Tag 7: Dreißig Belastungsproben

Tag 7Ganz ehrlich: Dass ich mich mit dem 30-Tage-Schreiben-Projekt etwas übernommen habe. Gerade wurde mir nämlich bewusst, dass ich vielleicht doch besser daran getan hätte, die Fragen aller dreißig Tage im Vorfeld zu lesen und nicht nur die Fragen der ersten Woche.

Da kommt es noch ganz dicke, denn die Wochen habe alle unterschiedliche Themen. War mir noch nicht mal bewusst, dass die Wochen gegliedert sind. Schlechte Vorbereitung. In den Bergen führt so etwas unter Umständen schnell zur Katastrophe.

Woche eins sollte meine derzeitige Situation beschreiben. Situationen/Probleme einschätzen fällt mir nicht so schwer. Das mache ich zig mal am Tag. Schließlich habe ich einen jugendlichen Mitbewohner und einen Chef. Wobei sich manchmal das eine nicht klar von dem anderen abgrenzen lässt.

In Woche zwei wird es schon etwas haariger: „Jetzt geht es ausschließlich um dich selbst. Richte deinen Blick nach innen.“ Auf so was stehe ich ja total. Irgendwelche Hobbypsychologen, die mir einen Spiegel vorhalten und mir erklären, welche Ursachen – meist in der Kindheit – meine Macken haben. Was, wenn ich mir die alle selbst ausgedacht habe? Aus Langweile? Oder, weil ich einfach gerne Macken habe?

Woche drei: „In dieser Woche geht es darum, deine Möglichkeiten zu entdecken. Versuche beim Schreiben besonders konzentriert zu sein.“ Irgendwie dachte ich ja immer, zum Schreiben gehört Muße und soll entspannend sein. Gut, etwas Disziplin (danke für den Hinweis, liebe lunaterminiert) schadet vielleicht nicht. Ohne Fleiß kein Preis. Schließlich soll nach dreißig Tagen ja irgendwas bei raus kommen. Sonst kann ich mir die tägliche Marterei meiner grauen Zellen und das Auswringen der Hirnwindungen auch sparen und lieber Plätzchen essen und ein Buch lesen und mich über den Quatsch, den der Autor da verzapft, aufregen.

Woche vier: „Diese Woche könntest du für konkrete Schritte nutzen. Manche anhand der Fragen einen Plan.“ Oha. Einen Plan machen. Wozu? Damit ich ihn über den Haufen werfen kann? Mich dann erst recht mies fühle, weil ich versagt habe? Warum gehöre ich wohl zu den Menschen, die keine guten Vorsätze für das neue Jahr an Silvester kundtun? Richtig. Alles hat seine Zeit. Und irgendwann wird es dann einfach gemacht. Ohne Vorsatz. Ohne Vorankündigung.

Zum Abschluss soll Woche fünf dann Reflexion und Ausblick sein. Noch mehr Pläne. Noch mehr Seelenklempnerei. Na, das kann ja spannend werden. Dreißig Belastungsproben. Für mich. Und meine armen Leser. Tut mir leid, da müssen wir nun durch. Kopf hoch: Sieben Tage sind ja schon geschafft.

Na, dann bis morgen, Kerstin

2 Gedanken zu „Tag 7: Dreißig Belastungsproben

  1. Dnke, danke *knicks* 😉 …sehr cool, dass wir beide gerade was ähnliches machen. Nur ich hab das Glück, es nicht auf dem Blog zu machen *grins*. Mein Projekt geht dafür 44 Tage und ist oft mit Aufgaben verbunden, auch ne sch… Arbeit, ich dachte, das wär einfacher, lenkt mich voll vom Bloggen ab. Trotzdem bin ich aufs Ergebnis gespannt, das letzte Projekt ging schon so dermaßen ab… ich kann Dir sagen 🙂 . Und der Tieftauchkram gehört nunmal dazu…Wir schaffen das, ich drück Dir ganz feste die Daumen.
    Liebe Grüße,
    Andrea

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