Das Leben geht weiter

Das schwarze Kleid hängt anklagend auf dem Kleiderbügel. Ein Kauf, der nicht dem Leben, sondern dem Tod geschuldet ist. Der Mann an meiner Seite rät mir zu hellen Strümpfen, schließlich sei ich nicht die Witwe. Wenn ich die Witwe wäre, dann würde ich schwarze Netzstrümpfe und einen Hut mit passendem Schleier tragen, ist meine Antwort. Nein, ich bin nicht die Witwe, meine Rolle ist die der Respektzollenden. Vor 35 gemeinsamen Jahren und 62 Lebensjahren. Von allem reichlich, aber bei weitem nicht genug.

Die Kirche ist voll, nicht alle finden Platz. Angehörige, Freunde, Kollegen, Nachbarn, Bekannte und all jene Schaulustige, welche die trauernde Witwe sehen wollen, das Unglück der anderen als eigenen Triumph auskosten und denen der Schmerz auf eine niederträchtige Weise Freude bereitet. Ich ziehe meinen Begleiter in die letzte Reihe und versuche, die Fluchtgedanken zu unterdrücken. Alles fühlt sich irgendwie falsch an.

Made with Repix (http://repix.it)

Ich für mich möchte bitte, wenn es denn irgendwann so weit sein sollte, einfach im Wald verscharrt werden. Dieses ganze Spektakel will ich nicht und eigentlich kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es hilft. Niemandem. Abschied nehmen hat für mich eine andere Form. Das ist ein Moment, der nur zwischen zwei Menschen stattfindet und nicht dieser Bühne bedarf.

Die Trauerrednerin spricht davon, dass der Verstorbene der Mittelpunkt der Familie war, der Fixstern, derjenige, der alle zusammengehalten hat. Nein, meine liebe Freundin, dieser Part ist eindeutig Deiner. Ohne Dich wäre diese Familie nicht das, was sie ist. Du bist der Stern, der leuchtet. Dein Mann mag der Fixpunkt gewesen sein, aber Du hast das Universum erhellt.

Umso herzzerreißender ist es nun, mit ansehen zu müssen, in welcher Dunkelheit Du lebst, wobei dieses Leben nicht viel mehr ein Sein ist. Jeder Tag eine Qual, jede Minute eine weitere, in der Du so ganz allmählich und vollumfänglich die Tragweite erahnst und was Verlust wirklich bedeutet.

Derjenige, der geht, muss einfach nur sterben. Alle, die zurückbleiben, müssen damit leben.

Das Leben geht weiter. Ohne Rücksicht.

 

Sieben auf einen Streich – „Das unerhörte Leben des Alex Woods“ von Gavin Extence

Made with Repix (http://repix.it)

Was mir beim Gedanken an den Roman von Gavin Extence zuerst in den Sinn kommt, ist diese Versicherungswerbung, bei der ein Satellit vom Himmel fällt, auf ein Auto, fein säuberlich abgestellt auf einem riesigen Parkplatz. Das einzige Auto wohlgemerkt. Dazu die Frage: „Was, wenn es immer Sie treffen würde?“ Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Tja, und trotzdem, die Möglichkeit besteht.

Nun, das hat nur insofern etwas mit dem Buch „Das unerhörte Leben des Alex Woods“, wobei ich den englischen Titel „The universe vs. Alex Woods“ deutlich aussagekräftiger finde, zu tun, als dass ihm, Alex Woods, im Alter von zehn Jahren, ein Meteorit auf den Kopf fällt. Im Badezimmer. Der Aufhänger ist also schon recht bizarr. Damit nicht genug. Alex, der wahrlich etwas sonderlich ist für einen Zehnjährigen+, rettet sich etwas später vor seinen Mitschülern in den Garten von Mr. Peterson, einem exzentrischen Greis mit einer Vorliebe für Marihuana und Bücher von Kurt Vonnegut. Die beiden freunden sich an, lernen voneinander und als Mr. Peterson seinem Leben in der Schweiz ein Ende setzen will, machen sich sie gemeinsam auf den Weg.

