Tagline – Wer oder was bin ich?

LeseeckeVorweg: Eigentlich sollte es hier mit Karte #4 weitergehen, aber nachdem ich mich im Laufe der letzten Wochen recht ausführlich mit dem Thema Bloggen beschäftigt habe, möchte ich zu meinem Experiment eine weitere Kategorie als Leseecke für andere Themen, die mich beschäftigen, hinzufügen. Ja, ich weiß, wenn ich nun mit einem neuen Thema anfange, wird es unter Umständen etwas verwirrend. Aber bei „The Daily Post“ werden hin und wieder so interessante Aufgaben an die Blogger gestellt, dass ich beschlossen habe, das ein oder andere Thema aufzugreifen. Kurze Hintergrundinfo für alle, denen „The Daily Post“ kein Begriff ist: Hierbei handelt es sich um eine Website von wordpress.com (bei der auch mein Blog registriert ist), auf der täglich Themen, Fragen und Aufgaben an alle Nutzer verteilt werden, die man dann über den eigenen Blog verarbeiten kann. Und dies ist eine der Aufgaben aus den letzten Wochen:

„Jeder benutzt bei seinen Einträgen verschiedene „Taglines“. Was wäre, wenn auch Menschen damit versehen wären? Was wäre Deine „Tagline“?“

Es stimmt, ich habe alle meine bisherigen Einträge mit Schlagwörtern versehen, von denen ich denke, dass sie den Artikel charakterisieren. Meine erste Eingebung dazu ist die Sendung „Was bin ich?“. Und im Speziellen Robert Lembke mit seiner Frage: „Welches Schweinderl hätten S’ denn gern?“ So ein Sendeformat würde heute wahrscheinlich keiner mehr anschauen. Völlig normale Menschen kommen rein, schreiben Ihren Namen an eine Tafel und machen ein typische Handbewegung. Dann versucht die Ratecrew mit Fragen den Beruf heraus zu bekommen. Bei jedem „Nein“ ist der Nächste dran und der Kandidat erhält 5 D-Mark. Jawohl, D-Mark, so lange ist das schon her. Und wenn ich mich recht entsinne, sogar noch vor der „neuen“ D-Mark. Damals, als noch der Herr mit der langen Lockenpracht auf dem 10-Mark-Schein war und die Dame mit dem überdimensionalen Haarnetz auf dem 20er. Maximale Gewinnchance bei Robert Lembke: 50 D-Mark. Schluss war, wenn das Schweinderl voll ist, also 10x Nein ergibt 50 D-Mark, oder der Beruf erraten wurde. Oft gab es noch eine Promirunde, bei der die Rater Schlafmasken aufsetzen mussten. Ein durch Spannung nicht zu überbietendes Format – nach heutigen Maßstäben wohlgemerkt. Denn ich glaube mich erinnern zu können, dass ich diese Sendung durchaus gern gesehen habe, was auch daran gelegen haben mag, dass es damals eh nur 3 Programme gab und eben das lief, was die Eltern sehen wollten. Vorbild war im übrigen die US-Show „What’s my line?“. Und das passt dann ganz gut zu meiner „Tagline“. Laut Übersetzungshandbuch, steht Tagline für Werbeslogan. Was also, wenn ich für mich Werbung machen müsste? Wie würde das aussehen, wenn….

… ich ein Haustier wäre: Treue Seele, beim Futter etwas wählerisch, sucht warmes, ruhiges Heim ohne Kinder mit viel Auslauf.

… ich eine Immobilie wäre: Schmuckes, zeitloses Hexenhäuschen, sichtgeschützt, sucht praktisch veranlagten Liebhaber, der gern auch mal selbst Hand anlegt.

… ich eine Bewerbung wäre: Vielseitige, zuverlässige und fleißige Biene mit Hang zum Perfektionismus sucht abwechslungsreiche Aufgabe und nette Kollegen.

…  ich ein Auto wäre: Robuster, wendiger und sportlicher Kleinwagen, günstig im Unterhalt, sucht flotten Fahrer für Wochenendfahrten ins Grüne.

…  ich ein Gericht wäre: Farbenfrohes Geschmackserlebnis mit süßer Note sucht experimentierfreudigen Genießer.

…  ich ein technisches Gerät wäre: Langlebiger, schlichter Begleiter, einfache Handhabung, sucht liebevollen Bediener.

…  ich ein Kleidungsstück wäre: Wandlungsfähiges, leicht konservatives Allroundtalent für jede Gelegenheit sucht ordnungsliebenden Träger, für den Körperpflege selbstverständlich ist.

…  ich eine Kontaktanzeige wäre: Lebenslustige, selbständige Mitvierzigerin, Nichtraucher, eher klein, sucht bodenständigen Mann mit ausgeglichenem Bankkonto. Kein Künstler.

…  ich ein Buch wäre: Wortgewandte, phantasievolle Lektüre sucht ebensolchen Träumer.

…  ich ein Gewächs wäre: Standortunabhängige, pflegeleichte Staude, Flachwurzler, sucht verantwortungsvollen Hobbygärtner.

Wie man sieht, geht es letztendlich weniger um die Frage, welches meine Eigenschaften sind und welche Schlagwörter unter meinem Namen stehen würden, als vielmehr um die Frage: Wer bin ich?

Eure Kerstin

Ein Gedanke zu „Tagline – Wer oder was bin ich?

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