Tatort des Monats Oktober

Wer heutzutage noch Dinge repariert, gehört zur neuen Generation der Klimaschützer oder den Alten, die schon immer schonend mit Hab und Gut und den Ressourcen umgegangen sind. Also, das ist natürlich nur so die Kurzfassung. Irgendwo dazwischen dürfte meine Person einzustufen sein, denn ich fühle mich durchaus berufen, auch Hand anzulegen, wenn es darum geht, etwas zu flicken, einen Knopf anzunähen und was sonst noch so mit Nadel und Faden bewerkstelligt werden kann. Und wenn man eben die Dinge hortet, dann sammeln auch diese Utensilien sich unweigerlich an, bei denen es irgendwie kein MHD gibt.

Tatort: Das Nähkästchen, aus dem man auch manchmal so gerne plaudert.img_0333

Tatbestand: Nähnadeln in allen Stärken und Längen

Tatortsäuberung: Damit es mit der Suche nach der passenden Nadel auch klappt, hilft es ungemein, wenn pro Nadelkategorie nur ein, maximal zwei Vertreter anwesend sind. Besonders, wenn die Sehkraft mit zunehmedem Alter nachlässt. Der Rest war auch mit gutem Zureden, nicht an andere Aktivisten jeglicher Coleur loszuwerden, also Metallentsorgung.

Sieben auf einen Streich – Das Resümee

Made with Repix (http://repix.it)

So, das war’s mit meinen glorreichen Sieben. Natürlich gibt es noch unzählige andere Favoriten in meinem Fundus, die es mir hoffentlich nachsehen, dass sie hier nicht geehrt wurden, dafür aber in meiner hauseigenen Bibliothek einen festen Platz haben.

Folgt noch so etwas wie eine Bestandsaufnahme. Und damit sich der Kreis dann auch wieder irgendwie schließt, kommen die Textpassagen aus Buch Nummer eins „Momo“ von Michael Ende.

Im Rückblick muss ich feststellen, dass es in allen Büchern um die Zeit geht, beziehungsweise um das zur-rechten-Zeit-am-richtigen-Ort-Sein. Heißt das nun für mich, dass ich ebenso auf der Suche nach der Zeit und/oder dem Ort bin? Am Ende noch immer ein Zeitreisender bin?

„‘Dies‘, sagte Meister Hora, ‚ist einen Sternstunden-Uhr. Sie zeigt zuverlässig die seltenen Sternstunden […]‘ ‚Was ist denn eine Sternstunde?‘, fragte Momo. ‚Nun, es gibt manchmal im Lauf der Welt besondere Augenblicke, […] wo es sich ergibt, daß alle Dinge und Wesen, bis zu den fernsten Sternen hinauf, in ganz einmaliger Weise zusammenwirken, so daß etwas geschehen kann, was weder vorher noch nachher je möglich wäre. Leider verstehen die Menschen sich im allgemeinen nicht darauf, sie zu nützen, und so gehen die Sternstunden oft unbemerkt vorüber. Aber wenn es jemand gibt, der sie erkennt, dann geschehen große Dinge auf der Welt.‘“

Auffällig auch, dass (fast) alle Lieblingsbücher älteren Datums sind, obwohl ich mit zunehmendem Alter inzwischen deutlich mehr lese. Heißt das nun wieder, ich lese heute oberflächlicher, so dass weniger Werke einen bleibenden Eindruck hinterlassen? Oder gehen die Geschichten von heute generell weniger unter die Haut?