Die Geschichte ist wunderschön erzählt. Es geht um ungewöhnliche Freundschaften, das Schicksal und einen selbstbestimmten, freien Lebensweg. Philosophisch und poetisch bis zum Schluss. Bezeichnenderweise mit einer Passage aus dem Roman „Der Kinderkreuzzug” von Kurt Vonnegut, dessen Bücher, hier empfehle ich „Galápagos“, im Übrigen abstruser und schräger nicht sein könnten.

„The most important thing I learned on Tralfamadore was that when a person dies he only appears to die. He is still very much alive in the past, so it is silly for people to cry at his funeral. All moments, past, present and future, always have existed, always still exist. The Tralfamadorians can look at all the different moments […] They can see how permanent all the moments are, and they can look at any moment that interests them. It’s just an illusion we have here on Earth that one moment follows another one, like beads on a string, and that once a moment is gone it’s gone forever”

“Das unerhörte Leben des Alex Woods“ macht Lust auf mehr von Gavin Extence. Zum Glück gibt es inzwischen auch einen zweiten Roman. Falls also jemand noch nach einem Geschenk zu Weihnachten oder so für mich sucht, bitte nicht auf komische Ideen kommen – wir wissen ja, was dabei herauskommt.

Also dann, bis morgen.

 

 

 

 

 

Geschmacksfragen

Alle sechs bis acht Wochen tauchen die Gesellschafter und ich ein in andere Welten. Nämlich immer dann, wenn sich unsere Buchgesellschaft trifft. Dann versuchen wir uns als literarisches Quartett und gleichzeitig schlemmen wir (meist stilecht zur Lektüre) ausgiebig. Wobei der literarische Anteil oftmals zu Gunsten der schnöden Realität und den Gaumengenüssen vernachlässigt wird.

Meist liegt das gar nicht so sehr an uns als vielmehr am Lesestoff, den es zu verdauen galt. Also sind wir, vielmehr ich, da ich eine Vorauswahl treffe, doch irgendwie schuldig, denn schließlich suchen wir uns das seitenstarke Unglück ja selbst aus.

Im Moment liegt die „Erfolgsquote“, also Werke, die wir alle gut fanden, bei noch nicht einmal 22%. Selbst der aktuelle Regierungspartner im Bundestag hatte da bei der letzten Wahl mehr vorzuweisen und man sieht ja, was dabei herauskommt, wenn man mit Minderheiten versucht, ein Land beziehungsweise 80 Millionen Meinungen unter einen Hut zu bringen. Klappt noch nicht mal im kleinen Viererkreis unserer Buchgesellschaft und das, obwohl wir uns alle mögen. Doch damit genug in der kleinen politischen Ecke aufgehalten.

Sicherlich spielt beim Lesen der Geschmack die größte Rolle und der ist nun mal bei jedem sehr individuell. Umso erstaunlicher ist es daher, dass die als Klassiker gehandelten Bücher von uns durchweg als lesenswert und gut bewertet wurden. Ich finde das durchaus bemerkenswert, weil ja gerade diesem Genre ein gewisser Ruf von Schwere und Staub und Langeweile anhaftet. Gleichzeitig aber manifestiert sich damit zu Recht der Begriff Klassiker. Bei den modernen Werken waren wir uns nie einig und die meisten sind auf der Geschmacksskala durchgefallen. Wir waren jedes Mal regelrecht froh, dass es so viele Leckereien und andere Gesprächsthemen gab.

Klassiker

Lange Rede, kurzer Sinn: In Zukunft kommen nur noch Klassiker auf die Leseliste. Und wir fangen gleich damit an. „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams steht auf dem Plan und da freue ich mich schon so richtig drauf. Und natürlich ganz besonders auf die Gaumengenüsse. Ist eben alles eine Geschmacksfrage.

Kerstin und die Buchgesellschafter

Das Sechszehntagetagebuch – Teil 1

Da inzwischen die sechszehn Tage (zum Glück) der 16-Tage-Challenge vorbei sind und nun doch der eine oder andere Wunsch, ich möge meine Leser an diesen teilhaben, lassen an mich heran getragen wurde und auch bald Weihnachten ist, will ich mal nicht so sein. Also, los geht es.

