Was von der neunten Rauhnacht (2. Januar) übrigbleibt – September 2017

Der September fliegt vorbei, der Herbst vertreibt den Sommer und die Unbeschwertheit mit aller Kraft. Wind und Wetter sorgen für unruhige Zeiten.

Im Rückblick auf den zweiten Januar, also die neunte Rauhnacht, hat sich dies wahrlich abgezeichnet, denn an genau diesem Tag stellten sich die Vorboten meiner darauffolgenden Operation ein, über die ich dann hier berichtet hatte. Also nicht nur der berühmte Sturm im Wasserglas.

Hätte es mir ein Zeichen sein sollen? Hätte ich mehr darauf achten sollen als der September begann? Habe ich mich von der dazugehörigen Tarotkarte irre und in Sicherheit leiten lassen, als ich die Mäßigkeit als reine Harmonie deutete? Normalerweise gewährt mir meine Intuition die entscheidenden Hinweise.

Die Sache mit der Intuition ist die: Es braucht Mut, um ihr zu folgen und sich auf sie einzulassen. Und um Mut zu haben, braucht es Freiheit. Wer zu sehr bedrängt, verunsichert und eingeengt ist, hat keine Chance, seinen Gefühlen Raum zu geben und seinen Gedanken Taten folgen zu lassen. Und auch, wenn die innere Stimme noch so sehr um Gehör bittet und einen förmlich anschreit, wird man nicht in der Lage sein, dem Chaos Einhalt zu gebieten.

Gefangen in den Ereignissen und Umständen, die mein Leben derzeit bestimmen, habe ich mich zurück gezogen. In der Hoffnung, Ruhe möge einkehren und mir so die Möglichkeit bieten, eine Bestandsaufnahme zu erstellen und gleichzeitig nach vorn zu schauen, was machbar, was ertragbar ist. Ein Zustand des gelähmt Seins war alles, was ich erreicht habe. Und trotzdem habe ich nicht aufgegeben. Verzweifelt ja, aber nicht gescheitert. Nicht das Leben verflucht, sondern die Lebenssituation.

Viel zu spät wurde mir bewusst, dass die Intuition nicht nur Mut braucht, sondern auch Hilfe von außen, wenn man selbst den eigenen Gefühlen nicht mehr traut. Die Tarotkarte hätte es mir sagen können. Ihre Zahl ist die vierzehn und steht unter anderem für die vierzehn christlichen Nothelfer. Von diesen wären mindestens drei für eine Bitte in Frage gekommen. Das Bild selbst stellt St. Michael dar und auch der Michaelistag fällt auf den 29. September. Der Erzengel ist zwar kein christlicher Nothelfer, aber es geht um das Abwägen von gut/richtig und böse/falsch, das rechte Maß und den Gleichklang von Intuition, unbewussten Kräften und der Realität. Der 29. September auch der Tag, an die Entscheidung über die Zukunft endgültig war. Wie einfach einem doch vieles im Nachgang erscheint.

Mut

Noch ist keine Entspannung und Ausgeglichenheit in Sicht, aber die Wogen glätten sich zusehends und die Welt scheint nicht mehr ganz so verrückt. Ob der Oktober bereits Früchte trägt, die sich ernten lassen, wird sich zeigen.

 

Eure Kerstin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s