Die Welt von morgen

Die Zukunft ist ja immer etwas, das wir herbeisehnen, wenn wir nicht gerade über die Vergangenheit nachgrübeln und uns fragen, was wäre, wenn.

Kristallkugel

Es ist hat ja auch etwas Aufregendes, Anregendes, sich auszumalen, was sein könnte. Das berühmte unbeschriebene Blatt über das wir unsere Träume und Wünsche streuen bis wir dann mit in der Eile der Zeit die Spuren verwischen und uns im Rückblick fragen, warum davon so wenige Realität geworden sind, nur um sie dann wieder auf ein Morgen, ein Irgendwann zu verschieben.

Genauso ist es doch jetzt. Wir fragen uns, warum wir nicht eher reagiert haben, warum man nichts unternommen hat. Und wir ertragen das meiste doch auch deswegen, weil wir die Hoffnung auf eine (bessere) Zukunft haben, versichern uns immer wieder, dass es zu irgendetwas schon gut sein wird, dass man es als Chance sehen muss. So sind wir Menschen nun mal. Vielleicht aus gutem Grund sogar. Die Welt von morgen nicht mit Positivem zu assoziieren würde keinen Sinn ergeben.

Gespannt dürfen wir alle sein, welche der Szenarien, die gerade privat, im Netz, in den Talkshows, in den Gremien gesponnen werden, es schaffen werden, sich durchzusetzen. Ganz neu, zumindest begrifflich für mich, die Idee der Re-Gnose, also der Rückblick aus der Zukunft auf heute. Der Zukunftsforscher Matthias Horx hat dazu einen Artikel geschrieben, der gerade viral (Nebenwirkungen und Langzeitschäden nicht vorhersehbar) geht. Seine Vision tut wirklich gut, sie macht Hoffnung, doch echt ist sie nicht.

Die Welt von morgen lässt sich nicht voraussagen. Vielmehr ist es doch der Wunsch nach einem guten Ende, der allen Visionen zugrunde liegt. Eine veränderte, ja bessere Menschheit scheint auf uns zu warten. Götz Werner hat einmal gesagt, dass der Mensch nur aus zwei Beweggründen lernt bzw. sich ändert, nämlich durch Einsicht oder Katastrophe. Mit der Einsicht ist es ja bei vielen nicht so weit her, wenn man mal nach draußen und so um sich schaut. Stellt sich also die Frage, ob die Katastrophe lang genug anhält, um tatsächlich eine Änderung zu bewirken. Wobei dann ja noch immer nicht gesagt ist, dass dies zum Besseren sein muss.

Das Fach Kristallkugellesen oder Kaffeesatzleserei hat gerade großen Zuspruch, aber die Zukunft wird immer anders und von Variablen beeinflusst sein, die nicht kalkulierbar sind, so gern wir das auch möchten. Und was, wenn wir uns von einer Zukunft blenden lassen, die nicht kommt? Wie groß wird dann der Schaden sein? Nicht immer hilft also ein langer Atem, um am Leben zu bleiben. Und manchmal ist das Ende einer Katastrophe erst der Anfang von dem, was kommt.

Treibgut – Kleinvieh macht auch Mist

Heute mal eine bunte Sammlung an Stichpunkten, die ich mir mal zu Beginn meines Projektes gemacht hatte und bis dato noch nicht in einem Beitrag habe einfließen lassen:

1.       Leere Milchtüten mit Wasser auffüllen und damit die Pflanzen gießen ist eine tolle Kalziumquelle für alle Zimmergewächse.

2.       Holzbügel statt Plastik, weil es auch noch schöner aussieht. Dafür die Metallbügel wieder in die Reinigung zurückbringen. Vielleicht freut sich diese und bedankt sich mit einem kleinen Nachlass beim nächsten Mal.

3.       Tee lose kaufen und die alten Tütchen wieder befüllen lassen. Noch besser: Behälter zum Befüllen mitnehmen. Ich kriege inzwischen immer ein paar Gramm mehr ohne Berechnung. Wie gesagt: Kleinvieh macht auch Mist. Zum Teekochen Stoffteebeutel benutzen. Halten ewig. Tee

4.       Heizungsthermostate anschaffen. Anschaffungskosten rechnen sich u.U. zwar erst nach längerer Zeit, aber sind auf alle Fälle eine super Sache, um unnötige Heizperioden (tagsüber, wenn keiner da ist) zu vermeiden.

5.       Reis kochen geht auf Sparflamme: Reismenge in Topf füllen, dann Wasser ca. 1cm höher als Reis dazu. Zum Kochen bringen. Dann Herdplatte ausstellen und Deckel nicht mehr abnehmen. Wenn das Wasser verkocht ist, ist der Reis fertig. Voilà, guten Appetit!

6.       Alte Schulhefte des Nachwuchses, die noch leere Seiten haben zu Notizzetteln machen. Funktioniert auch im Büro mit nicht mehr benötigten Kopien und Ausdrucken.

7.       Die Mülltüte im Abfalleimer kann man sich sparen. Behälter einfach auswaschen.

8.       Fenster auf statt Abzugshaube einschalten. Ah, Frischluft.

9.       Treppe statt Fahrstuhl. Hat auch den Vorteil, dass man z.B. in öffentlichen Gebäuden den Fluchtweg kennt.

10.   Hin und wieder mal über die Stränge schlagen und etwas „Unvernünftiges“ tun. So wie neulich: Da konnte ich an dem schönen Mantel einfach nicht vorbei. „Das ist so ein typischer Kerstin-Mantel“, sagte meine Begleitung. Und beim letzten Wocheneinkauf meinte die Verkäuferin: „Sie haben einen tollen Mantel.“ Was soll ich sagen: Alles richtig gemacht! Mantel

Schließlich läuft es bei Verzicht auch darauf hinaus, einen sogenannten Link zwischen Leben, Einstellung und Handeln zu finden. Im Einklang mit sich und der Welt.

 Und zu guter Letzt ein schöner Beitrag von nano zum Thema „Von allem zuviel“.

Mal sehen, wohin es mich treibt. Also dann, action!
Eure Kerstin