Zeitreisen in die Vergangenheit: Koffergeschichten – der erste Sommer

Vorwort: Eine Geschichte, getarnt als kindlicher Lesestoff, aus einer Zeit, als ich selbst noch ein halber Backfisch war. Eine leicht seichte Lektüre und kleine Exkursion, um den Krisenzeiten zu entfliehen.

Der Koffer stand schon lange bereit. Endlich auf Reisen gehen, die Welt kennenlernen anhand der Gerüche, die mit den Schuhen, Hemden, Hosen, Röcken und Pullovern in ihm Platz finden. Und so war es nicht verwunderlich, dass er eines Tages von mitdenkenden Eltern an die Tochter, welche gerade anfing, ihre Flügel zu gebrauchen, um zu starten und zu fliegen, verschenkt wurde.

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Ein tolles Geschenk. So ein Koffer. Wenn er robust ist, hält er jede Menge aus. So kam es, dass der Koffer zusammen mit zwei Gefährten sowie einem Kosmetikkoffer im Haus des Mädchens ankam. Die beiden Gefährten waren zwei von besonderem Schlage. Vor allem der Kleinere. Er machte den Anschein, als wäre er ein Wochenendkoffer oder jemand, den man mit auf Geschäftsreise nahm. Ein Kostüm, Schuhe, Wäsche, Freizeitanzug – fertig. Er liebte es allerdings, so richtig vollgepackt zu werden, dann konnte er sich entsetzlich schwer machen. Ohne Rollen, ließ er sich tragen und freute sich des Lebens. Der Lange war nicht so sehr lang. Vielmehr bot er Platz en masse in alle Richtungen. Der Koffer selbst lag in der Mitte dieser beiden. Ein echter Durchschnittstyp, aber bekanntlich sind dies die Zuverlässigsten. Nicht so sperrig, aber rollbar und somit leicht. Und wenn es sein musste, so hielt er die Luft an, um noch mehr und mehr in sich aufzunehmen. Der Außenseiter war und blieb der Kosmetikkoffer, beauty-case wie sie ihn alle nannten. Was hatte der schon zu bieten? Die anderen waren der Ansicht, er wäre nur elitär und ein Snob. Er duftete nach frisch Gewaschenem und teuren Parfums. Als Handgepäck musste er nicht die Strapazen einer Reise im Gepäckraum von Bahn oder Flugzeug mit hundert anderen teilen. Dafür erfuhr er aber auch keine Neuigkeiten von anderen Orten, die dem Koffer zu Ohren kamen. Tolle Geschichten von Kamelritten, Kreuzfahrten, Kurzreisen und von kunterbunten Kontinenten.

Die erste Reise, die der Koffer antrat, war schon fast ein Umzug. Eine Auswanderung auf Zeit. Es ging ins Ausland, genauer gesagt, in den sonnigen Süden. Das stellte sich der Koffer toll vor: Wärme, Gelassenheit und Ruhe. Vorher aber musste er einiges durchstehen. Schuhe in mannigfacher Art wollten mit und Kleider. Man kann sich nicht vorstellen, dass jemand so viel einpackt: Badeanzüge, Strandsachen, Strümpfe, Nylons, feine Wäsche, Hosen, Abendkleider usw., usw. Die Sachen stapelten sich in unüberschaubare Höhen. Unvorstellbar, dass ein Mensch das alles anziehen wollte und zu brauchen gedachte. Der Koffer war dementsprechend froh, noch zwei Helfer zu haben. Das Mädchen und sogar die Mutter mussten mit vereinten Kräften die Schlösser einrasten lassen. Er wurde gedrückt, gequetscht, man setzte sich auf ihn. Mit aller Macht nahm er sich zusammen, damit er nicht platzte. Nach diesem Ereignis kam der Koffer zu der Überzeugung, dass das Mädchen ein kleiner, verwöhnter Fratz war und wahrscheinlich immer mehr als nötig mitnehmen würde.

