Exit

Vorbereitung ist gefragt, wenn man den Absprung nicht verpassen will. Planung, wenn es um den Ausstieg geht. Also plane ich den Rückgang vom Rückzug, den Exit im Kleinen.

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Nachdem letzte Woche die Wertstoffhöfe nach ca. drei Wochen wieder aufgemacht haben, stauen sich die Kolonnen vor der Einfahrt. Wartezeiten von einer halben Stunde sind seitdem an der Tagesordnung. Und das, obwohl eindrücklich darum gebeten wurde, nur in dringenden Fällen die Müllhalden der modernen Weckwerfgesellschaft anzufahren.

Nun, ich habe da absolutes Verständnis für die Bürger, die nun wochenlang sich zuhause ernähren mussten und gleichzeitig Zeit hatten, auch noch die letzte Ecke ihrer Wohnstatt zu entrümpeln. Irgendwann geht einem eben der Platz aus, unabhängig von der Quadratmeterzahl.

Vorteil für mich, ausgerümpelt wurde bei mir schon zu Beginn des Jahres und so ist genug Platz, um den ganzen Alltagsmüll zwischenzulagern.

Morgen machen nun die Bau- und Heimwerkermärkte wieder auf und da steppt dann sicherlich der Bär, weil frische Hamster da sind. Der perfekte Zeitpunkt, um das Zwischenlager in Richtung Endlagerstätte zu transportieren. Bevor der Bau-, Heim- und Gartenrestmüll wieder entsorgt werden muss.

Und nächste Woche arbeite ich dann die Liste für den Heim- und Gartenbedarf ab, wenn die Kfz-Werkstätten und Läden bis 800qm wieder im Geschäft sind und sich dort die Schlangen bilden.

Und dann die Woche, wenn die Friseure aufmachen, bekommt mein Auto endlich seine Sommerräder und ich ein Sommerkleid.

Und dann fängt die Schule für den jugendlichen Mitbewohner an und ich gönne mir eine Auszeit. Vielleicht. Nein, eigentlich wäre mir ein Ausflug in die Berge zur Feier des Exits lieber. Leider muss der wohl noch warten, aber einen Plan könnte ich ja schon mal machen.

Tatort des Monats Juni

Mit der schönen Jahreszeit werde ich immer auch gern zum Heimwerker. Obwohl, M. würde sagen, das hat mit der Jahreszeit bei mir nichts zu tun, sondern liegt an mir. Gut, das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls bin ich beim Durchforsten meiner Heimwerkerkiste auf zwei hübsche Fundsachen gestoßen.

Tatort: Keller2014_06

Tatbestand: Halb volle, fast leere Heimwerkerutensilien, bei denen ich zumindestens beim Tapetenkleister nicht mal mehr zuordnen kann, wann ich diesen gekauft, weil benötigt, habe. Muss ergo also schon recht lange – schätzungsweise voriges Jahrtausend – her sein. Gehört somit definitiv zu den Ladenhütern bei mir.

Tatortsäuberung: Als Nicht-Freund von fast leeren Ladenhütern schreite ich morgen direkt zur Tat und entsorge die Fundstücke am Wertstoffhof. Bin mal gespannt, in welche Tonne die Gegenstände gehören.