Tatort des Monats März

Der März ist ja der Monat des Aufbruchs. Und jede „gute“ Hausfee weiß, dass der Frühjahrsputz unmittelbar damit verbunden ist. Und auch der letzte Mensch auf dieser Welt weiß, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren. Da bilde ich keine Ausnahme.

Tatort: Regal über dem Schreibtisch.Tonwek

Tatbestand: Mallorquinisches Tonwerk.

Tatortsäuberung: Das klingt jetzt vielleicht etwas drastisch, aber das handwerkliche Stück wurde tatsächlich entsorgt und nicht repariert. Erstens, weil ich es ursprünglich mal als Geschenk mitgebracht hatte und es nach dem Tod der Beschenkten wieder in meinen Besitz übergegangen ist, also so gesehen, gar nicht meins war/ist. Zweitens, weil ich mich erst um die Reparatur des Tisches, auf den das Andenken geknallt ist, kümmern muss (siehe Dellen auf dem Foto). Und drittens, weil ich ein weiteres, wenn auch nicht identisches Exemplar mit der gleichen Vorgeschichte besitze, welches nun besonders behutsam beim Abstauben behandelt werden wird.

Der Müllschlucker

Einkaufen ist nervig und stressig. Das finde ich jedenfalls. Von daher praktiziere ich bereits seit geraumer Zeit ein recht strenges Programm. Und wenn ich mal davon abweichen muss, weil irgendwas dazwischen kommt, dann passieren prompt so ärgerliche Dinge wie, dass ich den Bon für zurückgegebenes Leergut im Automaten stecken lassen. So wie vorletzte Woche. Nervig.

Ich gehe grundsätzlich nur einmal pro Woche einkaufen. Samstag. Ich hasse das. Es ist voll, weil alle am Samstag einkaufen. Deswegen bin ich schon kurz nach Ladenöffnung um 8 Uhr da. Das hat sich inzwischen so eingebürgert, da ich auf dem Weg zum Supermarkt noch den Werkstoffhof ansteuere und den Müll der letzten Woche entsorge.

Die Deutschen sind Weltmeister im Müllsortieren. Allerdings auch im Wegwerfen. Dem versuche ich so gut und rigoros es geht, entgegen zu wirken. Wer das „Glück“ hat, in einer bayerischen, mittelgroßen Stadt zu wohnen, der darf sich tagtäglich mit der Frage, welcher Abfall in welche Müllkategorie gehört, beschäftigen.

Anderenorts gibt es den gelben Sack, da wirft man einfach alles rein, was ein entsprechendes Symbol -den grünen Punkt – trägt. Nicht so bei mir. Neben dem „regulären“ selbst zu entsorgenden Müll wie Papier/Karton, Weißblech, Glas (weiß, braun, grün), gibt es Tetrapack, Alu, Verbunde, Mischkunststoffe, Becher, PET, Kunststoffflaschen, Folien/Tüten über A4, Styropor aus Verpackungen und wahrscheinlich noch mehr, was mir gerade nicht einfällt. Das sollte zuhause vorsortiert werden. Und da habe ich solche Sachen wie Kerzenreste, CDs, Batterien usw. noch gar nicht mitgerechnet. Klar, weil wir alle in übergroßen Wohnungen/Häusern leben, um das Zeug zwischenzulagern. Hier gibt’s mal wieder einen interessanten Beitrag von x:enius

Aber gut, ich bin ja ein ordentliches Mitglied der Gesellschaft, halte mich an die Regeln und will ja auch, dass mit den Rohstoffen sorgsam und verantwortungsbewusst umgegangen wird. Deswegen mache ich das ganz gewissenhaft. Und damit auch die Handelsmärkte sich Gedanken machen, gebe ich meinen, also ihren Müll, gleich an Ort und Stelle ab. Noch besser, ich nehme ihn gar nicht erst an.

Und das geht mit Vorbereitung und einem Plan. Zur Vorbereitung gehören Korb, Beutel, alte Papiertüten, Transportboxen und ein Becher. Und dann geht es los:

Vorbereitung

Obst, Gemüse und der dergleichen wandern lose in den Einkaufswagen. Brotwaren lasse ich mir in einen Stoffbeutel legen, Fisch in eine mitgebrachte Box. Ich schaue immer auf Bio-Produkte. Ob bei Essig, Öl, Zucker, Reis, Nudeln, Butter, Milch, Joghurt, Eier usw. Noch besser als Bio ist regionales Bio. Denn nachhaltige Produkte sind nicht per se besser. Wenn ich zum Beispiel Bio-Kartoffeln aus Ägypten kaufe, dann ist das nicht nachhaltig, sondern unsinnig. Kartoffeln wachsen in Deutschland, sogar im eigenen Garten. Selbst auf dem Balkon kann man sich über eine bescheidene Ernte freuen.

Hinzu kommt noch der Faktor Saison. Ja, noch gibt es sie. Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Und Erdbeeren im Winter, egal wie und wo angebaut, können nie und nimmer umweltverträglich auf unserem Tisch landen. Bei www.regional-saisonal.de gibt es einen Kalender und auch saisonale Rezepte, falls jemand Bedarf hat.

