Einheit

Wir sind uns einig: Es ist kalt in Deutschland. Eindeutig Zeit, das Sommerfell gegen den Winterpelz zu tauschen und sich eine ordentliche Speckschicht anzufuttern.

Einheit

Also feuere ich den Ofen an und der Bär kümmert sich um die Vorräte, die uns die Nachbarin freundlicherweise oder aus Mitleid, so genau weiß man das nicht, überlassen hat.

Und nun wird brüderlich geteilt. Wir sind eben eine Einheit.

Eure Kerstin

Tatort des Monats Dezember

Ziemlich voraussehbar, der aktuelle Tatort. Wie sollte es auch anders sein. Das 2015_12 vorherProjekt 30-Tage-Schreiben ist erledigt. Abgehakt. Weg mit dem Ballast.

Tatort: Schreibtisch.

Tatbestand: 30-Tage-Schreiben Heft.

 

Tatortsäuberung:

Die Vermutung liegt nahe, dass ich so etwas in gewohnter Manier verbrenne. Einfach im Altpapier entsorgen erschien mir aus Sicherheitsgründen etwas zweifelhaft. Nun, besondere Dinge erhalten eine besondere Behandlung. In Gedanken hatte ich mir eine Schreddermaschine vorgestellt. Leider besitze ich solch ein ansonsten völlig unnützes Teil nicht – wäre bestimmt schon lange meiner Aufräumwut zum Opfer gefallen – und so bleibt nur die gute alte von-Hand-zerreißen-Methode. Fein säuberlich zu einem ansehnlichen Berg aufgetürmt.

2015_12 nachherUnd jetzt wird erst mal Feuer gemacht.

Tag 1: Gewohnheiten und Widersprüche

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und voller Widersprüche. Vor nicht mal einem Monat sind meine alten Tagebücher dem Feuer zum Opfer gefallen. Gewollt, möchte ich hier betonen. Nun bin ich über ein kleines Heft gestolpert: „30 Tage Schreiben“. Vor Urzeiten war dies einmal eine Beilage in der Zeitschrift „Flow“ und damals hatte eine Mitbloggerin dieses Experiment auf ihrem Blog veröffentlicht. Leider kann ich nicht mehr finden, wer das war. Es ist wirklich ein sehr großes Internet da draußen. Trotzdem danke für den Tipp seinerzeit. Ich fand die Idee ansprechend und bin dann gleich los, um das Heft zu erwerben.

Seitdem lag das 30-Tage-Tagebuch in meiner Schreibtischschublade. Gleich neben meiner Geschenkekartei (aber das ist ein anderes Thema). Und da Weihnachten bekanntlich nur noch ein paar Tage – 30 – entfernt ist, bin ich bei der Suche nach der Geschenkekartei auf das Heft gestoßen und dachte mir: Das machst Du jetzt! Dann ich es wenigstens erledigt!

Nicht gerade die vorbildlichste Einstellung, aber manchmal brauche ich eben auch einen sanften Schubs. Mal sehen, ob ich mich daran gewöhnen kann, 30 Tage lang jeden Tag etwas mehr oder weniger Sinniges zu produzieren. Ich habe schon mal gelinst. Es sieht nicht so schwer aus. Jeden Tag eine Frage. Das sollte zu schaffen sein.

Tag 1Tja, was macht man/ich so an einem Montag: Morgens ärgern, wenn der Wecker klingelt und das Wochenende mal wieder mit zwei Tagen einfach zu kurz war. Aus dem Grunde überspringe ich den Part mit Aufstehen…Arbeit usw. und starte erst, nachdem ich wieder in die heimeligen Hallen meines Zuhauses zurück gekehrt bin.

Halt, vorher war ich noch schnell einkaufen und habe u.a. eine Tüte Chips gekauft. Die musste ich gleich nach meiner Ankunft verstecken, da ansonsten der jugendliche Mitbewohner sich ihrer bemächtigt hätte. Allein essen macht dick, ich weiß. Vielleicht erweise ich mich zu späterer Stunde großzügig, nachdem man mir heute ein paar Zensuren präsentiert hat, die mich zwar nicht zu Hochsprüngen verführt haben, aber auch ganz passabel waren, wenn man bedenkt, dass das Leben eines Teenagers wirklich zu stressig ist, als dass man noch Zeit zum Lernen hätte (aber auch das ist ein anderes Thema).

Also: Heim gekommen, Chips versteckt, Feuerchen gemacht – schön kuschelig ist es. Mit meiner derzeitigen Lektüre vor den Ofen gesetzt und gehofft, dass das Buch endlich aus sein möge. Auch so eine Angewohnheit von mir: Ich kann Bücher, selbst wenn sie schrecklich sind, einfach nicht unvollendet zur Seite legen. Okay, stimmt so nicht ganz. Es gibt so zwei bis drei, die ich tatsächlich weg gelegt habe.

Nach drei Kapiteln habe ich die Leserei unterbrochen und den Entschluss gefasst, mit dem 30-Tage-Tagebuch zu beginnen und den Computer hochgefahren. Beim Aufrufen von WordPress wurde mein schlechtes Gewissen recht laut, da ich schon seit einem Monat meinen Reader nicht mehr bearbeitet habe. Also, erst mal das nachgeholt und nahezu alle Artikel gelesen.

Nun wäre eigentlich Zeit fürs Abendessen. Gewohnheit ist schließlich ein sehr starker Trieb. Hunger übrigens auch. Nun will ich aber ungedingt noch schnell den Beitrag posten. Also, was mache ich noch heute? Abend essen. Mal sehen, was der Kühlschrank und Vorrat noch so hergibt, da ich ja nun den Blog schreiben musste und keine Zeit hatte, etwas vorzubereiten. Was passt eigentlich gut zu Chips?

Was noch? Vielleicht gönne ich mir noch etwas Zeit vor dem Ofen mit dem schrecklichen Buch und einer guten Tasse Tee.

Na, dann bis morgen. Kerstin

Tatort des Monats Oktober

Ja, es gibt ihn noch, den Tatort. Ich war auch die letzten Monate ganz fleißig, trotz 30°C und Sommerlaune, aber irgendwie habe ich es nie geschafft, die Tatorte zu dokumentieren.

Nun: Hier ist er wieder.2015_10 I

Tatort: Schreibtisch.

Tatbestand: Glückskarten.

 

Tatortsäuberung: Nachdem der Selbstversuch „Vom Suchen und Finden des Glücks“ erst mal abgeschlossen ist, lag die Tatsache nahe, dass ich dieses Projekt auch voll und ganz abschließen wollte. Einfach im Altpapier entsorgen kam mir allerdings zu profan und nicht angemessen genug vor. Daher kam der Wintereinbruch (vor 2 Tagen hat es bei uns geschneit – ok, mehr Schneeregen, aber es ist wirklich schon rechtschaffen kalt draußen) gerade recht, den Kamin einzuheizen. Und siehe da: Auch ein Feuer kann einem zum Glück verhelfen.

2015_10 II