Die Reise war aufregend. Das erste Mal fern der Heimat. Allein mussten sie sich alle zurechtfinden. Das Mädchen durch das Gewirr von fremder Sprache und Umgebung. Tausend Dinge gab es zu beachten. Hoffentlich würde sie sich nicht verlaufen und verloren gehen. In etwa dieselben Gedanken machten sich der Koffer und seine Gefährten. Die langen Gepäckbänder beförderten sie in dunkle Tiefen. Sie durchkreuzten andere Bänder, wurden von unbekannten Händen gedreht, gehoben und umhergeworfen. Wenn das mal gut ginge. Was würde passieren, wenn sie an einem vollkommen anderen Ort ankämen, ohne das Mädchen obendrein, vielleicht auch noch getrennt? Wenn jemand sie rauben würde? Wüste Befürchtungen ließen sie dieses erste Abenteuer gar nicht richtig genießen. Doch wie von wundersamer Hand gelenkt, trafen sich alle wie verabredet am Ziel wieder.

Der Koffer fand Platz in einem Zimmer, das ihn eigentlich ziemlich abschreckte. Es hatte ein grässliches Deckenlicht, zwei windschiefe Schränke, kahle Wände, kalten Steinboden und nicht mal ein eigenes Bad. Da hatten sie sich was eingebrockt. Der Koffer entledigte sich seiner Last und Bürde. Er bekam einen Platz auf einem der Schränke. Von dort konnte man ins Freie sehen. Südliche Luft schnuppern. Er sah, wer kam und wer ging. Herrlich!

Das Mädchen erfand irgendeinen Trick, Dinge ebenso konfus wie chaotisch zu organisieren und anzurichten, so dass das Zimmer nach und nach an Wohnlichkeit gewann. Der Koffer fand allerdings, dass solche Aktionen eigentlich sinnlos seien, da das Mädchen nahezu jede Nacht zum Tage machte. Selbst wenn sie mal da war, schlief sie und schlief doch nicht, da sie neben einem unbewussten Heimweh immer öfter nachts aufwachte und sich fragte, was sie hier eigentlich sollte. Insgeheim wünschte sich der Koffer, er könnte etwas Tröstendes unternehmen. Aber das Einzige, was er zu bieten hatte, war der Vorschlag, zu reisen. Das wäre ein Leben. Alles in sich aufnehmen, was das Leben zu bieten hatte. Auf zwei Rollen durch die Welt. Den Sand der Wüste in den Schuhen, das Salz des Ozeans in den Handtüchern, Waldboden an Hosen und Röcken, die Leibspeisen aller Herren Länder auf Shirts und Hemden und alle diese Dinge würde er transportieren. Wenn es sein müsste auch zum Mond. All das wollte er ihr sagen, als eine unerwartete Wendung eintrat. Sie bekamen Herrenbesuch. Welch Unverschämtheit: Sie schleppte einfach diesen Kerl hier an, wo es doch auch sein Reich war. Wenn sie ihn gefragt hätte, hätte er ihr gleich sagen können, dass dieser Typ nur Ärger bringen würde. Sie fragte aber nicht. Zum Glück war diese Affäre nach ein paar Tagen vorbei. Es kehrte wieder Ruhe ein. Der Koffer ließ sich tagsüber die Herbstsonne auf die Nase scheinen und nachts vernahm er das Surren des Heizlüfters und das Atmen des Mädchens mit Wohlwollen.

Als es dann kälter wurde, musste er seinen aussichtsreichen Posten verlassen. Es ging zurück zu den Eltern. Das Fliegen machte ihnen keine Angst mehr, nur dem kleinen Kameraden wurde wieder leicht schlecht. Er musste sich zwischen zwei Überseekoffern behaupten, die mit gegerbter Stimme und ebensolchem Leder sich mit ihren Orkanen, Stürmen, Eismeeren und Seeungeheuern übertönten. Der Koffer rief laut, sie sollten ihre Schauergeschichten für sich behalten und gegenüber Kleinen und Schwachen wäre das eine Schande. Bei der Landung hopste das Flugzeug etwas und da verstummten auch die Überseekoffer. Die Auslader kamen und alle wurden durcheinander gewürfelt. Wer ihnen gerade in die Finge kam, der wurde ohne Zögern auf das Gepäcklaufband verfrachtet. Der Koffer fuhr den langen Gang hinaus und – hoppla – da war er. Er atmete tief durch. Mal sehen, wo die Kleine steht. Ob er vielleicht eine ganze Runde aus dem Band drehen konnte?

