Tatort des Monats Januar

Getrieben von der Unruhe und dem schlechten Gewissen, bin ich mir zu nichts zu schade.

Tatort: HWR (Haushaltwirtschaftsraum, wenn man denn so etwas in seinen vier Wänden aufzuweisen hat – also ich nicht)

Tatbestand: Fällige und überfällige Haushaltspflichten

Tatortsäuberung: Davon, dass man sich und allen anderen, die es nicht mehr hören wollen, immer wieder solch unliebsame Pflichten wie Bügeln, Stopfen, Knopf annähen etc. vorsagt, erledigen sich diese wundersamerweise nicht von selbst. Also heißt es, selbst Hand anlegen. Und was soll ich sagen, hat gar nicht weh getan, war kein Akt und fühlt sich gleich viel besser an.

 

Tatort des Monats Dezember

Jedes Ende sollte einen ordentlichen und sauberen Abschluss haben. Das gilt für das Kalenderjahr, an dessen Ende ich gern, wenn und soweit möglich, alle losen Enden mit einem Endknotenpunkt versehe. Und das gilt für Lebensphasen jedweder Art. Von daher in Anlehnung an meinen letzten Beitrag „Der Preis der Freiheit“ und als Abschluss dessen dieser Tatort.

Tatort: KücheThermoskanne

Tatbestand: Thermoskanne

Tatortsäuberung: Die rote Thermoskanne hat mich jahrelang treu durch meinen Arbeitstag begleitet und für ein bisschen Wärme bei so manch eisigem Zug im Büroalltag gesorgt. Wie man an den vielen Dellen, Dullen und Abschürfungen erkennen kann, haben wir quasi den gleichen Leidensweg hinter uns. Nun ist dieser Weg zu Ende. Meinem ersten Impuls, sie in Ehre zu halten und einer neuen Bestimmung zuzuführen, habe ich schlussendlich nicht nachgegeben und lieber einen ordentlichen und sauberen Abschluss gewählt. Möge die dienstbare Thermoskanne also eine vollkommen andere und hoffentlich sinnstiftende zweite Chance erhalten. Ich für meinen Teil habe meinen Abschluss gemacht und bin bereit für neue Anfänge.

 

Tatort des Monats November

Der Winter ist nun doch nicht mehr zu verleugnen. Zeit für eine Bestandsaufnahme im Kleiderschrank. Wie es ausgegangen ist, kann man unten nachlesen.

Tatort: KleiderschrankSchal

Tatbestand: Schals (Achtung: Mehrzahl)

Tatortsäuberung: Letztes Wochenende waren der jugendliche Mitbewohner und meine Wenigkeit shoppen. Also, eigentlich hat er geshoppt, während ich mit Bezahlen beschäftigt war. Am Ende war das Budget nahezu und die Mama vollends erschöpft, so dass als Belohnung für den Geldgeber nur noch ein Schal rausgesprungen ist. Allerdings dieser auch nur unter dem Zugeständnis an den Partner, der aufgrund einer Fußballübertragung – wenigstens wurde die Kreditkarte geschont – befreit war, dass ich einen dafür abgebe. Fairplay einmal anders. Gesagt, getan. Sogar mehr als das. Ich würde fast so weit gehen und behaupten, die Weihnachtsgeschenke sind damit auch schon abgedeckt.

Tatort des Monats Oktober

In diversen Tatorten (Mai 2017 / März 2018) sind schon so einige Utensilien beim Sport in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun also der nächste Fall in dieser Serie. Kein wirklicher Tatort im klassischen Sinne, dass ein Teil meinen Haushalt verlässt, da ich in dem Fall Ersatz angeschafft habe. Nichts desto trotz ist etwas mehr Platz…

Tatort: Schreibtisch.10_2018

Tatbestand: mp3-Player.

Tatortsäuberung: Nachdem ich die erste Trauer über den Verlust und die Enttäuschung über die Kurzlebigkeit heutiger Produkte überwunden hatte, dachte ich lange Zeit über den gänzlichen Verzicht eines solchen Gerätes nach. Schließlich sind Handys heutzutage multitaskingfähig und ich könnte auch damit Musik hören, aber meines ist, wen wunderts, nicht kompatibel mit der Mediathek und eigentlich auch viel zu unhandlich für den Sport. Auf der Suche nach einem Ersatz konnte ich ein gutes gebrauchtes Stück ergattern, was aber letztlich auch der Tatsache geschuldet war, dass mp3-Player mittlerweile gar nicht mehr so angeboten werden. Es ist um einiges kleiner, ergo auch praktischer, so dass dies auch dem Raumgewinn zu Gute kommt. Ein halber Tatort also, wenn man so will.

Tatort des Monats September

Manche Projekte werden nicht besser, wenn man über ihnen brütet. Oder sie liegen lässt – für später.

Tatort: Schreibtisch.Tagebuch

Tatbestand: Tagebuch.

Tatortsäuberung: Die Idee mit dem Dankbarkeitstagebuch fand ich mal ganz gut. Weiter bin ich nicht gekommen. So ändern sich die Zeiten. Nun bin zumindest dankbar, dass ich es geschafft habe, mich davon zu trennen.

Tatort des Monats Juni

Nachdem bereits der Tatort des Monats Mai etwas Ungewöhnliches zu Tage gebracht hat, ist mir für diesen Monat ebenfalls eine Sonderausgabe in die Hände gefallen bzw. aus dem Ausschnitt, wenn man so will.

Tatort: Kleiderschrank06_2018

Tatbestand: Wäscheaccessoire, wenn man frau aus einem X ein U machen möchte.

Tatortsäuberung: Auf den ersten Blick mag so mancher – wohl eher männlicher Leser – rätseln, was denn das für eine Blume ist, oder ob es sich dabei um Handwerksutensilien handeln könnte. Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass es nur auf die Präsentation ankommt.

Nun, wie so vieles im Leben, wird unsere Gutgläubigkeit immer wieder gern ausgenutzt und es gibt es an jeder Ecke eine Mogelpackung. Doch wenn man sich ständig über weniger Inhalt zum gleichen Preis ärgert und erst recht darüber, dass die Firmen glauben, der Verbraucher merke dies nicht, dann muss man auch selbst den Tatsachen ins Auge sehen und dazu stehen, dass aus einer Körbchengröße X auch mit Einlagen und Polstern nur oberflächlich ein U wird. Und wer will schon Oberflächlichkeit? Also, weg damit. Ersatzlos.

Tatort des Monats Mai

Nein, ich betreibe keinen nicht genehmigten Flughafen für kleine, grüne Männchen oder andere Hobbybastlerutopien, auch wenn der fotografisch festgehaltene Gegenstand dies vermuten lassen könnte.

Tatort: AbstellkammerFusselrasierer

Tatbestand: Extraterrestriales Flugobjekt…äh Fusselrasierer

Tatortsäuberung: Dass heutzutage jedes (technischen) Produkt einer geplanten Obsoleszenz unterliegt ist mir klar, dass diese aber auch bei Nicht-Nutzung greift, war mir neu. Es ist zum Verzweifeln, kaum liegt der durchaus praktische Fusselrasierer zwei Jahre in seiner Originalverpackung, schon funktioniert er nicht mehr. Denke, reparieren ist kontraproduktiv. Stattdessen greife ich ab sofort wieder zu Schere und Rasierklinge, um mich unerwünschter Fussel zu entledigen. Falls aber da draußen jemand sich findet, der eine zündende Idee hat, immer her damit.