„‘Und deshalb will ich dir ein Geheimnis anvertrauen: Hier aus dem Nirgend-Haus in der Niemals-Gasse kommt die Zeit aller Menschen.‘ ‚[…] machst du sie selbst?‘ […] ‚Nein, mein Kind, ich bin nur der Verwalter. Meine Pflicht ist es, jedem Menschen die Zeit zuzuteilen, die ihm bestimmt ist.‘ ‚Könntest du es dann nicht ganz einfach so einrichten, […] daß die Zeit-Diebe den Menschen keine Zeit mehr stehlen können?‘ ‚Nein, das kann ich nicht, […] denn was die Menschen mit ihrer Zeit machen, darüber müssen sie selbst bestimmen. Sie müssen sie auch selbst verteidigen.‘“

Im Grunde ist es allerdings aber auch wiederum so, dass Lieblingsbücher immer auch eine Momentaufnahme sind. Und ich habe in vielen Lebensphasen immer wiederholt andere Werke zu meinen Favoriten erklärt. Und hier möchte ich dann noch ein Zitat aus meiner aktuellen Lektüre „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari anbringen:

„Jeder Moment der Geschichte ist ein Scheideweg. Eine einzige Straße führt von der Vergangenheit in die Gegenwart, doch in die Zukunft führt eine unendliche Vielzahl von möglichen Wegen. Einige sind breiter und besser ausgeschildert als anderes, weshalb wir sie mit größerer Wahrscheinlichkeit einschlagen, aber oft nimmt die Geschichte völlig unvorhersehbare Wendungen.“

In diesem Sinne. Vorhang zu für meine Sieben. Und alle auf einen Streich wieder zurück ins Bücherregal.

 

P.S.: Danke nochmals, liebe Ines, für den Staffelstab, den ich gern im Kreis meiner Leser weiterreiche. Vielleicht hat ja Sarah („NurMitMir“)oder Alice von („Make a Choice Alice“), beide, wenn ich das so richtig interpretiere, ebenfalls begeisterte Vielleser, Lust, die nächste Runde einzuläuten. Es dürfen natürlich auch beide oder alle, die Lust und Laune haben, ihre eigene Reihe der Sieben starten.

Sieben auf einen Streich – „Eine Frage der Zeit“ von Alex Capus

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Ein Glückfund, per Zufall. Gebraucht in einer Flohmarktbücherhandlung im bayerischen Alpenvorland gefunden und erworben. Und die Nominierung eigentlich eher eine Impulshandlung, da ich mich beim besten Willen nicht für ein letztes Buch aus meinem bestehenden Fundus entscheiden konnte.

Von Alex Capus hatte ich schon „Reisen im Licht der Sterne“ gelesen, in dem Legende und Wahrheit um den Autor „Die Schatzinsel“ miteinander verschmelzen. Insofern liegt die Vermutung nahe, dass auch „Eine Frage der Zeit“ stark an reale Ereignisse geknüpft ist. Nachgeprüft habe ich es nicht. Zu verlockend die Vorstellung, dass die Geschehnisse der Wirklichkeit zumindest entlehnt sind.

Stattdessen habe ich mich der kurzweiligen Geschichte dreier norddeutscher Werftarbeiter erfreut, die im Auftrag von Kaiser Wilhelm ein Schiff, zerlegt in seine Einzelteile, an den Tanganikasee in Afrika bringen, um es dort wieder zusammen zu bauen. Das Ganze doch ein etwas absonderliches Unternehmen und vielleicht sogar eine Blüte des Kolonialismus, wenn man so will. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und es entwickelt sich eine groteske Geschichte um die Sinnhaftigkeit des Krieges, den keiner will, aber alle führen müssen. Fernab vom eigentlichen Kriegsschauplatz und vor der Kulisse des tropischen Sees.

Die Charaktere sind grandios bildlich, mit all ihren Nuancen und Facetten und man ist sogleich selbst Gefangener zwischen den Ereignissen und Völkern.

„Ich bilde mir doch nicht ein, dass ich hier meinen Kasperltheater den Krieg entscheide. Während in den Schützengräben und Granattrichtern an der Marne Hunderttausende junger Männer verrecken, tuckern wir über den See wie Vergnügungsreisende und spielen Verstecken mit den belgischen Kasperlebooten.“

Damit wäre nun die Herausforderung „Sieben Bücher in sieben Tagen“ geschafft, alle Einzelteile an ihrem Platz, doch in der Summe fehlt natürlich der Abschluss. Und anders als die Helden in „Eine Frage der Zeit“ ist mir da hoffentlich das Glück etwas holder gesonnen.