Nach 50 Runden wurde das Band abgestellt und ihm war mehr als schlecht. Er dachte, er müsse sterben, als er begriff, dass niemand mehr da war, der auf ihn und seine Gefährten wartete. Der Koffer ärgerte sich zuerst: Das Mädchen hatte sie einfach vergessen! Dann fing er an, sich unbeschreibliche Sorgen zu machen: Vielleicht war ihr etwas zugestoßen. Und schließlich wurde er sehr wütend, da er sich einredete, der Kosmetikkoffer – dieser Beau, der bei ihr war – hatte sie überredet, wieder umzukehren, oder einfach durchzubrennen. Als ihnen allen der Kopf vom Karussellfahren und Nachdenken schwirrte, wurden sie von fremden Männern gepackt. Jetzt war es ganz aus: Sie wurden entführt!

Sie wurden in einen großen Raum gebracht, in dem allerlei Leidensgenossen dasselbe Unglück ereilt hatte. Aber nein, beruhigte eine ziemlich mitgenommene Ledertasche die Neuankömmlinge. Hier ist das Fundbüro. Alles, was vergessen, verloren, verlegt wurde, wird gesammelt. Lost&Found, entgegnete der Große weltmännisch. Gesucht/Gefunden, witzelte der Kleine. Der Koffer war mit seinen Nerven und mit seinem Latein am Ende. Dies war ganz offensichtlich die Anstalt zum Verrücktwerden. Wie sollten sie je aus diesem Schlamassel wieder herauskommen.

Das Mädchen staunte selbst nicht schlecht, als sie feststellen musste, dass sie ihre Maschine wohl verpasst hatte. Voller Hektik nahm sie den nächstbesten Flug irgendwohin und fuhr per Bahn weiter. Der Vater holte sie Stunden später ab.

Plötzlich sah er sie: Das ist sie! Wir sind hier! Hier! Hol‘ uns hier raus! Er wollte vor Freude fast hüpfen. Sie war es tatsächlich. Und das Mädchen holte ihn weg von diesem Schrottplatz. Der Koffer wollte nie mehr so allein und hilflos sein. Er wollte doch das Leben in sich aufsaugen. Und er wollte sich nicht ausmalen, was alles hätte passieren können. Der Koffer war ziemlich müde und erschöpft und als der Vater das Auto startete, schlummerte er selig ein. Zuvor warf er seinen Gefährten noch stolze und überglückliche Blicke zu. Das war ein Abenteuer, was, Jungs?

Nachwort: Ja, eine Fortsetzung wäre sicherlich denkbar. Und wer weiß, vielleicht begegnen der Koffer, oder ein anderes Reiseutensil, und ich uns wieder auf meiner Reise durch die Zeit. Bekanntlich sieht man sich ja immer zweimal.

Das neue Reisen, 2. Etappe: Der Fremde in meiner Wohnung

img_0365Schon in dem Moment als ich die Tür aufschließe, weiß ich, dass er wieder da ist. Und so sicher wie das Amen in der Kirche, sitzt der Tod am Küchentisch und liest seelenruhig die Wochenendbeilage der Süddeutschen Zeitung, die meine Nachbarin mir immer in den Briefkasten steckt.

„War es Dir mal wieder zu laut, zu voll und zu viel Chaos bei Dir?“, frage ich ihn. Er blickt auf und nickt. „Gut, aber bring nicht wieder die ganzen unglücklichen Seelen mit hierher. Die letzten verstecken sich immer noch in den Lampen und lassen sich nicht zum Gehen bewegen. Wenn Du alles bei mir ablädst, dann herrschen hier bald ebensolche Zustände wie bei Dir und Du weißt, das mag ich nicht. Es gibt Regeln und Ordnung.“ „Ok“, kommt es kleinlaut hinter der Zeitung hervor.