Sonntag, Tag eins (27. November)
Das Beste heute war das Baumschmücken. Am ersten Advent wird bei mir immer der Weihnachtsbaum aufgestellt. Und dann freue ich mich die gesamte Vorweihnachtszeit an dem Licht und dem Glanz. Dafür fliegt er gleich nach Weihnachten auch wieder raus. Dann ist es genug. Zur Tradition des Baumschmückens gehört seit vielen Jahren die Weihnachts-CD von Michael Bublé. Die läuft dann in Endlosschleife. Und mitsingen tue ich natürlich auch. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Christbaum

Montag, Tag zwei
Das Beste heute? Yoga, was sonst. Wie gesagt, Yoga ist mehr als die Beine hinter den Kopf brezeln. Vor allem meine Lehrerin am Montag legt viel Wert darauf, dass Yoga in seiner vollen Bedeutung bei uns ankommt und behandelt immer wieder andere Themenblöcke. Derzeit ist es Prana. Prana heißt Atem/Atmen, aber auch Leben, denn Atem bedeutet Leben. Klar, wir können ca. drei Wochen ohne essen auskommen, drei Tage ohne Trinken, aber ohne Atmen schaffen es die meisten nicht mal drei Minuten. Atmen ist ja an sich etwas ganz Selbstverständliches über das wir nicht nachdenken. Erst wenn man sich bewusst darauf konzentriert, spürt man die feinen Vibrationen und Veränderungen. Lebensenergie.
Zur Übung gehört, dass wir die Gedanken quasi bewusst vom Körper trennen. Den Verstand in die Ecke stellen, sagt sie. Für mich immer absolute Schwerstarbeit. Mein Hirn ist irgendwie immer aktiv. Selbst wenn ich nachts mal aufwache. Peng, sofort fangen meine Gedanken an zu kreisen. Also gut, ich stelle meinen Verstand in die Ecke. Neben die Eingangstür. Dann kann er sicher sein, dass ich nicht ohne ihn gehe. Und so sage ich ihm das auch – ganz sanft: „Keine Angst, ich vergesse Dich nicht. Ich bin gleich hier und sehe Dich.“ Und dann fließt alles ganz von allein: Wohlige Wärme umhüllt mich. Mein Verstand blickt zu mir und meint: „Eine wirklich schöne Aura hast Du da.“

Dienstag, Tag drei
Das Beste heute war das Wärmebad vor dem Kamin, ein Ritual, das ich hin und wieder brauche, um die innerliche Glut anzufachen, bevor auch noch der letzte Funken Energie formlich ausgesaugt wurde. Zusammengerollt liege ich auf einem Bett aus Decken und das Feuer wärmt meinen Rücken. Dann will ich eigentlich gar nicht mehr aufstehen und wünschte mir, ich könnte bis in alle Ewigkeit einfach so liegen bleiben.

Mittwoch, Tag vier
Das Beste heute war die Shoppingtour mit meiner Freundin. Wobei das Shopping dabei eigentlich Nebensache ist. Das Wichtigste sind die Gespräche, die zwischen Unterwäscheregal und Umkleidekabine stattfinden. Ehrliche Worte, manchmal mehr als kindisch, aber immer in dem Vertrauen, dass jedes Geheimnis und Geständnis bei der besten Freundin gut aufgehoben ist.

Donnerstag, Tag fünf
Heute war einer dieser Tage, an denen jedes Fenster mehr verspricht als alles andere. Zum Glück verschwindet irgendwann das Licht und die Fenster starren einen nur mit unendlicher Dunkelheit und Gleichgültigkeit an. Und zum Glück geht auch der längste Tag einmal zu Ende und die Nacht beginnt und endlich gibt es einen Funken Hoffnung. Auf wenigstens ein paar Stunden Ruhe, wenn die Sorgen im Schlaf kurzzeitig verstummen. Das Beste war die Wärmflasche, die mir ein bisschen Wärme und Geborgenheit geschenkt hat.