Also dann, bis morgen.

Sieben auf einen Streich – „Das unerhörte Leben des Alex Woods“ von Gavin Extence

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Was mir beim Gedanken an den Roman von Gavin Extence zuerst in den Sinn kommt, ist diese Versicherungswerbung, bei der ein Satellit vom Himmel fällt, auf ein Auto, fein säuberlich abgestellt auf einem riesigen Parkplatz. Das einzige Auto wohlgemerkt. Dazu die Frage: „Was, wenn es immer Sie treffen würde?“ Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Tja, und trotzdem, die Möglichkeit besteht.

Nun, das hat nur insofern etwas mit dem Buch „Das unerhörte Leben des Alex Woods“, wobei ich den englischen Titel „The universe vs. Alex Woods“ deutlich aussagekräftiger finde, zu tun, als dass ihm, Alex Woods, im Alter von zehn Jahren, ein Meteorit auf den Kopf fällt. Im Badezimmer. Der Aufhänger ist also schon recht bizarr. Damit nicht genug. Alex, der wahrlich etwas sonderlich ist für einen Zehnjährigen+, rettet sich etwas später vor seinen Mitschülern in den Garten von Mr. Peterson, einem exzentrischen Greis mit einer Vorliebe für Marihuana und Bücher von Kurt Vonnegut. Die beiden freunden sich an, lernen voneinander und als Mr. Peterson seinem Leben in der Schweiz ein Ende setzen will, machen sich sie gemeinsam auf den Weg.

Die Geschichte ist wunderschön erzählt. Es geht um ungewöhnliche Freundschaften, das Schicksal und einen selbstbestimmten, freien Lebensweg. Philosophisch und poetisch bis zum Schluss. Bezeichnenderweise mit einer Passage aus dem Roman „Der Kinderkreuzzug” von Kurt Vonnegut, dessen Bücher, hier empfehle ich „Galápagos“, im Übrigen abstruser und schräger nicht sein könnten.

„The most important thing I learned on Tralfamadore was that when a person dies he only appears to die. He is still very much alive in the past, so it is silly for people to cry at his funeral. All moments, past, present and future, always have existed, always still exist. The Tralfamadorians can look at all the different moments […] They can see how permanent all the moments are, and they can look at any moment that interests them. It’s just an illusion we have here on Earth that one moment follows another one, like beads on a string, and that once a moment is gone it’s gone forever”

“Das unerhörte Leben des Alex Woods“ macht Lust auf mehr von Gavin Extence. Zum Glück gibt es inzwischen auch einen zweiten Roman. Falls also jemand noch nach einem Geschenk zu Weihnachten oder so für mich sucht, bitte nicht auf komische Ideen kommen – wir wissen ja, was dabei herauskommt.

Also dann, bis morgen.

 

 

 

 

 

Sieben auf einen Streich – „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón

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„Der Schatten des Windes“ habe ich beim Stöbern im Buchhandel entdeckt und damals sogleich zu einem meiner Lieblingsbücher erklärt. Wie der Zufall es so wollte, habe ich den Titel seinerzeit im selben Jahr zu Weihnachten gleich zweimal geschenkt bekommen. Offensichtlich ist mein Büchergeschmack doch weniger speziell als ich immer dachte.

Carlos Ruiz Zafón ist immer ein bisschen Romantik und gleichzeitig geheimnisvoll, so in der Art. Eben diese Punkte treffen auch auf „Der Schatten des Windes“ zu. Gleichzeitig Märchen und Krimi, phantastische Literatur und Liebesroman. Daneben abgrundtiefes, schier unmenschliches Leid. Das Spannende ist, dass die Geschichte im 20. Jahrhundert spielt und auch die politischen Ereignisse im Barcelona dieser Zeit eine tragende Rolle spielen sowie erheblichen Einfluss auf den Verlauf nehmen, man aber immer irgendwie das Gefühl hat, sich in einem Mittelalterroman zu befinden. Düster und faszinierend die ganze Szenerie.

