Wie alles anfing

Es gibt ja immer einen Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Dieser symbolische Tropfen waren bei mir gleich zwei. Und die trafen auch noch mehr oder minder gleichzeitig im November 2013 auf die Oberfläche auf.

Zum einen war das mein bevorstehender Umzug damals und die Karte Nr. 8 aus dem Kartenspiel, die da lautete: „Schaffen Sie sich Platz: Feng-Shui für die Seele. Trennen Sie sich von Ballast.“

Nun möchte man meinen, dass ein Umzug in eine größere Wohnung einen nicht unbedingt dazu zwingt, sein Hab und Gut zu sichten und sich von Dingen zu trennen. So gesehen war die Karte ein echter Glücksgriff. Vielleicht lag es auch daran, dass ich im Laufe meines Lebens schon so oft umgezogen bin, dass Besitztümer mir keine Fesseln (mehr) anlegen können. Vielleicht war die Zeit aber auch einfach reif. Ist im Nachhinein ist das gar nicht mehr so wichtig.

Wichtig ist, dass ich seitdem infiziert bin. Und wie bei einem Kranken durchlebe ich regelmäßige Schübe, die mich dann wie einen Tiger im Käfig durch meine vier Wände treiben, auf der Suche nach Beute. Zeugnis davon lege ich monatlich in meinem Tatort des Monats ab. Doch mit dem bloßen Ausmisten und Entrümpeln gebe ich mich inzwischen nicht mehr zufrieden.

AnfangNach dem Motto: Her mit dem schönen Leben, nimmt mittlerweile mein alltägliches Handeln, Denken und Konsumieren einen großen Teil meiner Bemühungen um ein einfacheres, freieres Leben ein. Welche Dinge kaufe ich ein? Wie kaufe ich ein? Wo kaufe ich ein? Was brauche ich in meinem Leben zum Leben? Wer will ich sein? Wie kann ich Dinge anders/besser machen?

Was sich in den letzten zwei Jahren alles verändert hat, wie es mir dabei geht und wie ich mir so die Zukunft vorstelle, darüber will ich hier in den nächsten Tagen und Wochen schreiben. Dabei werde ich die einzelnen Bereiche wie folgt einteilen:

  • Kleidung
  • Lebensmittel
  • Gegenstände des täglichen Lebens
  • Hobbies und Luxusartikel

Für jede Rubrik stelle ich mir immer einen Wissensteil mit einigen Informationen zum Thema vor. Dann die einzelnen Unterpunkte, meine Erfahrungen und Erlebnisse und vielleicht auch den einen oder anderen Tipp. Und natürlich, was das alles mit Verzicht zu tun hat.

Der Ordnung halber sei erwähnt, dass ich neben der Internetrecherche – Blogverwandte und Websites werde ich jeweils im jeweiligen Post verlinken – folgende Bücher in meine Berichte einfließen lasse:

  • Befreiung vom Überfluss – Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie“ von Nico Paech
  • Was das Haben mit dem Sein macht – Die neue Psychologie von Konsum und Verzicht“ von Jens Förster
  • Besser leben ohne Plastik“ von Anneliese Bunk und Nadine Schubert
  • Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Florian Optiz
  • Analog ist das neue Bio – Ein Plädoyer für eine menschliche digitale Welt“ von Andre Wilkens

Los geht es also morgen mit dem Thema Kleidung und allem, was dazu gehört. Ein wahrhafter Kleiderberg, der sich so in unseren Schränken, Schubladen und Fächern verbirgt, türmt sich da auf.

 

Also dann, action!
Eure Kerstin

Ein Gedanke zu „Wie alles anfing

  1. Pingback: Verzicht kostet – ein Jahr danach | alltagseinsichten

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