Einfluss auf das farbliche Sehen zu nehmen, denn der eine einsame Salat scheint alles andere im Kühlschrank förmlich zu überstrahlen. Hm, vielleicht kommt der aus der Nähe von Tschernobyl oder Fukushima. Ich glaube, das sind erste Anzeichen, für was auch immer.

***

„Mami, ich glaub ich hab‘ Corona.“
„Wieso das denn?“
„Ich habe so Halskratzen.“
„Hm…“
„Und meine Nase läuft auch die ganze Zeit.“
„Das ist kein Corona. Das ist maximal eine Erkältung.“
24 Stunden später
„Mami, ich habe einen Hexenschuss.“
„Wie hast Du das denn gemacht?“
„Beim Haare trocknen.“
„Äh…“ Irgendwas stimmt da nicht mit der Telefonleitung. Oder das ist der verstrahlte Salat. Oder das mit dem Bier stimmt doch. „Beim Haare trocknen?“
„Ja, es tut so weh im Rücken. Im Brustwirbelbereich.“
„Das ist kein Hexenschuss. Das kommt von zu wenig Bewegung und dem starren Blick auf viereckige Bildschirme.“ Hilfe, der Nachwuchs wird zum Hypochonder. Vielleicht kaufe ich besser ein paar Süßigkeiten, Zucker soll ja bekanntlich Glückshormone ausschütten.

***

„Mami, eigentlich müsste man doch jetzt in Aktien investieren.“
„Die Anleger sind da aber wohl gerade nicht so ganz dieser Meinung.“
„Sollte man nicht gerade dann einsteigen und Aktien kaufen? Wenn es dann wieder alles normal ist, dann steigt die Aktie doch.“
„Ja, normalerweise, aber wer weiß denn schon, wann und welches Unternehmen. Da müsste man dann schon streuen und sich nicht auf eine Aktie verlassen. Aber da kenne ich mich nicht wirklich aus.“
„Vielleicht irgendein kleines Unternehmen. Oder ein Start-up.“
„Also, die sind für gewöhnlich nicht an der Börse.“
„Dann Lufthansa.“
„Ja, könnte mir vorstellen, dass sich die relativ zügig erholen. Je nachdem, wie lange die Krise anhält und wer die meisten Reserven hat.“ Danke, wer auch immer sich angesprochen fühlt, es ist doch noch nicht alles verloren und das Gehirn des jugendlichen Mitbewohners funktioniert zumindest phasenweise noch.

***

Ich bin mir sicher, das ist noch lange nicht das Ende der Lage(r)gespräche, die mitunter auch den fortschreitenden Lagerkoller widerspiegeln. Von Lichtblicken mal abgesehen. Und die Leute mit Blick in die Zukunft sind ja auch der Meinung, dass in solchen Zeiten der Fokus wieder auf der Besinnung auf die Familie und das Miteinander liegt.

Am meisten würde mich aber interessieren, wie diese Zeit an die nächste Generation weitergegeben wird und was zukünfitige Generationen über diesen Teil der Weltgeschichte denken werden. Und so hoffe ich, dass ich doch noch ein Weilchen auf dieser Erde wandeln darf und eventuell ein kleines bisschen davon miterleben kann.