Spieglein, Spieglein an der Wand

Bei Schminke&Co. muss ich zugeben, dass ich noch nicht so ganz da bin, wo ich hinmöchte. Liegt wohl auch daran, dass dies eines der letzten Bereiche in meinem Schönheitslabor ist, über das ich mir Gedanken gemacht habe.

Und obwohl ich nahezu nie ungeschminkt aus dem Haus gehe, halten die Vorräte oft sehr lange. Das mag der Grund sein, weshalb ich noch keinen allzu großen Handlungsbedarf gesehen habe.  Zudem gehören manche Hilfsmittel nicht in mein Arsenal. Lippenstift und Kajal zum Beispiel. Nagellack auch nur immer Sommer für die Zehen. Wegen der schönen Schuhe.

Mascara und Abdeckstift sind schon einige Zeit erfolgreich im Einsatz. Einziger Nachteil beim Mascara ist, dass es nicht wasserfest ist. Gut, erleichtert das Abschminken. Da aber meine Augen dazu neigen, zu tränen, wenn es kalt und/oder windig ist, wäre mir eines mit etwas mehr Haftung lieber.

Nahezu alle Produkte kommen in Plastik über den Ladentisch. Wahrscheinlich schwierig, dies anders zu lösen. Einzig manche Make-up Mousse Varianten werden im Glastiegel mit Plastikdeckel verkauft. Dahingehend muss ich meine Suche wohl noch ein bisschen ausdehnen. Ein kleine Versuchswerkstatt ist jedenfalls schon eingerichtet.

Kosmetik

Manche Artikel riechen, ich will nicht sagen unangenehm, aber auch nicht wirklich lecker. Unsere Nasen sind eben auch schon an die ganze Chemie gewöhnt.

Apropos Nase: Die Autorinnen von „Besser leben ohne Plastik“ empfehlen Spenderboxen anstelle von Taschentüchern. Schon ganz gut, kann ich aber noch toppen. Ist aber Glücksache. Denn in der Erbmasse meiner Großtante befanden sich absolut niedliche Taschentücher mit Häkelspitze. Selbstgemacht. Die lagen lange Zeit in meiner Schublade, weil ich es nicht übers Herz gebracht habe, mich von Ihnen zu trennen. Tja, und nun sind sie Bestandteil meiner Handtaschensammelsuriums.
Was meint Ihr? Hat was, oder? Vor allem Stil, wenn man diese an die tränenüberflutete Freundin reichen kann.

Taschentücher

Und wo wir beim Thema Zellstoffverbrauch sind, noch ein paar Sätze zum stillen Örtchen: Den Jahresbedarf an Toilettenpapier kann man in Einzelblattpackungen anliefern lassen. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Abnahmemenge kennt und dann auch die Lagerkapazitäten hat. Finde ich an sich aber eine interessante Idee. Laut oben genanntem Buch soll der Verbrauch so um 40% gegenüber Rollennutzung sinken. Kommt natürlich auch darauf an, wie viele Blätter man so von der Rolle reißt, würde ich sagen.

Ein unglaublich großer Posten bei der Müllproduktion entfällt auf Handtuchrollen. Inzwischen gibt es ja schon viele Toiletten, in denen Stoffrollen durchlaufen oder Gebläse die Hände trocken föhnen, aber genauso oft findet man auch Einmaltücher. Vor ein oder zwei Jahren ging bei mir in der Firma dazu ein Video rum, wie man den Verbrauch reduzieren kann, das möchte ich Euch nicht vorenthalten. Und es ist tatsächlich so, dass man beim nächsten Gang daran denkt und es ausprobiert. Was soll ich sagen, es funktioniert.

Zum Abschluss des Kapitels Kosmetik und Hygiene folgt morgen noch eine kurze Zusammenfassung. Wenn jemand noch einen Wunsch zu dem Thema hat, gerne schreiben, dann baue ich das noch mit ein.

Also dann, action!
Eure Kerstin

4 Gedanken zu „Spieglein, Spieglein an der Wand

  1. Hi Kerstin, toller Artikel. Zum Thema Hände trocknen im Gebläse, gab es gestern einen Beitrag (ich weiß nicht mehr in welchem Programm). Die Gebläsedinger und diese Hand-rein-und-trocken-pusten lassen, sind Bakterienschleudern ohne Ende. Da werden bis zu 65% der Bakterien erwärmt und wieder an Deine Hände gepustet. Super Video. Ich werde es beherzigen…mit den Papierhandtüchern.. Liebe Grüße Claudi

  2. Yep, sehe das wie claudi661: Es ist bewiesen, dass durch das mechanische Reiben (Handtuch/Papiertücher) noch einige Bakterien zerstört werden. Bei Handtrocknern werden die Bakterien noch befeuert. Allerdings gibt es heutzutage solche speziellen Handtrockner, die durch Ultraschall oder Infrarot oder irgendwas Bakterien töten – sind aber superteuer und habe ich daher noch nie in Firmen oder öffentlichen Toiletten gesehen.
    Wir haben bei uns in der Firma Handtuchspender, ich frage mich allerdings, ob das umwelttechnisch wirklich besser ist: Es muss jemand rumfahren und die benutzten Rollen abholen. Da geht wieder Benzin drauf, Luftverpestung, etc. Dann werden die Rollen gewaschen, wobei der Strom für die Wasch-, Trocken- und Bügel-Maschinen wohl aus dem Kernkraft kommt und als Waschmittel chemische Reiniger oder Tenside verwendet werden, die durch die Abwässer das Grundwasser verunreinigen.
    Papiertaschentücher hingegen kann man auf den Kompost werfen und verrotten lassen.
    Davon abgesehen halte ich Papiertücher weiterhin am hygienischsten; bei Handtuchrollen fasst man in den Bereich des „Vorgängers“ und beim Wechseln der Rolle muss man diese komplett anfassen. Davon abgesehen ist das tage- und wochenlange feuchte Handtuchrollen-Milieu wohl ideal für alle möglichen Bakterien und Viren.

    • Ich bin bei den Handtuchrollen auch immer hin und her gerissen. Der Punkt mit dem Handtuchrollen-Milieu finde ich sehr gut. Und sicherlich werden die Dinger auch mit hoch aggressiven Mitteln gewaschen. Ob das also wirklich besser für die Umwelt ist, ist fraglich. Liebe Grüße, Kerstin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s