Verzicht kostet – mein Nachhaltigkeitsmonat

Die Firma, bei der ich arbeite, veranstaltet einmal im Jahr einen Nachhaltigkeitsmonat. Es gibt sogar einen Nachhaltigkeitsbeauftragten, der sich ganzjährig mit dem Thema befasst. Dieser Job muss zwar zusätzlich zu den regulären Aufgaben gewuppt werden, aber das scheint zumindest gehaltstechnisch nachhaltig zu sein. Zwei zum Preis von einem sozusagen. Weniger Input (Gehalt) = mehr Output (Ergebnis). Der Traum eines jeden Unternehmers. Beim Ergebnis bin ich zuweilen skeptisch, aber Milchmädchenrechnungen scheinen in der Wirtschaft heutzutage einen großen Stellenwert zu genießen.

Nun gut, zurück zum Punkt Nachhaltigkeit. Auf meinem Blog habe ich dazu ja schon das eine oder andere dazu verfasst und regelmäßig sende ich den Tatort des Monats, bei dem ich Dinge auf die eine oder andere Art los werde und meinem Ich dadurch mehr Raum verschaffe.

Und da gerade Frühling ist und das auch irgendwie Erneuerung und Frühjahrsputz bedeutet, dachte ich mir: So ein dokumentierter Nachhaltigkeitsmonat wäre eine prima Sache. Das mache ich jetzt.

Mitgewirkt an der Idee hat eine liebe Freundin, die meinte, ich solle doch ein Nachhaltigkeitsmagazin machen. Oder über lokale Firmen und Betriebe und deren Nachhaltigkeitsbemühungen berichten. So gesehen, ist das hier also ein kleines Zwischenziel, bei dem ich erst mal mich selbst und mein Verhalten unter die Lupe nehme.

Dabei möchte ich ganz verschiedene Aspekte mit einbringen: Achtsamkeit, Umwelt, Fair Trade, Bio, Öko, Ausmisten, Entrümpeln, Minimalismus, Nachhaltigkeit usw.. Das alles kann und soll irgendwie Thema sein und darf sich gern auf alle Bereiche des Lebens ausbreiten. Da bin ich ganz offen und schaue mal, was so kommt.

Wenn ich mein Leben so betrachte, bin ich, gemessen an meinem früheren Konsumverhalten und bestimmt einem Großteil der Menschheit, schon einen ganzen Schritt in Sachen Nachhaltigkeit weiter beziehungsweise voraus. Bevor es nun Einwände hagelt, dass es nach wie vor sehr viele – zu viele – Menschen gibt, denen das Nötigste zum Leben fehlt. Ja, das stimmt. Aber es gibt einen Unterschied, ob ich freiwillig und aus ethischen und ökologischen Gründen auf Dinge verzichte, oder ob ich aufgrund von Armut gar keine andere Wahl habe.

Meine Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wohnung, Arbeit sind schließlich gedeckt und ich lebe, objektiv betrachtet, sicher. Ich kann es mir so gesehen „leisten“, mein Handeln und Konsumieren zu hinterfragen.

Aber darauf werde ich sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zurück kommen. Mittlerweile gibt es ja dazu auch schon eine Menge Literatur. Ein paar Werke studiere ich gerade und werde davon das eine oder andere hier auch einfließen lassen.

LesestoffSo viel zur Einleitung zu meinem neuen Projekt „Verzicht kostet – mein Nachhaltigkeitsmonat“, bei dem ich jeden Tag etwas zum Thema hier posten möchte. Soweit der Plan. Ich bin gespannt, wie sich die Idee so entwickelt.

Ach ja, falls jemand Wünsche und/oder Anregungen hat, über was ich dahingehend mal schreiben sollte: Einfach mir im Kommentarfeld oder über das Kontaktformular eine Nachricht zukommen lassen, dann nehme ich das gerne mit auf. Und ja, Mitmachen ist ebenso erlaubt. Ich bin sicher, viele Leser haben selbst ganz tolle Ideen und Erfahrungen in puncto weniger-ist-mehr.

Also dann, action!
Eure Kerstin