Freitag, Tag sechs
Freitag. Eigentlich sollte das ja schon reichen. Irgendwie ist alles gut, wenn es Freitag ist. Und Freitag und Yoga ist eigentlich nur noch durch Freitag und Yoga und Sauna zu schlagen. Das Beste dabei war der Moment nach der Sauna. Sich auf der Liege ausstrecken, den Herzschlag in jeder Faser des Körpers spüren. Das leichte Prickeln auf der Haut und der kühle Luftzug, der sanft über einen streicht. Na ja, so in etwa ist es zumindest in meiner Einbildung, denn die frische Luft kommt erst sehr viel später als ich draußen den nebenschwangeren Sauerstoff tief einatme.

Samstag, Tag sieben
Das Beste war die Vorfreude. Auf morgen.

 Im wahrsten Sinne des Wortes. Fortsetzung folgt.

Eure Kerstin

Die 16-Tage-Challenge

Einer meiner Freunde hat mich gebeten, während seines Urlaubes jeden Tag das Beste, was an diesem passiert ist, aufzuschreiben. Sechszehn Tage lang.

16-Tage-Tagebuch

Hauptsächlich, weil er sich Sorgen macht: Frauen mittleren Alters – sprich in der Mid-Life-Crisis und den Wechseljahren – neigen ja hin und wieder zu Übersprunghandlungen. Ich rede dann gern von offenen Fenstern und der schönen Aussicht aus solchen. Also hat er mir diese Bitte abgerungen. Wohlweislich und in vollen Bewusstsein, dass er mich damit an meiner wunden Stelle, dem Schreiben, trifft. Nun verlangt es quasi die Ehre, dass ich dem nachkomme. Eine Herausforderung, der ich nur schwerlich widerstehen kann. Sechszehn Tage lang.

Irgendwie erinnert mich das an jemanden, der mal ein Dankbarkeitsfototagebuch über ein Jahr hinweg geführt hat. Glaube, es gab da einen Blog, auf dem dann jeden Tag ein Foto war. So in etwa komme ich mir nun vor.  Nur, dass der Freund sich in der Dominikanischen Republik die Sonne auf den Wanst scheinen lässt, während ich hier bei miesem Wetter und in der Hektik der Vorweihnachtszeit mir nun das Hirn zermartern darf. Und dabei wollte ich nicht schon wieder so ein Projekt anfangen, bei dem ich jeden Tag geistige Höchstleistungen vollbringen muss.

Aber, der junge Mann wusste wohl ziemlich genau, was er tat. Wer mit Denken beschäftigt ist, kann nicht nach Fenstern und anderen Fluchtmöglichkeiten Ausschau halten. Und gleichzeitig zwingt er mich dazu, dass ich jeden Tag an ihn denke. Ein ganz schlauer Schachzug war das. Hätte ich ihm gar nicht zugetraut.

 

Eure Kerstin

P.S.: Auch, wenn es sich sicherlich hervorragend für meinen Blog eignet, habe ich mich entschlossen, die Tagebucheinträge hier nicht zu posten. Nur falls jemand darauf spekuliert.

Mark & ich

Die Sache ist die: Der Entschluss, meinen Blog um eine Facebookseite zu erweitern, war nicht ohne Zweifel. Und auch jetzt bin ich da noch recht hin und her gerissen.

Brauche ich das wirklich? Wo ich mich doch im Grunde von all dem unnötigen Konsumballast lossagen will und zusehends analog unterwegs bin.

Wie schaffe ich eine einigermaßen anonyme Darstellung? Schließlich war ich vor Jahren schon mal Kunde und habe fleißig Freundschaftsanfragen von Kollegen gesammelt, mit denen ich weder direkt zusammen arbeite noch per Du bin. Und da ich diese nie beantwortet/angenommen habe, kriegte ich regelmäßig eine Erinnerung, dass XY noch auf eine Antwort wartet. Nervig. Zudem wurde mir immer wieder mein Ex als Freund vorgeschlagen. Ne, deswegen ist er ja der Ex. Sehr nervig. Und da meine Nerven schon genug aushalten müssen, habe ich Mark meine Freundschaft gekündigt.