Nach dem Einkauf, folgt die Kasse und nachdem ich bezahlt habe, werden sämtliche Umverpackungen in die Behälter des Marktes entsorgt. Losen Salat, den es nur abgepackt gab und ich trotzdem nicht verzichten wollte, fülle ich in eine mitgebrachte Papiertüte um. Obst und Gemüse werden auch in einem Stoffbeutel verstaut. Sämtliche Kartons und Folien bleiben auch da. Pizza, Müsli und so was. Genau. Und jetzt sehe ich es schon vor meinem Auge, die gerunzelte Stirn und das Fragezeichen auf der Stirn. Pizza? Wieso kauft sie Pizza, wenn sie so auf Bio und Nachhaltigkeit und so aus ist? Wieso geht sie eigentlich nicht auf dem Markt einkaufen oder in einem der Läden, in denen alles lose verpackt ist?

Womit wir beim nächsten Kapitel wären und den Konflikten, die sich im Bereich Lebensmittel einem so in den Weg stellen (können). Darum und um den Plan geht es morgen.

 

Also dann, action!
Eure Kerstin

P.S.: Ach ja, der Becher. Wer sich fragt, wozu ich den brauche. Das wäre mein persönlicher Luxus: Ein Coffee to go nach dem Einkauf. Dazu schreibe ich aber auch noch später etwas.

Tatort des Monats März

Die Zeiten der kalten Buffets und Häppchen mit Eivariationen sind (glücklicherweise) vorbei – mindestens seit den späten 70er Jahren – und Eier koche ich grundsätzlich schon immer nach Gefühl. Wie Berta eben. Ihr kennt Berta nicht? Dann am Ende auf den Link klicken. Viel Spaß!

Tatort: Küche.

Tatbestand: Eieruhr und Eierschneider.20160222_153200.jpg20160312_135202.jpg

Tatortsäuberung:

Die Eieruhr ist ja eigentlich eine Haarfärbeuhr. Ist aber auch egal, da sie weder zum einen noch zum anderen taugt. Ist nämlich kaputt. Also hinfort damit.

Tja, und was den Eierschneider betrifft. Keine Ahnung, warum ich den jemals in mein Haus gelassen habe. Nun ist jedenfalls die Aufenthaltsgenehmigung aufgrund unzureichendem Einsatz abgelaufen und er muss sich eine andere Bleibe suchen. Bei Interesse bitte melden. Ansonsten wird er den Weg in den Wertstoffhof antreten.

 

Und hier kommt Berta, ihr Mann und das Frühstücksei.

 

 

 

 

Tatort des Monats Januar

Schade, aber leider funktioniert das gute Stück nicht mehr. Ob er schon zu oft zu harte Nüsse zu knacken hatte oder einfach altersschwach ist, kann ich nicht sagen bzw. ist mir nicht mehr präsent.2015_01

Tatort: Küche.

Tatbestand: Nussknacker.

Tatortsäuberung: 60er-Jahre, Retro, Vintage, antik – egal, wenn der Nussknacker nur gut aussieht und keine Nüsse knackt, muss er leider gehen. Merke: Früher waren anscheinend auch die Nüsse größer.

Tatort des Monats Juni

Mit der schönen Jahreszeit werde ich immer auch gern zum Heimwerker. Obwohl, M. würde sagen, das hat mit der Jahreszeit bei mir nichts zu tun, sondern liegt an mir. Gut, das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls bin ich beim Durchforsten meiner Heimwerkerkiste auf zwei hübsche Fundsachen gestoßen.

Tatort: Keller2014_06

Tatbestand: Halb volle, fast leere Heimwerkerutensilien, bei denen ich zumindestens beim Tapetenkleister nicht mal mehr zuordnen kann, wann ich diesen gekauft, weil benötigt, habe. Muss ergo also schon recht lange – schätzungsweise voriges Jahrtausend – her sein. Gehört somit definitiv zu den Ladenhütern bei mir.

Tatortsäuberung: Als Nicht-Freund von fast leeren Ladenhütern schreite ich morgen direkt zur Tat und entsorge die Fundstücke am Wertstoffhof. Bin mal gespannt, in welche Tonne die Gegenstände gehören.

Tatort Monat Mai

Diesmal hat es etwas länger gedauert. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und noch mal w2014_05 Iird der Tatort zum Fundort: Der Tag, an dem meine Toilette plötzlich im Garten lag.

Tatort: Badezimmer – wie unschwer zu erkennen ist.

Tatbestand: 40 Jahre altes Bad mit braunen Blümchenfliesen. Eine großartige Kulisse, um mal eine groß angelegte Tatortaufräumaktion zu veranstalten.

2014_05 II

Tatortsäuberung: Ok, ich gebe es zu, für diesen Tatort war ich nicht gut genug ausgebildet und musste mir Hilfe von außen holen. Hat sich gelohnt, würde ich sagen.

Tatort Keller, Tag 33

Das Ding aus der anderen Welt. Vielmehr aus der Vergangenheit.

Tatort: Keller, Waschküche.33 Tag

Tatbestand: Waschmittelkugel. Soll man mit Waschpulver befüllt direkt in die Wäsche geben.

Tatortsäuberung: Entweder bin ich zu alt oder gehe nicht mit dem Fortschritt. War eine zeitlang in vielen Waschmittelpackungen enthalten. Konnte bei mir keinen Unterschied zwischen herkömmlicher Waschmittelzugabe und Kugel feststellen. Trotzdem lange gehortet. Könnte ja noch zu irgendetwas benötigt werden. Lange genug gewartet und noch immer keine Verwendung gefunden.