Und so vergehen die Tage. Der Tod streift des Nachts umher und geht seinen Geschäften nach, während ich versuche, dem Fremden und seinem Treiben keine allzu große Aufmerksamkeit zu schenken.

„Hast Du Sorgen?“, fragt er mich. „Du siehst müde aus.“ „Eins sage ich Dir, wenn Du mir mit einer Deiner Ideen kommst…“, zische ich ihn an. „Ich wollte nur nett sein. Weißt Du, ich koche heute mal“, schlägt der Tod vor. Und so wird auch das zur Routine. Der Tod steht am Herd. Dann räumt er auf.

Und schon bald gibt es kein Entrinnen mehr vor seinem Putz- und Ordnungswahn. „Nimm einen Untersetzer“, sobald ich mich mit der Tasse Tee in der Hand nach einem Platz umsehe. „Das gibt sonst Flecken“, ruft er noch hinterher. Immer öfter ertappe ich mich dabei, wie ich auf Zehenspitzen durch die Wohnung schleiche, um seiner Pedanterie zu entgehen. Ja, bisweilen lasse ich sogar bewusst Sachen liegen, trage Dreck herein. Alles erscheint mir fremd und als ob dies nicht meine Wohnung wäre, fühle ich mich plötzlich als Eindringling.

„Es ist wirklich nicht mehr auszuhalten. Du nimmst mir die Luft zum Atmen.“ Der Tod umhüllt sich mit Dunkelheit. „Du kannst nicht einfach alles an Dich reißen und meine Ordnung neu ordnen. Mein Leben gerät aus den Fugen und nichts ist mehr sicher hier.“

In den folgenden Tagen sehe ich ihn nur selten, doch irgendetwas verändert sich. Ich spüre es, kann es aber nicht fassen. Irgendetwas anderes, neues Fremdes nistet sich ein. Zur Rede gestellt, meint er nur, er würde seine Sachen regeln.

Und dann passiert es: Eines Abends sitze ich auf der Couch und plötzlich schaut die Stehlampe mich an und blendet mir ins Gesicht. Und im nächsten Augenblick ist der Spuk vorbei und ich denke, dass ich mir das vielleicht eingebildet habe. Doch als ich später aus dem Badezimmer komme, kauert der Tod zitternd unter meinem Bett. „Die Seelen“, flüstert er. Ich beuge mich zu ihn hinunter. „Sie haben einen Weg gefunden.“ Noch immer verstehe ich nicht. Und dann erzählt er, dass er beim Aufräumen wohl etwas unvorsichtig war und nun die Lichter an immer neuen Stellen und unvorhergesehen auftauchen, sich wie Irrlichter durch das Mobiliar fressen. Mal hinter dem Kühlschrank, wenn man ihn öffnet. Dann flammen im Bücherregal Blitze auf und unter der Kommode flackert es. Das Schlüsselloch leuchtet, wenn die Außenbeleuchtung angeht. „Lass uns doch einfach die Lampen alle aus der Wohnung bringen“, schlage ich vor. „Wir haben Kerzen und der Kamin gibt auch Licht.“

Seine Augen funkeln. Er hat verstanden. Der Tod nimmt mich in seine Arme, die Zeit bleibt stehen und die Unendlichkeit beginnt.

 

P.S.: Vielen Dank an die beste aller Freundinnen für die wundervolle Inspiration und an den einfachen Mann, der mich tagtäglich herausfordert, Grenzen in Wege zu verwandeln.

Sehnsucht nach Heimat

Der 15. August ist Mariä Himmelfahrt. Das Kloster Beuerberg veranstaltet dazu im Rahmen seiner diesjährigen Feierlichkeiten zum Thema „Heimat. Gesucht. Geliebt, Verloren.“ einen Tag der Sehnsucht. Es geht um Heimweh, Reisen und die Fremde. Aber eben auch um das Heimkommen. Da wäre ich gern hingegangen. Nein, nicht aufgrund einer religiösen Gesinnung, sondern mehr wegen der Sehnsucht. Der Sehnsucht nach dem, was ist und dem, was sein könnte.

