Was von den Rauhnächten übrigbleibt: Juli

Ich habe lange, sehr lange über das, was mich diesen Monat gleichermaßen beschäftigt wie bewegt hat, nachgedacht. Gegrübelt sowieso. Zu lange vielleicht. Und irgendwie war der Juli auch zu lang. Irgendwie sowieso von allem zu viel.

Von daher wäre ein ohne-Worte-Beitrag das konsequenterweise angebrachte Mittel der Wahl. Denn solange man noch eine Wahl hat, sollte man die Chance dazu ergreifen, so eingeschränkt und begrenzt sie auch sein mag.

Ganz ähnlich sieht das auch der jugendliche Mitbewohner. Natürlich ging es bei dem Gespräch nicht um Wahlmöglichkeiten und das Gespür für Zeit, aber irgendwie dann doch.

„Kann ich eigentlich Dinge mit in meinen Sarg legen?“

„Ja, schon.“

„Dann will ich meine Spiegelbrille aufgesetzt bekommen.“

„Aha…“

„Und wenn ich dann in 2000 Jahren ausgegraben werde, bin ich das coolste Skelett.“

Ja, so kann man den Tatsachen natürlich auch begegnen und entgegensehen.