„Der Schatten des Windes“ lebt auch davon, dass sich die Handlungen miteinander verstricken und die Geschichte sich quasi wiederholt, was man zwar als Leser erkennt, aber ohne Chance, den Helden vor seinem Schicksal zu bewahren.

„‘Daß sich Leute, die kein Leben haben, immer in dasjenige der anderen einmischen müssen‘, murmelte Fermín. ‚Wo waren wir stehengeblieben?‘ ‚Bei meinem fehlenden Mut.‘ […] ‚Passen Sie auf, Daniel. Das Schicksal lauert immer gleich um die Ecke – wie ein Dieb, eine Nutte oder ein Losverkäufer, seine drei trivialsten Verkörperungen. Hausbesuche macht es hingegen keine. Man muß sich schon zu ihm bemühen.‘“

Die Bücher von Carlos Ruiz Zafón habe ich nahezu alle gelesen und alle zusammen bilden irgendwie ein schemenhaftes Ganzes in meiner Erinnerung. Wer mit wem in welchem Buch agiert, erscheint mir oft unklar und manchmal kann ich nicht mehr mit Bestimmtheit sagen, was genau in seinen Romanen passiert. Hinzu kommt, dass seine Geschichten auch alle auf die eine oder andere Weise miteinander verwoben sind. Nebencharaktere sind dann auch einmal die Hauptperson, oder es ergibt sich, dass dieselben Orte in unterschiedliche Handlungen aus einer neuen Perspektive einfließen. Vielleicht ist das ja mitunter der Reiz seiner Bücher. Sie verschwinden in der Erinnerung wie Schatten und zurück bleibt ein Windhauch.

Also dann, bis morgen.

 

 

 

 

 

 

Sieben auf einen Streich – „Witwe für ein Jahr“ von John Irving

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Die Ironie meiner Leidenschaft für John Irving als einem meiner Lieblingsautoren liegt darin begründet, dass ich seinen Roman „Witwe für ein Jahr“ von meiner ehemals großen Liebe erhalten hatte, nachdem meine Mutter gestorben war. Wobei wir irgendwie wieder bei Paul Auster und den Zufällen des Lebens wären.

Das Buch war also ein Geschenk, höchstwahrscheinlich hauptsächlich wegen des Titels. Um mich zu trösten, oder aufzumuntern, wer weiß das schon nach all der Zeit. Der Geschenkegeber war im Bereich Literatur nicht sonderlich wählerisch. Ganz sicher aber ist es der Beginn meines Faibles für die großartigen Werke von John Irving. Immer Familiensaga und Beziehungsgeschichten, die die Jahrzehnte überspannen, gespickt mit Gewalt, Sex, Geschlechterrollen und gesellschaftlichen (Tabu)-Themen der jeweiligen Zeit. Amerikanische Arbeitergesellschaft ebenso wie Mittelschicht, gnadenlos und hin und wieder abgrundtief. Immer zwischen Tragik und Komik. Und auch bei ihm gibt es den Hang zum Absurden, welcher den Geschichten das gewisse Etwas verleiht.

„Witwe für ein Jahr“ ist, was den Titel betrifft, etwas irreführend, denn Witwe wird die Heldin erst sehr spät im Verlauf der Geschichte. Es geht eigentlich mehr um ihr zerrüttetes Verhältnis zu ihren Eltern und letzten Endes um ihr gestörtes Verhältnis zu Männern. Ruth, sozusagen das Ersatzkind für ihre beiden verstorbenen Brüder, die sie nie kennengelernt hat, wird als Kleinkind von ihrer Mutter Marion verlassen, während ihr Vater Ted keinerlei Rücksicht und Vorsicht bei seinen Affären gegenüber seiner Umwelt walten lässt. Mittendrin Eddie, der für mich eigentlich fast schon die eigentliche Hauptperson und Spielball im Familiendrama.