img_0833Stattdessen urlaube ich in einem Land, das zwar kulturell und landschaftlich mehr als genug zu bieten hat, dafür aber den Menschen sämtliche Rechte aberkennt und den Freiheitsgeist eher mit Verboten und Drohungen erstickt. Insofern fühle ich mich weder so richtig willkommen, noch akzeptiert. Da ist es schwer, der Sehnsucht Einhalt zu gebieten, wo man doch eigentlich so gern das Fremde erkunden, sich durch Stadt und Land treiben lassen und die Menschen kennen lernen möchte. Die Heimat der anderen als eine Möglichkeit zu leben. Auch das ein Ziel, wenn es einen in die ferne Fremde zieht.

Das Ganze ist eine Kompromisslösung für alle Beteiligten und irgendwie fühlt es sich auch so an. Die überschwängliche Freude am Reisen mag sich nicht einstellen. Gefeiert wird trotzdem. Nicht feierlich, sondern im Übermaß. Das Urlaubsdomizil lebt davon, dass alles im Überfluss und darüber hinaus vorhanden ist, so dass man gar nicht erst den Blick und die Gedanken schweifen lassen kann, auch um sich selbst in Frage zu stellen. Das Ego ist das Maß aller Dinge und rafft maß- und gewissenlos alles an sich und in sich hinein. All die Nationen vereint, so scheint es, nur das stete, unablässige Vergnügen und die Sucht danach. Brot und Spiele der Neuzeit. Fast erscheint es wie eine Flucht aus dem eigenen Leben. Fern der Heimat, während man der Heimat des Gastlandes so wenig Respekt zollt.

Wenn ich mir jetzt den Feiertag so anschaue, dann wird ja auch immer gern von der Heimfahrt, dem nach Hause kommen gesprochen. Das Leben auf der Erde also nur eine Wartehalle? Ein Zwischenstopp, den man einlegt, auf der Suche nach dem Ort, der einem das Gefühl des Angekommenseins gibt? Durchaus stellt sich aber auch die Frage, ob diese Himmelsreisen und am Ende vielleicht sogar jede Reise der Sehnsucht nach Heimat geschuldet sind. Oder eher dem Fernweh. Vielleicht ist es ja aber auch so, dass einem die Heimat (hin und wieder) nicht das erfüllt, was der Begriff impliziert, weil sie einen einengt, einschränkt, nicht liebt. Dann käme es eher eine Flucht gleich.

So reist die Sehnsucht immerzu mit, egal ob man nur einen Fuß vor die Tür setzt oder sich ganze Kontingente und Zeitzonen von dieser entfernt. Was also ist Heimat?

Geschenktes Glück

Karte Nr. 29: „’Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.’ Christian Morgenstern. Verschenktes Glück kriegt man zurück: Überraschen Sie einen Fremden mit einem Lächeln, eine Freundin mit einer Orchidee.“

Ja, das stimmt. Im Grunde bin ich ein positiver Optimist. Ich lache gern. Fremde oder Freunde. Egal. Hilfsbereit bin ich auch. Fremde oder Freunde. Egal. So bin ich eben.

Und von Begegnungen mit Fremden zehre ich lange. Immer wieder sind diese unverhofften Gespräche erfrischend. Gern zitiere ich in solchen Momenten meine „Bergbekanntschaften“. Auf Gipfeln und Hütten trifft man auf Menschen, die einem im „normalen“ Leben unter Umständen nicht unbedingt über den Weg laufen würden. Dort oben stelle ich immer wieder fest, wie unwichtig der soziale Status fern ab des Gewohnten ist. Da zählt nur der Mensch. Im Hier und Jetzt. Und auch, wenn es nur einen Abend lang ist: Es bleibt eine Erinnerung in mir, die mich glücklich macht. Geschenktes Glück. Im schlimmsten Fall wird das Ganze später zu einer Episode, die man immer wieder gern zum Besten gibt. Geschenke, die nichts kosten – wie in der Werbung: Unbezahlbar!

Fortsetzung zu meinen Zu-Ende-Bringen-Projekt folgt…

Eure Kerstin