Was von den Rauhnächten übrigbleibt: September

Der Sommer geht zu Neige. Und das bei weitem viel schneller, als einem lieb ist. Und auch selbst dann noch, wenn es, wie in diesem Jahr, ein wirklich langer Sommer war. Dieser Tage wache ich auf und frage mich, wo ist nur die Zeit geblieben? Gerade war sie doch noch da, die Gemächlichkeit und Ruhe im flirrenden Sonnenlicht. Der Duft nach Wärme. Nun färben sich die Blätter. Ebenso die Backen. Vom kühlen Wind, der einem um die Nase weht. Klar und scharf zeichnen sich die Konturen der Umgebung gegen den Himmel ab. Oder verschwimmen zu geisterhaften Gebilden, wenn sich die Nebelschwaden über die Landschaft ziehen und sich in ihr einnisten.

Nun heißt es also wieder, sich für den Herbst und kommenden Winter zu rüsten. Die Haut ist rissig, sie verlangt nach cremigen Streicheleinheiten. Die Seele voll mit den Erinnerungen an unbeschwerte, leichte, unendlich scheinende Tage. Die Tage, so kurz, dass sie im Nu im Dämmerlicht verschwinden. Nun heißt es also wieder, nach innen zu blicken und sich der Frage zu stellen, wer will ich sein?

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