„‘She threw rocks at you?’ Marion asked Eddie. ‘There were little stones – most of them hit the car’, Eddie admitted. ‘She made you carry her?’ Marion asked. ‘She was barefoot,’ Eddie explained again. […] ‘And you left your shirt? Why?’ ‘It was ruined – it was just a T-shirt.’ As for Ted, his conversation with Eddie was a little different. […] ‘She locked herself out of the house, because of you,’ Eddie told him. […] ‘I had to break into her house […] I had to carry her through the broken glass,’ Eddie complained. ‘I lost my shirt.’ ‘Who cares about your shirt?’ Ted shouted.

Ruth und Eddie sind gleichzeitig verfolgt und bestimmt von ihrer Vergangenheit, die so gesehen auf den gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnissen mit Marion und Ted beruhen.

„‘[…] let’s say you do it with some other old lady, some old dame in her seventies or eighties. I mean, what are you thinking? Are you really looking at her and feeling attracted? […]’ ‘I try to see the whole woman […] I can picture her when she was much younger […] I try to see her whole life in her. There’s something moving about someone’s whole life.’”

Und genau das ist es auch, was mich an den Büchern von John Irving so magisch anzieht, das Leben in seiner Gesamtheit entfaltet sich vor einem und man erlebt und durchlebt die Zeit mit. Vom Anfang bis zum Ende.

Also dann, bis morgen.

Sieben auf einen Streich – „Der englische Patient“ von Michael Ondaatje

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Wer „Der englische Patient“ gelesen hat, wird mir beipflichten: Es ist eine wirklich verworrene Story. Unzählige Handlungsstränge verknüpfen sich, die Erzählperspektive ändert sich und hin und wieder steigt man nicht dahinter, was in der Geschichte gerade passiert. Aber eines ist sicher: Die Liebe zur Wüste kommt durch und hält einen in ihrem Bann.

Wie und warum ich zu dem Buch gekommen bin, kann ich nicht mehr sagen, aber gelesen habe ich es vor Erscheinen des gleichnamigen, oscarprämierten Filmes. Und ich weiß noch, dass ich damals hauptsächlich genau deswegen, ganz entgegen meiner Überzeugung, entweder Buch oder Film, in den Film gegangen bin, weil ich mich gefragt habe, wie man aus solch einer Vorlage überhaupt einen Film machen kann. Was soll ich sagen? Das Ergebnis war überwältigend. Der Nachteil ist allerdings, dass nun die Filmbilder die Lektüre überlagern und ich immer nach „anderen“ Geschichte suche.

Und schon allein deshalb gehört es eigentlich zu meinen Grundsätzen, dass ich mich immer nur für eine Variante entscheide: Lektüre oder Film. Bei den wenigen Ausnahmen, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe, wurde ich prompt enttäuscht. Vom Film wohlgemerkt. Aber, „Der englische Patient“ war anders. Überwältigend. So sehr, dass ich immer mal wieder von einer Wüstensafari träume.

Und sogar so sehr, dass ich im Nachgang das Buch „Schwimmer in der Wüste“ von Ladislaus E. Almásy, der die Vorlage für den englischen Patienten verkörpern soll, gelesen habe.

„In Tassili habe ich Felszeichnungen aus einer Zeit gesehen, als die Saharabewohner in Binsenbooten Jagd auf Walrösser machten. Im Wadi Sura sah ich Höhlen, deren Wände mit Zeichnungen von Schwimmern bedeckt waren. Hier war einst ein See gewesen. […] Immer noch findet man Harpunen in der Wüste. Es war ein Wasservolk. Selbst heute gleichen Karawanen Flüssen.“

Und, ähnlich bewegen sich auch die Protagonisten in „Der englische Patient“, Gestrandete des Krieges in einer mediterranen Villenruine, Zeitzeugen längst vergangener Epochen. Wie Schwimmer in der Wüste. Eine Oase inmitten der Wüste.

 

Also dann, bis morgen.