Was von der dritten Rauhnacht (27. Dezember) übrigbleibt – März 2017

„Aufbruch“ heißt es im März und so auch in der dritten Rauhnacht, dem 27. Dezember. Nun, der Aufbruch fand sozusagen zweimal statt. Bereits am 27. Dezember war dies zu spüren, als ich diesen ebenso genussreich und wie sportlich bei einem Tag in Sauna und Therme verbrachte. Ein Geschenk an die liebste Tante und in dem Sinne auch an mich selbst.
Der Monatsbeginn wurde ja schon in Südtirol begangen, da dort unsere alljährlichen Faschingsferien verbracht werden. Es gab sogar noch mal kräftig Neuschnee,

gefolgt von schönstem Sonnenschein mit herrlicher Fernsicht.

 Den „zweiten“ Aufbruch lieferte die Natur, denn überall fing es an zu sprießen und zu blühen. 

Blumenpracht

erste Farbkleckser

Auch die Tierwelt genoss die ersten warmen Sonnenstrahlen

Den Schneehasen hat zwar mein Auge live und in Farbe gesehen, aber für das Beweisfoto war die Kamera beziehungsweise ich zu langsam.

 

Und natürlich musste ich ein Kontrastprogramm

…mal am Wasser entlang

…mal im Frühnebel unterwegs

…und dann über die Nebelwolken hinaus

für den Wanderneuling an meiner Seite auf die Beine stellen, damit dieser nicht gleich entmutigt die Flinte ins Korn wirft, wenn es mal länger und/oder steiler zugeht. Auch ein Aufbruch, wenn man so will.

Ein abwechslungsreicher Monat geht zu Ende und schon warten jede Menge neue, spannende und erlebnisreiche Tage auf mich. Große Vorfreude! Aber davon mehr beim nächsten Mal.

 

Eure Kerstin

 

 

Was von der zweiten Rauhnacht (26. Dezember) übrigbleibt – Februar 2017

Der 26. Dezember beziehungsweise der Februar steht unter dem Motto „Frieden“. Nun ja, der zweite Weihnachtsfeiertag war tatsächlich recht friedlich, hingegen lässt sich das für den zurückliegenden Februar so irgendwie gar nicht sagen. Allerdings hatte ich als Tarotkarte auch den Wagen gezogen und der steht ja bekanntlich nicht für ruhiges Fahrwasser. 

Gleich zu Beginn musste bei eisigen Temperaturen eine traurige Familiennachricht verkraftet werden, die uns den ganzen Monat lang begleitet hat und auch weiterhin für manch schmerzliche Erinnerung sorgen wird. „Tschüss, Opi!

Eisfall

Eisfall

Um auf andere Gedanken zu kommen, wurde ein Ausflug zur Montgolfiade an den Tegernsee unternommen… 

Montgolfiade

…und ein Spaziergang am Waginger See unternommen… 

Waginger See

…und dann noch an den Simsee. simsee

Ruhe und Frieden im Baummuseum baumringe

Statt Kamellen gab es Bounty auf 2.200 m… bounty

….und statt Fasching jede Menge wilde Skiabfahrten. skiline

So sportlich geht es direkt in den März, den Rückblick gibt es aber erst am Ende des Monats. Und bis dahin gilt es, noch jede Menge zu erleben.

Eure Kerstin

Heute ist die beste Zeit

Vor ein paar Tagen zeigte das Thermostat morgens nur knapp über 0°C an. So kalt, dass ich mit ziemlich blutleeren Fingern und Füßen, weil ohne Socken, vom Fahrrad gestiegen bin. Es lässt sich nicht leugnen, die Sonne verlässt die nördliche Hemisphäre. Und auch nicht aufhalten. Die Erde verschiebt ihre Achse.
Schon vorbei. Der Sommer. Viel zu schnell. Gerade erst habe ich mich an das wohlig warme Gefühl auf meiner Haut gewöhnt. Und nun soll schon Herbst sein? Ich bin noch nicht so weit.
Die Sonnenbrille und Sandalen gegen Mütze, Handschuhe, geschlossene Schuhe mit Socken austauschen? Statt bunter Kleider Einheitsgrau? Jetzt schon? Nein, ich bin definitiv noch nicht so weit.
Die Nachbarn haben sich bereits mit Holz für die kalte Jahreszeit eingedeckt und ich kann die Heizungsleitungen surren hören. Es ist frostig. Es wird Zeit. Ich aber brauche noch Zeit.