Aus Fehlern lernt man bekanntlich. Nun der neue Versuch. Nur anders: Mein grünes Gewissen habe ich damit beruhigt, dass ich im Gegenzug jede Menge Newsletter abbestellt und Onlinekonten gelöscht habe – wollte ich sowieso seit Urzeiten schon machen.

Und meinen Wunsch nach Ruhe vor Kollegen in meiner Freizeit und vor dem Ex nach der Trennung bin ich dadurch nachgekommen, dass ich eben keine persönliche Seite mit Namen eingerichtet habe, sondern „nur“ eine Seite zum Blog. Das mit dem „nur“ in Anführungszeichen deswegen, weil meine Daten ja irgendwie im Hintergrund mitlaufen und analysiert werden. Viel Spaß damit, Mark.

I'm watching youDie Sache mit Facebook ist also die: Wir werden sicherlich nicht beste Freunde. Tut mir leid, Mark. Aber das empfinde ich für meinen Teil nicht weiter schlimm. In der Arbeit läuft, ok, manchmal auch nicht, Outlook. Und auch wir werden keine besten Freunde.

So ist das nun mal im Leben. Man arrangiert sich. Jeder holt das meiste aus der gemeinsamen Zeit raus und wenn es nicht mehr geht, trennt man sich.

Gut, manchmal ist es mit dem Trennen nicht so einfach. Wenn der Partner zum Beispiel klammert und einen nicht gehen lassen will. „Ja, ich will mein Konto wirklich deaktivieren.“ Oder nicht einsieht, dass es vorbei ist. „Bist Du sicher, dass Du Dein Konto nun deaktivieren möchtest.“ Oder einem dann noch nachstellt. „Deine Freunde vermissen Dich.“

Dann muss man stur und taub sein. Ich als Widder und Frau sehe da derzeit nicht so das Problem. Und beides kommt beziehungsweise verstärkt sich ja vielleicht mit dem Alter eh von allein. Und solange Mark nicht bei mir vor der Tür steht, mache ich mir keine allzu großen Sorgen. Und selbst dann: Der könnte theoretisch mein Sohn sein. Und der Größte ist er jetzt auch nicht gerade.

 

Eure Kerstin

Tag 17: selbstverständlich

Tag 17Also, eigentlich finde ich die Frage ziemlich doof. „Das versteht sich doch von selbst“, hätten meine Eltern wohl früher gesagt. Richtig. So sehe ich das auch. Menschen, die mir wichtig sind, behandele ich automatisch pfleglich und mit der gebührenden Aufmerksamkeit. Vielleicht sind Anstand und Achtung heute keine Tugenden mehr und die Frage hat ihre Berechtigung. Frei nach dem Motto: „Alle denken immer nur an sich. Nur ich, ich denk an mich.“

Hatte ja schon mal an Tag 4 die Behauptung aufgestellt, dass ich leicht egozentrisch veranlagt bin. Könnte ja sein, dass sich dieser Wesenszug im Laufe der letzten Woche zunehmend ausgeprägt hat.

Unter Umständen verstehe ich auch einfach den Sinn nicht. Mag sein.

Um es kurz zu machen: Mir fallen da nur zwei Dinge ein:

1. „Innteerrneet!“, würde der jugendliche Mitbewohner ausrufen. (Seine unverständige Erziehungsberechtigte hat nämlich da eine Zeitsperre eingebaut und muss sich des Öfteren rechtfertigen, dass dies nichts mit der Liebe gegenüber dem Teen zu tun hat)

2. Meine lieben Freunde aus nah und fern, ich weiß, ich könnte mich öfter mal melden.

Also, so bei näherer Betrachtung kann ich noch einen dritten Punkt hinzu fügen:

3. Wer das jetzt hier liest und das Gefühl hat, dass ich ihr/ihm ruhig mal (wieder) zeigen könnte,dass sie/er mir wichtig ist, der melde sich einfach. So kurz vor Weihnachten will ich mal großzügig sein und noch ein paar Wünsche erfüllen.

 

Na, dann bis morgen, Kerstin