Und so ziehe ich noch vor Sonnenaufgang los und fange den Sommer und das Licht ein. Denn heute ist die beste Zeit. 

Dämmerung

Dämmerungslicht

 

Sonnenaufgang

Sonnenlicht

 

Gegenlicht

Licht und Schatten

Zwielicht

Zwielicht

Südlicht

Fernlicht

Lichstspiel

Lichtspiel

Eure Kerstin

Treibgut – Launen der Natur

Ich hatte ja schon (klick) angekündigt, dass ich gerne noch so dies und das zum Thema Nachhaltigkeit beitragen möchte und mich dabei einfach ein bisschen treiben lasse, um zu sehen, wohin es mich führt. Heute etwas für Gipfelstürmer, Bergfexe und Höhenrauschgefährdete.

Heutzutage nutzen wir die Natur ja nicht nur zum Erhalt des eigenen Lebens, sondern auch als Ressource für Entspannung und zur Beruhigung unserer gehetzten Seelen. Das war vor nicht allzu lange Zeit noch ganz anders, denn für unsere Vorfahren war die Natur ein Ort, der einem Angst machte und vor dem man sich besser in Acht nahm. Volksmärchen verdeutlichen das ziemlich eindrucksvoll.

Mittlerweile fühlen wir uns der Natur dermaßen überlegen, dass wir es am nötigen Respekt ihr gegenüber mangeln lassen. Auf Berghütten steht in der Hüttenordnung: „Müll vermeiden und den eigenen Abfall mit ins Tal nehmen“. Das ist leider noch immer in ganz vielen Köpfen nicht angekommen und so kümmern sich alljährlich Ehrenamtliche und Freiwillige immer wieder darum, die Berge zu entrümpeln.

Nicht wir ertragen die Welt, sondern sie muss uns ertragen. Ein zweifelhafte Los. Dabei stellt sich mir immer die Frage: Wenn ich es doch den Berg hochgeschleppt habe, dann kann ich es auch wieder runter schleppen, oder? Wer nun als Argument das Gewicht im Rucksack anführt, der hat von vornherein falsch gepackt und definitiv zu viel auf dem Rücken und zu wenig im Kopf.

Ganz Arglose denken ja gerne mal, dass organischer Abfall nicht zum Müll im eigentlichen Sinne gehört, weil er verrottet und irgendwann zu Dünger und Erde wird. Und so werden auch Essensreste gern mal der Natur in luftiger Höhe und somit im wahrsten Sinne sich selbst überlassen, denn ab einer gewissen Höhe sind die für den Kompostierungsvorgang nötigen Mikroorganismen und der erforderliche Luftsauerstoff rar und der sonst so wertvolle Biomüll ist schlichtweg nur Müll.

Unsere schöne Natur hat so ihre Launen und ist, was den sorglosen Umgang mit ihr angeht recht nachtragend wie aus der Grafik des Alpenvereins ersichtlich ist.

Müllberge Das sind wahrlich biblische Jahresangaben. Lediglich Noah, der geschätzte 600 Jahre alt wurde, hätte in seiner Lebensspanne den Verrottungsprozess ansatzweise dokumentieren können. Und selbst Methusalem wäre trotz seiner 969 Jahre noch immer nicht in der Lage gewesen, eine Glasflasche verrotten zu sehen.

Ganz ehrlich, wer wandert schon gern durch die Natur, wenn er dabei ständig die Hinterlassenschaften seiner Mitmenschen aus dem Blickwinkel ausradieren und später vielleicht aus der spektakulären Aufnahme wegretuschieren muss?

Apropos Hinterlassenschaften: Ich weiß, die männlichen Artgenossen tun sich da etwas einfacher, aber meine Damen, entweder bitte das Taschentuch diskret wieder einstecken oder mal eine biologische, nachwachsende Variante wählen und sich mit Gras und Blättern behelfen. Geht wunderbar und hat keine Nebenwirkungen.

Vielleicht wird es Zeit, dass wir, die wir im Grunde auch nur eine Laune der Natur sind, von dieser wieder in unsere Schranken gewiesen werden. Und wenn ich mir die Naturgewalten , welche nur für uns Menschen eine Katastrophe sind, in letzter Zeit so anschaue, dann finde ich, dass sie das in letzter Zeit ganz gut macht. Und wenn wir nicht aufpassen, laufen wir Gefahr, dass das Leben wie wir es heute kennen zu einem Märchen mutiert.

Mal sehen, welches Treibgut noch so meines Weges kommt. Also dann, action!

Eure Kerstin